FCB feiert weiteren Testspiel-Sieg

Generalprobe geglückt: Youngster führen Bayern zum Sieg gegen Zürich

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Der FC Bayern marschiert weiter. Die Münchner haben ihr drittes Testspiel in der Sommer-Vorbereitung gewonnen. Die Münchner setzen sich mit 2:1 gegen den Grasshopper Club Zürich durch.

Zürich – Drittes Testspiel, dritter Sieg. Der FC Bayern hat eine erfolgreiche Generalprobe vor dem Pflichtspiel-Auftakt in die neue Saison gefeiert. Das Team von Vincent Kompany feierte am Dienstagabend einen knappen, aber verdienten 2:1-Erfolg gegen den Schweizer Traditionsklub Grasshopper Club Zürich.

Lennart Karl, Jonah Kusi-Asare

Kompany lässt die jungen Wilden ran

Im Vergleich zum 4:0-Erfolg gegen Tottenham baute Kompany seine komplette Startelf um. Der Belgier setzte unter anderem auf die Campus-Talente Chavez, Kusi-Asare, Karl, Santos und Dalpiaz. FCB-Kapitän Manuel Neuer trat die Reise nach Zürich überhaupt nicht an. Zudem fehlte Kingsley Coman krankheitsbedingt.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start in die Partie und hatten in der 5. Minute die erste Chance. Nach einer Hackenvorlage kam Bayern-Leihgabe Asp Jensen plötzlich frei an der Strafraumkante zum Schuss. Dieser ging knapp am linken Winkel vorbei ins Außennetz. Der FCB tauchte in der 10. Minute erstmals gefährlich vor dem Tor der Schweizer auf: Gnabry versuchte es mit einem Distanzschuss aus 20 Metern. Sein Schuss wurde jedoch abgefälscht und ging am rechten Pfosten vorbei.

Tränen, Trauer und Unmut: Die emotionalsten Abschiede beim FC Bayern München

Am 23. Mai 2015 absolvierte Bastian Schweinsteiger gegen Mainz 05 sein letztes Pflichtspiel für den FC Bayern. Es war gleichzeitig sein 500. Bundesligaspiel.
Am 23. Mai 2015 absolvierte Bastian Schweinsteiger gegen Mainz 05 sein letztes Pflichtspiel für den FC Bayern. Es war gleichzeitig sein 500. Bundesligaspiel. © IMAGO / photoarena/Eisenhuth
Rund drei Jahre später wurde Schweinsteiger dann auch mit einem offiziellen Abschiedsspiel verabschiedet. In einem Freundschaftsspiel trat der FCB gegen Schweinsteigers damaliges Team Chicago Fire an.
Rund drei Jahre später wurde Schweinsteiger dann auch mit einem offiziellen Abschiedsspiel verabschiedet. In einem Freundschaftsspiel trat der FCB gegen Schweinsteigers damaliges Team Chicago Fire an. © Philippe Ruiz
Gleich mehrere Bayern-Abschiede erlebte Claudio Pizarro. Der Peruaner verließ den FCB 2017 nach sechs Jahren in Richtung FC Chelsea. Nach einem Zwischenstopp in Bremen kehrte er 2012 zum FC Bayern zurück.
Gleich mehrere Bayern-Abschiede erlebte Claudio Pizarro. Der Peruaner verließ den FCB 2007 nach sechs Jahren in Richtung FC Chelsea. Nach einem Zwischenstopp in Bremen kehrte er 2012 zum FC Bayern zurück. © IMAGO / Lackovic
2015 war dann aber endgültig Schluss. Nach mehr als 200 Spielen und 87 Toren sagte Pizarro den Bayern-Fans „adios“.
2015 war dann aber endgültig Schluss. Nach mehr als 200 Spielen und 87 Toren sagte Pizarro den Bayern-Fans „adios“. © IMAGO / MIS
2017 gab es einen weiteren emotionalen Bayern-Abschied. Kapitän Philipp Lahm beendete seine Karriere beim deutschen Rekordmeister.
2017 gab es einen weiteren emotionalen Bayern-Abschied. Kapitän Philipp Lahm beendete seine Karriere beim deutschen Rekordmeister. © IMAGO/Zoonar.com/Joachim Hahne
Der Weltmeister von 2014 verabschiedete sich auch beim FCB mit einem Titel. Mit seiner Mannschaft sicherte er sich die Deutsche Meisterschaft. Es war die achte Meisterschaft seiner Karriere.
Der Weltmeister von 2014 verabschiedete sich auch beim FCB mit einem Titel. Mit seiner Mannschaft sicherte er sich die Deutsche Meisterschaft. Es war die achte Meisterschaft seiner Karriere. © IMAGO/Zoonar.com/Joachim Hahne
Mit seinem Abschied war Lahm an diesem Tag nicht alleine. Auch Xabi Alonso sagte dem Rekordmeister an diesem Tag Lebewohl.
Mit seinem Abschied war Lahm an diesem Tag nicht alleine. Auch Xabi Alonso sagte dem Rekordmeister an diesem Tag Lebewohl. © photoarena / Thomas Eisenhuth
Gemeinsam gewannen die beiden Weltstars beim FCB drei Meisterschaften, den DFB-Pokal und den Supercup. Zwei grandiose Karrieren, die ein gemeinsames Ende fanden.
Gemeinsam gewannen die beiden Weltstars beim FCB drei Meisterschaften, den DFB-Pokal und den Supercup. Zwei grandiose Karrieren, die ein gemeinsames Ende fanden. © photoarena / Thomas Eisenhuth
Ein Abschied, der zu Tränen rührte. 2019 war nach 12 Jahren beim FCB für Franck Ribéry Schluss. Der Franzose wechselte in die Serie A zum AC Florenz.
Ein Abschied, der zu Tränen rührte. 2019 war nach 12 Jahren beim FCB für Franck Ribéry Schluss. Der Franzose wechselte in die Serie A zum AC Florenz. © IMAGO / Nordphoto
Gemeinsam mit David Alaba bildete der Flügelspieler auf der linken Seite ein europaweit gefürchtetes Duo. Der Abschied des Fanlieblings war daher besonders emotional.
Gemeinsam mit David Alaba bildete der Flügelspieler auf der linken Seite ein europaweit gefürchtetes Duo. Der Abschied des Fanlieblings war daher besonders emotional. © Imago/photoarena / Thomas Eisenhuth
Vor allem auch, weil am selben Tag eine weitere Bayern-Legende in den Ruhestand ging. Arjen Robben verabschiedete sich damals in den vorübergehenden Ruhestand.
Vor allem auch, weil am selben Tag eine weitere Bayern-Legende in den Ruhestand ging. Arjen Robben verabschiedete sich damals in den vorübergehenden Ruhestand. © Imago/ photoarena / Thomas Eisenhuth
Robben war genau wie Ribéry eine Identifikationsfigur der Münchener. Unvergessen: Sein Siegtor im Champions-League-Finale 2013 gegen den BVB.
Robben war genau wie Ribéry eine Identifikationsfigur der Münchener. Unvergessen: Sein Siegtor im Champions-League-Finale 2013 gegen den BVB. © Imago/ photoarena / Thomas Eisenhuth
Aller guten Dinge sind drei: Mit Rafinha wurde am selben tag noch ein weiterer Akteur offiziell verabschiedet. Der Brasilianer lief von 2011 bis 2019 für den FCB auf.
Aller guten Dinge sind drei: Mit Rafinha wurde am selben Tag noch ein weiterer Akteur offiziell verabschiedet. Der Brasilianer lief von 2011 bis 2019 für den FCB auf. © IMAGO / Bernd Müller
Besonders traurig: Rafinha kam bei seinem letzten Spiel nicht zum Einsatz, saß 90 Minuten nur auf der Bank. Eine harte Entscheidung des damaligen Trainers Niko Kovac.
Besonders traurig: Rafinha kam bei seinem letzten Spiel nicht zum Einsatz, saß 90 Minuten nur auf der Bank. Eine harte Entscheidung des damaligen Trainers Niko Kovac. © IMAGO / photoarena/Eisenhuth
2021 sagte ein weiteres Bayern-Urgestein Adieu. Nach 13 Jahren und unzähligen Titeln zog es David Alaba zu Real Madrid.
2021 sagte ein weiteres Bayern-Urgestein Adieu. Nach 13 Jahren und unzähligen Titeln zog es David Alaba zu Real Madrid. © Frank Hoermann / SVEN SIMON
Alaba konnte sich zwar mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft vom Rekordmeister verabschieden. Allerdings musste diese vor leeren Corona-Rängen gefeiert werden.
Vor leeren Corona-Rängen konnte sich auch Alaba mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft vom Rekordmeister verabschieden. © Imago/ Frank Hoermann / SVEN SIMON
Das gleiche Schicksal ereilte Jérôme Boateng und Javi Martinez. Der langjährige deutsche Nationalspieler und der Spanier wurden ebenfalls ohne Zuschauer verabschiedet.
Das gleiche Schicksal ereilte Jérôme Boateng und Javi Martinez. Der langjährige deutsche Nationalspieler und der Spanier wurden ebenfalls ohne Zuschauer verabschiedet. © IMAGO / Poolfoto
Der Gewinn der Meisterschaft dürfte ihnen aber wohl dennoch Trost gespendet haben. Javi Martinez sagte bei seiner Verabschiedung: „Ich habe diesen Verein gelebt, immer alles für ihn gegeben.“
Der Gewinn der Meisterschaft dürfte ihnen aber wohl dennoch Trost gespendet haben. Javi Martinez sagte bei seiner Verabschiedung: „Ich habe diesen Verein gelebt, immer alles für ihn gegeben.“ © IMAGO / Sven Simon
Einen etwas unrühmlicheren Abschied erlebte Robert Lewandowski. Am 14. Mai 2022 stand er das letzte mal für den FC Bayern auf dem Platz. Nach dem Spiel sagte er: „Es ist gut möglich, dass das mein letztes Spiel für die Bayern war.“
Einen etwas unrühmlicheren Abschied erlebte Robert Lewandowski. Am 14. Mai 2022 stand er das letzte mal für den FC Bayern auf dem Platz. Nach dem Spiel sagte er: „Es ist gut möglich, dass das mein letztes Spiel für die Bayern war.“ © IMAGO/Teresa Kröger
Wenige Wochen später verkündete er dann: „Meine Geschichte beim FC Bayern ist vorbei.“ Das sorgte für Spannungen mit der Vereinsführung. Lewandowski wechselte daraufhin zum FC Barcelona.
Wenige Wochen später verkündete er dann: „Meine Geschichte beim FC Bayern ist vorbei.“ Das sorgte für Spannungen mit der Vereinsführung. Lewandowski wechselte daraufhin zum FC Barcelona.  © IMAGO/Alexander Pohl

In der 21. war es dann aber so weit: Der 17-Jährige Lennart Karl nutzte den freien Raum vor dem Strafraum, legte sich den Ball auf seinen starken linken Fuß und traf mit einem Traumtor aus rund 20 Metern in den rechten Winkel. Zürich-Keeper Hammel war zwar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.

Nur fünf Minuten später legten die Bayern direkt nach: Nach feinem Zuspiel von Karl nahm Jonah Kusi-Asare den Ball zentral an der Strafraumkante stark mit und schloss aus halbrechter Position wuchtig ab – der Ball schlug unhaltbar im rechten oberen Eck ein. Die Bayern blieben nach dem Doppelschlag die spielbestimmende Mannschaft und drängten auf das 3:0. Zur Pause blieb es jedoch beim 2:0 aus Sicht des Rekordmeisters.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Grashoppers den besseren Start in die Partie. Der eingewechselte Giandomenico verkürzte in der 51. Minute auf 1:2. In der 61. rotierte Kompany ordentlich durch und brachte mit Upamecano, Tah, Kimmich, Goretzka, Kane, Diaz, Olise, Laimer und Stanisic insgesamt neun Spieler.

Mitte der zweiten Hälfte plätscherte das Spiel vor sich hin. Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Erst in der 72. Minute wurde es wieder gefährlich. Nach einer Halbfeldflanke von Kimmich knallte der aufgerückte Upamecano den Ball mit einem akrobatischen Abschluss an die Latte. In der Schlussphase tauchte Diaz zweimal gefährlich vor dem Tor der Züricher auf: In der 77. rutschte der Kolumbianer knapp an einem Querpass von Harry Kane vorbei.

Bayern-Neuzugang Diaz vergibt Großchance

Sechs Minuten später setzte sich der 28-Jährige gegen zwei Gegenspieler durch, sein Abschluss von der Strafraumkante wurde jedoch von Grashoppers-Torhüter Hammel mit einer starken Parade entschärft. Kurz vor dem Abpfiff (88.) hatte Diaz erneut die große Chance, auf 3:1 zu erhöhen. Der Flügelstürmer lief alleine auf Hammel zu, setzte den Schuss jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei.

Auf der Gegenseite rettete Urbig mit einer Parade in der Nachspielzeit den Bayern den 2:1-Erfolg. Am kommenden Samstag steht das erste Pflichtspiel für die Münchner an. Im Franz-Beckenbauer-Supercup trifft man auf den VfB Stuttgart. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)

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