Deadline Day

Tuchels Traum-Elf beim FC Bayern: Wie kam es zu dem Transfer-Desaster

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Der desaströse Deadline Day beim FC Bayern hallt noch immer nach. Trainer Thomas Tuchel muss nun mit dem arbeiten, was er hat. Dabei hatte er ganz andere Vorstellungen.

München – Knappe sechs Tage sind seit dem Zeitpunkt vergangen, der beim FC Bayern München noch nachwirkt – und es auch noch länger tun wird. Denn zu all dem, was am vergangenen Freitag zwischen Sonnenaufgang und 18 Uhr passiert ist, kursieren rund um die Säbener Straße verschiedene Versionen.

Thomas Tuchel
Geburtsdatum:29. August 1973 (50 Jahre)
Verein:FC Bayern München (seit 2023)
Erfolge:DFB-Pokalsieger (2017), Champions-League-Sieger (2021), Deutscher Meister (2023)
Bevorzugtes Spielsystem:3-4-2-1

FC Bayern: Das Desaster beim Deadline Day hallt noch nach

Die einen (Thomas Tuchel) sagen so, die anderen (die übrigen Herren der Transfer-Taskforce) so. Aber für Uli Hoeneß ist das alles halb so wild. In der Sportbild erklärte der Ehrenpräsident mit Blick auf Gerüchte um interne Differenzen: „Das ist eine Masche, um uns auseinanderzudividieren.“ So weit die offizielle Version. Und überhaupt: „Man kann doch mal unterschiedlicher Meinung sein.“

In der Tat ist es so, dass eine gesunde Streitkultur zur DNA dieses Vereins gehört. Und trotzdem ist das für den Sommer installierte Gremium – und dessen Wirken – kein Thema, das nun, da das Transferfenster geschlossen ist, einfach abgehakt werden kann.

Thomas Tuchel hätte sich für diese Saison vermutlich eine etwas andere Startelf gewünscht.

Uneinigkeit in der Transfer-Taksforce? Coach zu mehr Kreativität aufgefordert

Vielmehr haben die letzten Tage, in denen sich einige Mitglieder der Taskforce kurze Auszeiten gönnen, während Tuchel mit seiner Rumpftruppe schwitzt, die verschiedenen Ansichten nur bestärkt. Die Bosse fordern den Coach nach dem verkorksten Deadline Day zu mehr Kreativität auf – und Tuchel ärgert sich immer noch.

Ein Vorwurf, der zu hören ist: Die Taskforce habe zu träge agiert und deshalb einen Wunschspieler nach dem anderen von der Liste streichen müssen.

Die aktuell vermeintlich besten Aufstellung des FC Bayern.

Tuchels Elf beim FC Bayern: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Es ist kein Geheimnis, dass Tuchels Traumelf anders aussieht als die, die der 50-Jährige nun zur Verfügung hat. Und die Gründe dafür sind vielschichtig. Sie liegen irgendwo zwischen den Ansichten von bis zu acht meinungsstarken Männern, die jeweils eigene Netzwerke pflegen und bemühen.

Es geht um Berater und Mittelsmänner, Spieler und Entscheidungsträger. Und Beispiele für gescheiterte Deals haben die vergangenen Wochen zu Genüge geliefert.

Ganz schön viele Änderungen: So hätte sich Thomas Tuchel seine Startelf beim FC Bayern wohl gewünscht.

Neuer Sechser beim FC Bayern? Christoph Freund nimmt sich der Sache an

Sein Wunschkeeper Kepa sagte Tuchel in letzter Sekunde ab („ich war schon fast in München“). Und auch der Fall Ryan Gravenberch ist bezeichnend. Weil das Umdenken zum Verkauf erst zwei Wochen vor Ende der Frist stattfand und die Realisierung des Liverpool-Wechsels dauerte, lief den Bossen beim Kauf von Tuchels Königstransfer Joao Palhinha die Zeit davon.

Ein gewünschter Sechser soll nun im Winter kommen, Sportdirektor Christoph Freund ist längst mit der Aufgabe betraut. Bis dahin aber muss es mit Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Konrad Laimer gehen – der allerdings auf mehreren Positionen gebraucht wird.

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Ein Audi Q8 Sportback e-tron quattro sorgt bei Bayern-Kapitän Manuel Neuer für sichere Fahrt.
Ein Audi Q8 Sportback e-tron quattro sorgt bei Bayern-Kapitän Manuel Neuer für sichere Fahrt. © IMAGO / Philippe Ruiz; IMAGO / Belga
Ähnlich sicher im Verkehr wie im Tor: Sven Ulreich und sein Audi Q8 e-tron GT.
Ähnlich sicher im Verkehr wie im Tor: Sven Ulreich und sein Audi Q8 e-tron GT. © IMAGO / MIS; IMAGO / ZUMA Wire
Mit seinem Audi Q4 Sportback e-tron kommt Alphonso Davies auf gewohnt hohen Geschwindigkeiten.
Mit seinem Audi Q4 Sportback e-tron kommt Alphonso Davies auf gewohnt hohen Geschwindigkeiten. © IMAGO / Oryk HAIST; IMAGO / PanoramiC
Mit einem Audi RS e-tron GT erkundigt Neuzugang Raphael Guerreiro die Straßen von München.
Mit einem Audi RS e-tron GT erkundigt Neuzugang Raphael Guerreiro die Straßen von München. ©  IMAGO / Sven Simon; IMAGO / NurPhoto
In München lässt sich Kim Min-Jae mit einem Audi Q8 Sportback e-tron quattro blicken.
In München lässt sich Kim Min-Jae mit einem Audi Q8 Sportback e-tron quattro blicken. © AUDI AG; IMAGO / Belga
Der Audi RS e-tron GT von Dayot Upamecano hat ordentlich PS unter der Haube.
Der Audi RS e-tron GT von Dayot Upamecano hat ordentlich PS unter der Haube. © IMAGO / Oryk HAIST; IMAGO / Xinhua
Sicher wie Matthijs de Ligt in der Verteidigung: Sein Audi Q8 55 e-tron quattro.
Sicher wie Matthijs de Ligt in der Verteidigung: Sein Audi Q8 55 e-tron quattro. © IMAGO / Oryk HAIST; IMAGO / Belga
Auf und neben dem Platz elegant: Noussair Mazraoui im Audi Q8 Sportback e-tron quattro.
Auf und neben dem Platz elegant: Noussair Mazraoui im Audi Q8 Sportback e-tron quattro. © IMAGO / ActionPictures; IMAGO / ZUMA Wire
Bouna Sarr bekommt einen Audi RS e-tron GT gestellt.
Bouna Sarr bekommt einen Audi RS e-tron GT gestellt. © IMAGO / AFLOSPORT; IMAGO / Pacific Press Agency
Power auf dem Platz und auf der Fahrbahn: Leon Goretzka fährt einen Audi RS e-tron GT.
Power auf dem Platz und auf der Fahrbahn: Leon Goretzka fährt einen Audi RS e-tron GT. © AUDI AG
Ryan Gravenberch ist im Audi Q4 Sportback e-tron in München unterwegs.
Ryan Gravenberch ist im Audi Q4 Sportback e-tron in München unterwegs. © IMAGO / Michael Weber; IMAGO / PanoramiC
Ob Konrad Laimer in seinem Audi Q8 Sportback e-tron quattro ähnlich weite Wege wie auf dem Feld geht?
Ob Konrad Laimer in seinem Audi Q8 Sportback e-tron quattro ähnlich weite Wege wie auf dem Feld geht? © IMAGO / Oryk HAIST; IMAGO / Belga
Joshua Kimmich behält in seinem Audi RS e-tron GT immer die Kontrolle.
Joshua Kimmich behält in seinem Audi RS e-tron GT immer die Kontrolle. © IMAGO / Passion2Press; IMAGO / NurPhoto
Passt hinter den Audi RS e-tron GT auch eine Anhängerkupplung für den Pferdeanhänger von Thomas Müller?
Passt hinter den Audi RS e-tron GT auch eine Anhängerkupplung für den Pferdeanhänger von Thomas Müller? © AUDI AG; IMAGO / ZUMA Wire
Nicht ganz so wendig wie Musiala im Strafraum des Gegners: Sein Audi Q4 Sportback e-tron.
Nicht ganz so wendig wie Musiala im Strafraum des Gegners: Sein Audi Q4 Sportback e-tron. ©  IMAGO / Revierfoto; IMAGO / PanoramiC
Dynamik in Spiel- und Fahrweise: Leroy Sane im Audi RS e-tron GT. Farbe: Mythosschwarz Metallic
Dynamik in Spiel- und Fahrweise: Leroy Sane im Audi RS e-tron GT.  © AUDI AG; IMAGO / Eibner Europa
Bringt im Audi RS e-tron GT die PS auf die Straße: Serge Gnabry.
Bringt im Audi RS e-tron GT die PS auf die Straße: Serge Gnabry. © AUDI AG; IMAGO / Manfred Segerer
Geschwindigkeit wird bei Kingsley Coman großgeschrieben: Deshalb fährt er einen Audi RS e-tron GT.
Geschwindigkeit wird bei Kingsley Coman großgeschrieben: Deshalb fährt er einen Audi RS e-tron GT. © IMAGO / Eibner; IMAGO / TT
Gerade 18 und bereit für den Straßenverkehr: Mathys Tel im Audi Q4 Sportback e-tron.
Gerade 18 und bereit für den Straßenverkehr: Mathys Tel im Audi Q4 Sportback e-tron. © IMAGO / ActionPictures; IMAGO / PanoramiC
Eric Maxim Chupo-Moting ist in einem Audi Q8 e-tron quattro unterwegs.
Eric Maxim Chupo-Moting ist in einem Audi Q8 e-tron quattro unterwegs. © IMAGO / Revierfoto; IMAGO / Belga
Torjäger Harry Kane fährt seine vier Kinder mit einem Audi Q8 e-tron quattro durch München.
Torjäger Harry Kane fährt seine vier Kinder mit einem Audi Q8 e-tron quattro durch München. © AUDI AG; IMAGO / Belga

Thomas Tuchel und der „dünne“ Kader des FC Bayern

Denn auch auf der Baustelle rechts hinten herrschte intern kein Konsens. Tuchel wollte Benjamin Pavard halten, bis der sogar bei Hoeneß am Tegernsee vorstellig wurde, um seinem Wechselwunsch Nachdruck zu verleihen.

Kurz bevor der Franzose dann mit Mailand klar war, wurde es hektisch: Nach Informationen unserer Zeitung haben Bayern-Verantwortliche über Mittelsmänner sogar noch versucht, ManCitys Kyle Walker zum Umdenken zu bringen. Vergeblich, genau wie das Werben um Trevoh Chalobah, das im Schatten des komplizierten Palhinha-Deals fast unterging.

Nun „ist’s, wie es ist“, sagte Tuchel jüngst. Öffentlich wählte er die Formulierung „dünner Kader“ – intern wohl eine andere. Hanna Raif, Philipp Kessler

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