Laura Dahlmeier verstorben: Schon erste Nachricht von Management ließ das Schlimmste vermuten
VonLuca Hartmann
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Ex-Biathlon-Star Laura Dahlmeier ist bei ihrem Bergunfall in Pakistan verstorben. Schon das erste Statement ihres Managements nach dem Unglück ließ schlimmes vermuten.
Erstmeldung vom 29. Juli, 15.20 Uhr: München – Wintersport-Fans aus Deutschland und der ganzen Welt bangen derzeit um Biathlon-Ikone Laura Dahlmeier. Die zweifache Olympiasiegerin ist beim Bergsteigen am Laila Peak im pakistanischen Karakorum-Gebirge verunglückt. Ihr Management gab bislang nur wenige Details bekannt – doch diese sind mehr als beunruhigend.
Statement von Dahlmeier-Management lässt das Schlimmste vermuten
Demnach sei Dahlmeier bereits am Montag (28. Juli) bei dem Unglück „mindestens schwer verletzt“ worden, wie die Deutsche Presse-Agentur und das ZDF übereinstimmend in Berufung auf Dahlmeiers Management berichten. Ohne konkreter zu werden, lässt diese Formulierung bereits das Schlimmste vermuten.
Noch dramatischer ist jedoch, dass ein Rettungshubschrauber am nächsten Morgen die Unfallstelle überflogen habe und „kein Lebenszeichen“ zu erkennen gewesen sei. Aufgrund der Abgeschiedenheit des Gebiets habe der Hubschrauber die Unfallstelle erst am Dienstagmorgen erreichen können (hier der Ticker mit allen Infos zum Unfall von Laura Dahlmeier).
Laura Dahlmeier bei Bergtour tödlich verunglückt – private Aufnahmen ihrer gefährlichen Leidenschaft
Große Sorge um Dahlmeier – Bergung gestaltet sich schwierig
Die Bergung der früheren Weltklasse-Biathletin gestaltet sich derweil offenbar schwierig. Nachdem Dahlmeier am Montag gegen Mittag Ortszeit auf rund 5700 Metern „von einem Steinschlag erfasst“ worden war, sei auch bis Dienstagmittag wegen „andauernder großer Steinschlaggefahr“ bislang keine Rettung zu ihr vordringen können.
Ein internationales Bergrettungsteam koordiniere die Bergung, hieß es weiter. Dabei würden die Bergretter von erfahrenen internationalen Bergsteigern und Bergsteigerinnen unterstützt, die sich in der Region aufhielten und sich im Gelände rund um den 6069 Meter hohen Laila Peak auskennen.
Dahlmeier ist staatlich geprüfte Berg- und Skiführerin, aktives Mitglied bei der Bergwacht und gilt als erfahrene und risikobewusste Bergsteigerin. Im Mai 2019 hatte die Oberbayerin im Alter von nur 25 Jahren ihre Karriere als Leistungssportlerin beendet. Neben ihren Berg- und Klettertouren war Dahlmeier zuletzt auch als TV-Expertin für das ZDF aktiv. Ihr Ex-Freund starb einst bei einem tragischen Unfall. (LuHa/dpa)
Das auf ihrer Instagram-Seite geteilte Statement von Laura Dahlmeiers Management im Wortlaut:
„Laura Dahlmeier am Laila Peak in Pakistan verunglückt.
Garmisch-Partenkirchen / 29. Juli 2025 - Am Montag, den 28. Juli, kam es am Laila Peak (6069 m) im pakistanischen Karakorum-Gebirge zu einem schweren Bergunfall, bei dem Laura Dahlmeier von Steinschlag getroffen wurde. Wegen andauernder großer Steinschlaggefahr konnte bislang niemand zu ihr vordringen. Beim Hubschrauber-Überflug wurde festgestellt, dass die erfahrene Bergsteigerin mindestens schwerst verletzt ist. Lebenszeichen waren nicht zu erkennen.
Laura Dahlmeier war am 28. Juli mit ihrer Seilpartnerin im alpinen Stil unterwegs, als sie von Steinschlag erfasst wurde. Der Unfall geschah gegen Mittag Ortszeit auf rund 5700 Metern. Die Seilpartnerin setzte sofort einen Notruf ab, der Rettungseinsatz wurde umgehend eingeleitet. Aufgrund der Abgeschiedenheit des Gebiets konnte ein Rettungshubschrauber die Unfallstelle erst am Morgen des 29. Juli erreichen. Ein internationales Bergrettungsteam koordiniert derzeit die Bergung. Dabei werden sie von erfahrenen internationalen Bergsteigerinnen unterstützt, die sich in der Region befinden.
Laura Dahlmeier befand sich bereits seit Ende Juni gemeinsam mit Freunden in der Region und hatte am 08. Juli erfolgreich den Great Trango Tower (6.287 m) bestiegen. Der Laila Peak war das zweite geplante Gipfelziel. Die gebürtige Garmisch-Partenkirchnerin ist staatlich geprüfte Berg- und Skiführerin, aktives Mitglied bei der Bergwacht und gilt als erfahrene und risikobewusste Bergsteigerin.
Weitere Informationen zum Unfall werden bereitgestellt, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen. Aus Rücksicht auf die Familie und nahestehende Personen bitten wir die Öffentlichkeit und die Medien, von Fragen abzusehen und die Privatsphäre der Angehörigen in dieser belastenden Situation zu wahren.“
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