Technische Probleme

ZDF unterläuft schwere TV-Panne bei DFB-Pokal-Übertragung

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Technik-Chaos im Zweiten: Während des Pokal-Krachers zwischen Stuttgart und Leipzig kam es zu einer ungewöhnlichen Stille im ZDF – jedoch zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

Stuttgart – Das DFB-Pokal-Halbfinale zwischen dem VfB Stuttgart und RB Leipzig versprach ein packendes Duell zu werden. Die Stuttgarter führten bereits mit 2:0 durch Tore von Angelo Stiller in der 5. Minute und Nick Woltemade in der 57. Minute. Doch gerade als die Partie durch den Anschlusstreffer der Gäste wieder Fahrt aufnahm, wurden die TV-Zuschauer Zeugen einer peinlichen TV-Panne. Was war passiert?

Peinliche TV-Panne beim ZDF: Plötzlicher Tonausfall sorgt für Stille während Pokal-Duell

Als Leipzigs Benjamin Šeško in der 62. Minute das Tor zum zwischenzeitlichen 1:2 erzielte, wurde es plötzlich still in der Tonspur des ZDF. Der Kommentar von Oliver Schmidt fiel ausgerechnet zum Zeitpunkt des Leipziger Treffers aus – die Zuschauer mussten das Tor also ohne akustische Begleitung verfolgen.

Die Ursache für den abrupten Tonausfall blieb unklar. Wenig später folgte jedoch bereits die nächste Panne beim öffentlich-rechtlichen Sender. Der Ton war zwar wieder da, doch plötzlich verschwand die Ergebnisgrafik kurzzeitig aus dem Bild. In der ZDF-Mediathek lief der Stream hingegen zunächst normal weiter, bevor auch dort ein technisches Problem auftrat. Ein Echo sorgte dafür, dass Oliver Schmidt doppelt zu hören war, was zu zusätzlicher Verwirrung bei den Zuschauern führte.

Während des Pokal-Krachers zwischen Stuttgart und Leipzig kam es zu einer TV-Panne beim ZDF.

Pannen-Serie beim ZDF während Pokal-Kracher: Kommentator nimmt es mit Humor

Und auch wenn beim ZDF zwischenzeitlich Ton und Grafik versagten – seinen Humor hatte Kommentator Oliver Schmidt jedenfalls nicht verloren. „Wir wissen noch nicht, woran es lag“, entschuldigte sich der ZDF-Reporter für die Pannen-Serie. „Manch einer freut sich ja vielleicht auch, wenn der Kommentator nicht durchdringt“.

Die größten Sensationen im DFB-Pokal

VfB Eppingen 2:1 Hamburger SV (1974/75): Ein Dorf schreibt Fußballgeschichte
VfB Eppingen 2:1 Hamburger SV (1974/75): Ein Dorf schreibt Fußballgeschichte: Der Amateurklub VfB Eppingen schockte den Bundesliga-Tabellenführer HSV. Gerd Störzer traf spektakulär, der zweite Treffer von Ernst Gaus sorgte für den endgültigen Wahnsinn. In Runde zwei war gegen Werder Bremen Schluss – aber die Sensation war längst perfekt. © IMAGO / WEREK
Der Oberligist SC Geislingen sorgte für Aufsehen, indem er den Hamburger SV mit 2:0 bezwang. Die Zuschauer nutzen jede Möglichkeit, um dabei zu sein.
SC Geislingen 2:0 Hamburger SV (1984/85): Der Oberligist SC Geislingen sorgte für Aufsehen, indem er den Hamburger SV mit 2:0 bezwang. Torwart Wolfgang Haug zeigte dabei eine herausragende Leistung. Geislingen erreichte nach diesem Erfolg das Achtelfinale. Die Zuschauer nutzen jede Möglichkeit, um dabei zu sein. © imago sportfotodienst
Einen Teekräuter-Sponsor, einen Dorfverein und einen Treffer von Roland Stein – mehr brauchte es nicht, um Bayern München aus dem Pokal zu werfen.
TSV Vestenbergsgreuth 1:0 FC Bayern München (1994/95): Einen Teekräuter-Sponsor, einen Dorfverein und einen Treffer von Roland Stein – mehr brauchte es nicht, um Bayern München aus dem Pokal zu werfen. Vestenbergsgreuth zog bis in die 3. Runde ein, wo man im Elfmeterschießen gegen Wolfsburg verlor. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
Was für eine Abreibung: Der Regionalligist spielte Hoffenheim schwindelig – Kruschke, Cakmak, Drazan und Fuß trafen. Das 4:0 war eine Demütigung. In Runde zwei ging’s gegen 1860 München raus – aber das erste Spiel war Pokal-Gold.
Berliner AK 07 4:0 TSG 1899 Hoffenheim (2012/13): Was für eine Abreibung: Der Regionalligist spielte Hoffenheim schwindelig – Kruschke, Cakmak, Drazan und Fuß trafen. Das 4:0 war eine Demütigung. In Runde zwei ging’s gegen 1860 München raus – aber das erste Spiel war Pokal-Gold. © imago sportfotodienst
Dynamo empfängt in Runde eins den Bundesligisten Schalke 04 – ein Drittligist gegen einen Champions-League-Teilnehmer.
Dynamo Dresden 2:1 Schalke 04 (2014/15): Dynamo empfängt in Runde eins den Bundesligisten Schalke 04 – ein Drittligist gegen einen Champions-League-Teilnehmer. Nach einem Elfmeter von Justin Eilers geht Dresden in Führung, Matip gleicht für Schalke spät aus. Doch nur eine Minute später trifft Nils Teixeira zum 2:1-Endstand. Ein leidenschaftlicher Auftritt und ein verdienter Sieg. Die Reise endete erst im Achtelfinale – gegen Borussia Dortmund (0:2). © imago sportfotodienst
Ein starker Drittligist, ein schwächelnder Bundesligist – das Rezept für Pokalgeschichte. Magdeburg schlägt Augsburg.
1. FC Magdeburg 1:0 FC Augsburg (2014/15): Ein starker Drittligist, ein schwächelnder Bundesligist – das Rezept für Pokalgeschichte. Christian Beck erzielte in der zweiten Hälfte das Tor des Tages, Magdeburg verteidigte leidenschaftlich und brachte den Favoriten zu Fall. In Runde zwei war gegen Leverkusen Schluss – trotzdem: ein Statement-Sieg. © IMAGO/Zoonar.com/Axel Kammerer
Drei Elfmeter, drei Treffer – Reutlingen nutzte jede Chance gegen den KSC.
SSV Reutlingen 3:1 Karlsruher SC (2015/16): Drei Elfmeter, drei Treffer – Reutlingen nutzte jede Chance. Giuseppe Ricciardi glänzte als Spielmacher. Gegen Eintracht Braunschweig in Runde zwei war dann Feierabend, aber dieser Auftritt wird auf der Reutlinger Kreuzeiche nie vergessen werden. © imago sportfotodienst
Viertligist Ulm trifft auf Titelverteidiger Frankfurt – und bleibt cool.
SSV Ulm 1846 2:1 Eintracht Frankfurt (2018/19): Viertligist Ulm trifft auf Titelverteidiger Frankfurt – und bleibt cool. Kienle bringt die Ulmer in Führung, Lux legt nach. Frankfurt verkürzt spät durch Paciência, doch Ulm verteidigt clever und bringt den 2:1-Sieg über die Zeit. In Runde zwei war dann Schluss – 0:1 gegen den 1. FC Heidenheim. © Imago / Jan Huebner
Viertligist gegen Bundesliga – und dann auch noch Elfmeterschießen. Saarbrücken hielt das 1:1 mit Leidenschaft und Keeper Batz rettete mehrfach.
1. FC Saarbrücken 1:1 (7:6 i.E.) Fortuna Düsseldorf (2019/20): Viertligist gegen Bundesliga – und dann auch noch Elfmeterschießen. Saarbrücken hielt das 1:1 mit Leidenschaft und Keeper Batz rettete mehrfach. Im Shootout behielten die Saarländer die Nerven und schrieben Geschichte: erster Viertligist überhaupt im Halbfinale. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Eine der größten Pokalgeschichten der letzten Jahre: Kiel schlägt die Bayern.
Holstein Kiel 2:2 (6:5 i.E.) FC Bayern München (2020/21): Eine der größten Pokalgeschichten der letzten Jahre: Kiel geriet zweimal in Rückstand, doch Wahl und Mees glichen jeweils aus. Im Elfmeterschießen zeigte der Zweitligist dann keine Nerven. 6:5 – Bayern war raus. Kiel zog bis ins Halbfinale ein, dort war gegen Dortmund Schluss. © Holsteinoffice.de/Jörg Lühn via www.imago-images.de
Der große Favorit aus Leverkusen führte in der Verlängerung – doch dann drehte RWE richtig auf.
Rot-Weiss Essen 2:1 Bayer 04 Leverkusen (2020/21): Der große Favorit führte in der Verlängerung – doch dann drehte RWE richtig auf: Oguzhan Kefkir glich aus, Simon Engelmann entschied das Spiel. Die Hafenstraße bebte. Essen zog ins Viertelfinale ein, dort endete das Abenteuer gegen Holstein Kiel. © Maik Hölter/TEAM2sportphoto via www.imago-images.de
Waldhof empfing Frankfurt mit voller Hütte und jeder Menge Wucht.
SV Waldhof Mannheim 2:0 Eintracht Frankfurt (2021/22): Waldhof empfing Frankfurt mit voller Hütte und jeder Menge Wucht. Marcel Costly brach kurz nach der Pause den Bann, Joseph Boyamba legte nach – binnen vier Minuten stand es 2:0. Die Eintracht taumelte, fand keine Antwort mehr. Für Mannheim war es ein magischer Abend – das Aus kam in Runde zwei gegen Union Berlin. © Frey-Pressebild/Deines via www.imago-images.de
Ein Pokalabend mit Oberliga-Charme und Bundesliga-Schock.
Stuttgarter Kickers 2:0 SpVgg Greuther Fürth (2022/23): Ein Pokalabend mit Oberliga-Charme und Bundesliga-Schock: Die Kickers gingen früh durch Denis Zagaria in Führung und verteidigten mit Herz und Verstand. In der Schlussphase nutzte David Braig einen Konter zum 2:0 – und das Stadion explodierte. Runde zwei war dann gegen Eintracht Frankfurt Endstation, aber dieser Abend lebt weiter. © IMAGO/Sportfoto Zink / Wolfgang Zink
Halbfinale, Underdog, Drama: Leverkusen führte früh, doch Bielefeld schlug eiskalt zurück.
Arminia Bielefeld 2:1 Bayer 04 Leverkusen (2024/25): Halbfinale, Underdog, Drama: Leverkusen führte früh, doch Bielefeld schlug eiskalt zurück. Marius Wörl glich aus, Maximilian Großer traf kurz vor der Pause zum 2:1 – und das reichte. Im zweiten Durchgang stemmte sich die Arminia gegen den Druck und schaffte Historisches: Erstmals in der Vereinsgeschichte erreichte Bielefeld das DFB-Pokalfinale. © IMAGO/Noah Wedel

Stuttgart setzt sich verdient gegen Leipzig durch und trifft im Finale auf Pokal-Schreck Bielefeld

Nachdem das ZDF die Tonprobleme behoben hatte, konnten die Zuschauer das Spiel wieder mit normalem Kommentar verfolgen. In der Schlussphase des Spiels stellte Jamie Leweling mit seinem Treffer in der 73. Minute den 3:1-Endstand her. Damit sicherte sich der VfB Stuttgart den Einzug ins Finale, wo sie auf Arminia Bielefeld treffen werden.

Die Bielefelder hatten sich zuvor sensationell gegen Bayer Leverkusen durchgesetzt. Das Finale findet am 24. Mai im Berliner Olympiastadion statt, und Stuttgart geht als klarer Favorit gegen den Drittligisten ins Rennen. Für die Schwaben wäre es der vierte Pokal-Triumph in der Vereinsgeschichte. (kus)

Rubriklistenbild: © IMAGO / NurPhoto / Maximilian Koch

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