VonMarius Eppschließen
Jean Todt wird oft zu Michael Schumachers Gesundheitszustand gefragt. Er kritisiert Menschen, die Falschaussagen über seinen Freund treffen.
München – Mick Schumacher mag momentan nur vom Paddock aus zuschauen können, aber eins ist sicher: Wer die Formel 1 verfolgt, wird unweigerlich auf den Schumi-Clan stoßen. Die Familie ist in den TV-Bildern auch heute noch allgegenwärtig. Während Mick als Ersatzfahrer mit Kopfhörern in der Mercedes-Box die Rennen verfolgt, analysiert Onkel Ralf das Geschehen als Experte und Co-Kommentator.
| Jean Todt |
| Geboren: 25. Februar 1946 (Alter 77 Jahre), Pierrefort, Frankreich |
| Teamchef Ferrari von 2006 bis 2008 |
| FIA-Präsident 2009 bis 2021 |
| Enger Freund von Michael Schumacher |
Jean Todt echauffiert sich über Aussagen zu Michael Schumachers Gesundheit
Dass der Name Schumacher weltweit bekannt wurde, ist natürlich Michael Schumacher zu verdanken. Über dessen Gesundheitszustand wird jedoch nach wie vor der Mantel des Schweigens gehalten. Seit seinem tragischen Skiunfall 2013 in den französischen Alpen ist so gut wie nichts nach außen gedrungen.
Jean Todt ist einer der wenigen, die die gut behütete Wahrheit kennen und regelmäßig die Familie Schumacher besuchen. Der ehemalige Präsident der FIA wird deshalb oft zur Situation seines guten Freundes Michael Schumacher befragt. Aussagen über Schumachers angeblichen Zustand, die von Personen ohne wirkliches Insiderwissen getroffen werden, stören ihn zutiefst.
Jean Todt holt zur Kritik aus: „Diejenigen, die behaupten, sie wissen etwas, wissen nichts“
In einem Interview mit dem Corriere della Sera stellt Todt klar: „Diejenigen, die behaupten, sie wissen etwas, wissen nichts.“ Er fordert deshalb, „es ruhig angehen zu lassen und den Wunsch von Corinna und den Kindern nach Privatsphäre zu respektieren. Wir wissen, dass der Unfall Folgen hatte.“
Todt betont auch das enge Verhältnis zwischen ihm und der Familie Schumacher: „Er und seine Familie sind meine Familie.“ Währenddessen dreht sich der Formel-1-Zirkus weiter, und Max Verstappen gilt als der neue aufstrebende Star, der ähnlich erfolgreich wie Michael Schumacher werden könnte.
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Jean Todt über Michael Schumacher: „Er war bescheiden“
Obwohl beiden Fahrern ein teils überhebliches Auftreten vorgeworfen wurde, möchte Todt sie nicht vergleichen. „Er ist ein Kämpfer wie Michael“, sagt er über Verstappen. „Aber auf menschlicher Ebene kenne ich Max zu wenig, um ihn zu beurteilen.“
Todt gibt stattdessen Einblicke in Michael Schumachers Persönlichkeit: „Michael konnte bei seinen Rennen ein wenig großspurig und unausstehlich wirken, aber das war eine Haltung, die dazu diente, seine Schüchternheit zu verbergen. Er war bescheiden und hinterfragte sich immer selbst“, sagt Todt über Schumacher.
Für diesen von der Redaktion geschriebenen Artikel wurde maschinelle Unterstützung genutzt. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung von Redakteur Marius Epp sorgfältig überprüft. (epp)
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