„Es kann sich sehr schnell ändern...“

Zukunftsfrage: Wie geht es bei Eintracht-Kapitän Trapp weiter?

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Der Kontrakt von Kevin Trapp ist bis mindestens 2026 gültig. Bleibt der routinierte Torhüter darüber hinaus bei Eintracht Frankfurt?

Frankfurt – Als sich Kevin Trapp im Februar 2023 bis mindestens 2026 zu Eintracht Frankfurt bekannt hatte, war die Freude im Umfeld groß. Ein halbes Jahr zuvor hatte Manchester United um den Torhüter der Hessen gebuhlt. Er blieb und verlängerte. Zudem teile der Klub mit: „Der Kontrakt beinhaltet die Option zur Verlängerung um ein weiteres Jahr.“

Seitdem sind rund 24 Monate vergangen. Und es stellt sich die Frage: Wie plant der inzwischen 34-Jährige seine weitere Zukunft? Denn es herrscht keine Klarheit darüber, wie genau sich die Option gestaltet.

Kevin Trapp fühlt sich wohl bei der Eintracht

„Es gab noch keine Gespräche. Ich fühle mich sehr gut und sehr wohl in Frankfurt. Ich bin fit. Fußball macht mir Spaß und wir spielen sehr erfolgreich“, so der Schlussmann der Hessen. Der gebürtige Saarländer zählt zu den „Urgesteinen“ der Eintracht. Er stand zunächst von 2012 bis 2015 zwischen den Pfosten und kehrte 2018 von Paris Saint-Germain wieder in die Mainmetropole zurück.

Eintracht Frankfurt trifft auf Holstein Kiel.

Sollte alles gut gehen, wird Trapp beim FC Bayern München zum 375. Mal das Gehäuse der Frankfurter hüten. Knackt er in Zukunft sogar die 400-Spiele-Marke? „Ich kann mir vorstellen, ein Stück weit länger zu bleiben als dieses eine Vertragsjahr“, hielt sich Trapp diese Option offen.

Doch der Torhüter ließ durchaus aufhorchen: „Aber im Fußball kann sich die Situation sehr schnell ändern.“ In Beraterkreisen ist es ein Tuschelthema, dass das Abenteuer USA durchaus ein Gedankenspiel für ihn sei. Verbrieft ist das allerdings nicht. Trapp lässt sich daher auch nicht in die Karten schauen bei dieser Frage, ob ihn Duelle gegen Lionel Messi, Marco Reus und Co. reizen würden.

Eintracht „hat die stärkste Mannschaft seit längerer Zeit“

So viel Eintracht steckt in Frankfurt: Die besten Spots und Momente in Bildern

Ein berühmtes Zeichen gegen Rassismus in Niederrad – und Würdigung eines der größten Vereinsidole der 1990er, Anthony Yeboah.
Ein berühmtes Zeichen gegen Rassismus in Niederrad – und Würdigung eines der größten Vereinsidole der 1990er, Anthony Yeboah. © Boris Roessler/dpa
Der ehemalige ghanaische Nationalspieler bestritt zwischen 1991 und 1996 insgesamt 156 Spiele für die Eintracht. Am Frankfurter Willy-Brandt-Platz ist Yeboah Teil der „Säulen der Eintracht“, die wichtige Vereinslegenden am Gleis der U-Bahn-Station zeigt.
Der ehemalige ghanaische Nationalspieler bestritt zwischen 1991 und 1996 insgesamt 156 Spiele für die Eintracht. Am Frankfurter Willy-Brandt-Platz ist Yeboah Teil der „Säulen der Eintracht“, die wichtige Vereinslegenden am Gleis der U-Bahn-Station zeigt. © Nicolas Armer/dpa
Auch mit dabei: Bernd Holzenbein, Fußball-Weltmeister von 1974, spielte von 1967 bis 1981 bei Eintracht Frankfurt. Die Vereinsikone starb im April 2024.
Auch mit dabei: Bernd Holzenbein, Fußball-Weltmeister von 1974, spielte von 1967 bis 1981 bei Eintracht Frankfurt. Die Vereinsikone starb im April 2024. © Imago
„Ich bin stolz und glücklich, dass mich die Fans nicht vergessen haben“, sagte Bum Kun Cha bei der Einweihung der Säulen 2013.
„Ich bin stolz und glücklich, dass mich die Fans nicht vergessen haben“, sagte Bum Kun Cha bei der Einweihung der Säulen 2013. © Imago
Der frühere Abwehrchef Uwe Bindewald kam 2013 auch persönlich, um sich die „Säulen der Eintracht“ anzusehen. Neben Bindewald, Hölzenbein, Cha und Yeboah sind Bruno Pezzey, Charly Körbel, Jürgen Grabowski, Uwe Bein, Jay-Jay Okocha, Alexander Schur sowie Trainer Jörg Berger zu sehen.
Der frühere Abwehrchef Uwe Bindewald kam 2013 auch persönlich, um sich die „Säulen der Eintracht“ anzusehen. Neben Bindewald, Hölzenbein, Cha und Yeboah sind Bruno Pezzey, Charly Körbel, Jürgen Grabowski, Uwe Bein, Jay-Jay Okocha, Alexander Schur sowie Trainer Jörg Berger zu sehen. © Nicolas Armer/dpa
Trainer Berger coachte die SGE 1999 zum Klassenerhalt. 5:1 gewannen die Adler am letzten Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern. Stürmer Jan-Aage Fjörtoft, Schütze des fünften Tores, sagte später: Berger hätte sogar die Titanic gerettet.
Trainer Berger coachte die SGE 1999 zum Klassenerhalt. 5:1 gewannen die Adler am letzten Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern. Stürmer Jan-Aage Fjörtoft, Schütze des fünften Tores, sagte später: „Berger hätte sogar die Titanic gerettet.“ © Imago
Fjörtoft ist heute TV-Experte im norwegischen Fernsehen und besucht gerne Heimspiele der Eintracht.
Fjörtoft ist heute TV-Experte im norwegischen Fernsehen und besucht gerne Heimspiele der Eintracht. © Max Maiwald/Imago
Die Fans haben ihn auch nicht vergessen.
Die Fans haben ihn auch nicht vergessen. © Imago
Aus einem Aprilscherz heraus gründete sich in Frankfurt 2007 eine echte Initiative zur Umbenennung des Walther-von-Cronberg-Platzes in „Jan-Aage-Fjörtoft-Platz“.
Aus einem Aprilscherz heraus gründete sich in Frankfurt 2007 eine echte Initiative zur Umbenennung des Walther-von-Cronberg-Platzes in „Jan-Aage-Fjörtoft-Platz“. © Imago
Die 1990er und 2000er-Jahre blieben für Eintracht Frankfurt titellos und sind mit Ab- und Aufstiegen verbunden. Trotzdem haben es einige Spieler aus dieser Zeit zum Legendenstatus geschafft.
Die 1990er und 2000er-Jahre blieben für Eintracht Frankfurt titellos und sind mit Ab- und Aufstiegen verbunden. Trotzdem haben es einige Spieler aus dieser Zeit zum Legendenstatus geschafft. © Fredrik Von Erichsen/dpa
Torwart Oka Nikolov spielte schon in der U19 für Eintracht Frankfurt – und stand anschließend von 1993 bis 2013 bei den Profis unter Vertrag.
Torwart Oka Nikolov spielte schon in der U19 für Eintracht Frankfurt – und stand anschließend von 1993 bis 2013 bei den Profis unter Vertrag. © Arne Dedert/dpa
Zum Abschied gab‘s eine eigene Choreo für Oka Nikolov.
Zum Abschied gab‘s eine eigene Choreo für Oka Nikolov. © Fredrik Von Erichsen/dpa
Mit spektakulären Choreografien kennen sich die Fans von Eintracht Frankfurt schließlich aus.
Mit spektakulären Choreografien kennen sich die Fans von Eintracht Frankfurt schließlich aus. © IMAGO/Heiko Becker
Und sowieso ist natürlich das Waldstadion der wichtigste Eintracht-Spot in Frankfurt.
Und sowieso ist natürlich das Waldstadion der wichtigste Eintracht-Spot in Frankfurt. © IMAGO/Marcus Hirnschal
Für den WM-Standort Frankfurt 2006 komplett neu gebaut, steht der Deutsche Bank Park an der gleichen Stelle, wie früher das Waldstadion.
Für den WM-Standort Frankfurt 2006 komplett neu gebaut, steht der Deutsche Bank Park an der gleichen Stelle, wie früher das Waldstadion. © Ulrich Hufnagel/Imago
Seitdem wird in der neuen Arena gejubelt und gelitten. Nach turbulenten Zeiten um den Jahrtausendwechsel erlebten die Fans seit 2005 nur noch ein Jahr in der 2. Bundesliga.
Seitdem wird in der neuen Arena gejubelt und gelitten. Nach turbulenten Zeiten um den Jahrtausendwechsel erlebten die Fans seit 2005 nur noch ein Jahr in der 2. Bundesliga. © IMAGO/Revierfoto
Rund um den Deutsche Bank Park ist Eintracht Frankfurt natürlich omnipräsent.
Rund um den Deutsche Bank Park ist Eintracht Frankfurt natürlich omnipräsent. © IMAGO/wolfgang cezanne
Die Bahn-Unterführungen hin zum Stadion lassen keine Fragen offen, wer hier regiert.
Die Bahn-Unterführungen hin zum Stadion lassen keine Fragen offen, wer hier regiert. © Christof Mattes/Imago
Seit dem DFB-Pokalsieg 2018 erstrahlt dieses Graffito am Fanhaus Louisa in Frankfurt.
Seit dem DFB-Pokalsieg 2018 erstrahlt dieses Graffito am Fanhaus Louisa in Frankfurt. © IMAGO/ingo kutsche
Mit 3:1 besiegte Eintracht Frankfurt damals den FC Bayern München im Berliner Olympiastadion. Auf dem Römer wurde anschließend kräftig gefeiert.
Mit 3:1 besiegte Eintracht Frankfurt damals den FC Bayern München im Berliner Olympiastadion. Auf dem Römer wurde anschließend kräftig gefeiert. © Andreas Arnold/dpa
So auch vier Jahre später, als die Eintracht die Europa League nach Frankfurt holte.
So auch vier Jahre später, als die Eintracht die Europa League nach Frankfurt holte. © IMAGO/Florian Ulrich
Im spanischen Sevilla setzte sich die SGE 2022 im Elfmeterschießen gegen die Glasgow Rangers durch.
Im spanischen Sevilla setzte sich die SGE 2022 im Elfmeterschießen gegen die Glasgow Rangers durch. © IMAGO/Adam Davy
Die VGF präsentierte daraufhin auch stolz Pokalsiege von Eintracht Frankfurt auf einer Straßenbahn.
Die VGF präsentierte daraufhin auch stolz Pokalsiege von Eintracht Frankfurt auf einer Straßenbahn. © Peter Hartenfelser/dpa
2024 feierte Eintracht Frankfurt zwar keinen Titel, dafür aber seinen 125. Geburtstag.
2024 feierte Eintracht Frankfurt zwar keinen Titel, dafür aber seinen 125. Geburtstag. © Boris Roessler/dpa
Mit mehreren Motiven wurde der Frankfurter Römer angetrahlt.
Mit mehreren Motiven wurde der Frankfurter Römer angetrahlt. © IMAGO/Florian Gaul
Gegründet wurde Eintracht Frankfurt am 8. März 1899.
Gegründet wurde Eintracht Frankfurt am 8. März 1899. © IMAGO/Florian Gaul
Seit 2021 hat Eintracht Frankfurt sogar ein eigenes Straßenschild. Die Adresse lautet nun: Im Herzen von Europa.
Seit 2021 hat Eintracht Frankfurt sogar ein eigenes Straßenschild. Die Adresse lautet nun: Im Herzen von Europa. © Joaquim Ferreira/Imago
Auch beim Frankfurter Fastnachtszug darf die Eintracht natürlich nicht fehlen.
Auch beim Frankfurter Fastnachtszug darf die Eintracht natürlich nicht fehlen. © Helmut Fricke/dpa
2013 trug sogar der T-Rex vorm Senckenberg-Museum in Frankfurt Eintracht-Trikot.
2013 trug sogar der T-Rex vorm Senckenberg-Museum in Frankfurt Eintracht-Trikot. © Daniel Reinhardt/dpa

Aktuell fühle er sich in der Mainmetropole wohl. „Was noch passiert, werden wir sehen. Ich habe mit keinem gesprochen, aber mein Mindset hat sich nicht verändert.“ Trapp wolle weiterhin „erfolgreich sein“ und sich auch im gehobenen Fußballeralter „weiterentwickeln“. Die Eintracht selbst entwickele sich als Gesamtverein immer weiter. Der Kader bereitet ihm große Freude: „Ich finde, dass wir die talentierteste und stärkste Mannschaft seit längerer Zeit haben.“

Trapp selbst hat seinen Anteil dazu beigetragen, dass der Klub auf Platz drei und im Achtelfinale der Europa League steht. Trainer Dino Toppmöller kann aktuell sehr zufrieden sein mit der Performance seines Kapitäns. Er zeigt gute Leistungen im Jahr 2025 und strahlt enorme Sicherheit aus.

Kevin Trapp hat die auch persönlich schwierig verlaufende Spielzeit 2023/24 abgeschüttelt und sich nicht durch den Patzer am 13. Spieltag gegen den FC Augsburg (2:2) aus der Bahn werfen lassen. Sein Ziel ist daher klar: „Ich will dabei helfen, dass wir weiter erfolgreich Fußball spielen.“

Rubriklistenbild: © IMAGO/Revierfoto

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