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Bayern München will unbedingt Nick Woltemade vom VfB Stuttgart verpflichten. Doch die Schwaben glauben nicht an einen Transfer.
Stuttgart – Das Verhältnis zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Bayern München ist gut. Daran ändert auch nichts, dass der Rekordmeister die Schwaben mit seinem Interesse an Nick Woltemade überrumpelt hat. Die Bosse der Stuttgarter haben davon nämlich über die Medien erfahren. Eine Art, die nicht schön ist, doch im wilden Fußballbusiness keinen Manager in nachhaltige Schockstarre verfallen lässt.
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Noch keine Gespräche zwischen VfB und Bayern wegen einer Woltemade-Ablösesumme
Dementsprechend gelassen bleiben die Verantwortlichen in Stuttgart, die inzwischen persönlichen Kontakt mit den Münchner Verantwortlichen hatten. In einem Telefonat haben die Bayern klargestellt, was zu diesem Zeitpunkt eh schon alle wussten: Sie wollen Woltemade verpflichten. Anschließend soll vonseiten des VfB darauf verwiesen worden sein, dass Woltemade unverkäuflich sei. Über Geld wurde an dieser Stelle angeblich nicht gesprochen.
Auch ein Angebot lag dem VfB nach Informationen von IPPEN.MEDIA am Montagmorgen (30. Juni) noch nicht vor. Dass solch eins bald von der Säbener Straße reinflattert, davon wird in Stuttgart ausgegangen. Doch man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, dass die zuerst aufgerufene Summe den Schwaben bei weitem nicht reichen wird.
VfB will vorerst wegen Woltemade hart bleiben
Sowieso ist der VfB hinsichtlich eines bevorstehenden Pokers entspannt. Denn die Bosse können sich nicht vorstellen, dass die Münchner eine Ablösesumme zahlen würden, die letztlich ausreicht, um die Stuttgarter bezüglich Woltemade zum Umdenken zu bewegen. Bis zu 55 Millionen Euro will die VfB-Chefetage mindestens hart bleiben. Dass die Bayern eine höhere Summe aufrufen, dafür fehlt den Verantwortlichen bislang die Fantasie. Weshalb also Gedanken an eine mögliche Schmerzgrenze verschwenden?
Dennoch darf man gespannt sein, wie es rund um Woltemade weitergeht und ob die Stuttgarter bei ihrem Standpunkt bleiben, ihn nicht verkaufen zu wollen. Denn klar ist: Auch 55 Millionen Euro wären für den VfB viel Geld für einen Spieler, den sie im vergangenen Sommer erst ablösefrei an den Neckar gelotst haben. Weil Woltemade in Stuttgart einen Vertrag ohne Ausstiegsklausel bis 2028 hat, kann der VfB frei über die Ablösesumme seines Spielers verhandeln.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Mutsu Kawamori

