ProSieben macht kurzen Prozess: 40 Anzeigen nach letzter GNTM-Staffel
VonSimon Krug
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Die GNTM-Staffel 2024 mit Heidi Klum war für ProSieben ein voller Erfolg. Erstmals durften auch Männer teilnehmen. Doch im Anschluss hagelte es Anzeigen.
München – Die Einführung männlicher Models in der diesjährigen Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ hat nicht nur für frischen Wind, sondern regelmäßig auch für gute TV-Quoten gesorgt. Doch mit der gestiegenen Popularität kamen auch Probleme: Eine Flut von Hasskommentaren überschwemmte die Social-Media-Kanäle der von Heidi Klum (51) moderierten Show.
ProSieben registriert mehr GNTM-Kommentare als im Vorjahr
Während der gesamten Staffel von GNTM registrierte ProSieben eine Zunahme der Kommentare um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was mehr als 285.000 Kommentare bedeutete. Das bestätigte der Sender gegenüber dem Online-Medienmagazin DWDL. Besonders beunruhigend war jedoch der Inhalt einiger dieser Kommentare. Viele davon waren nicht nur abfällig, sondern überschritten deutlich die Grenzen der Legalität.
Milliarden, Millionen, steinreich: Diese ehemaligen GNTM-Models leben heute im Luxus
Das Social-Media-Team von ProSieben musste insgesamt 40.000 Kommentare ausblenden oder löschen. Allein am Finaltag von „Germany‘s Next Topmodel“ wurden 3.000 von 22.000 Kommentaren entfernt. Einige der besonders extremen Nachrichten wurden sogar bei der Staatsanwaltschaft München I zur Anzeige gebracht.
„Hat ein absurdes Level erreicht“: Hasskommentare zu GNTM fluten das Netz
„Die Menge an Hasskommentaren hat ein absurdes Level erreicht“, erklärt Unternehmenssprecherin Stefanie Rupp-Menedetter gegenüber DWDL und fügt hinzu: „Uns als Medienkonzern kommt da eine besondere Aufgabe zu und genau deshalb managen wir aktiv diese Accounts und bringen strafrechtliche Kommentare zur Anzeige. Solche Taten müssen auch Konsequenzen haben.“