„Die Stufe muss ich reparieren“, ist einer der am längsten laufenden Gags aus „Modern Family“ – und fast hätte es ihn gar nicht gegeben.
1. In „Der Grinch“ sollte der Grinch an der Tischdecke ziehen und dabei alles auf dem Tisch umwerfen. Jim Carrey hat diesen Trick jedoch aus Versehen fehlerfrei ausgeführt, und alle Sachen sind unbeschadet auf dem Tisch stehen geblieben.
Daraufhin hat Carrey improvisiert, und alles vom Tisch gerissen.
2. Einer der erschütterndsten Momente für Walt in „Breaking Bad“ war, als er Holly entführt und sie nach ihrer Mutter ruft.
Die Szene ist tatsächlich echt gewesen– die Kinderdarstellerin hat nach ihrer echten Mutter gerufen und Bryan Cranston hat einfach improvisiert. Die Autorin der Episode, Moira Walley-Beckett, sagte: „Das Außergewöhnliche war, dass Bryan sich darauf eingelassen hat. Es hat ihm das Herz gebrochen. Das war mehr, als ich mir beim Schreiben je hätte erhoffen können.“
3. Laut Audiokommentar zu „Scream“ wollte Skeet Ulrich Matthew Lillard nicht am Kopf treffen, als er das Telefon wirft – wegen des Kunstbluts an seinen Händen ist es jedoch abgerutscht.
Lillard hat daraufhin seinen legendären Satz improvisiert. Seine Reaktion war so gut, dass sie im Film gelassen wurde!
4. Joaquin Phoenix hat sich als Vorbereitung für seine Szene in der Gefängniszelle in „The Master“ mit wilden Tieren in Gefangenschaft auseinandergesetzt. Eine Toilette zu zertrümmern, ist nicht Teil des Drehbuchs gewesen – sondern Teil seines Ausrasters.
„Ich wollte das Ding nicht kaputtmachen“, so Phoenix. „Ich habe gar nicht gewusst, dass das geht.“
5. In „Plötzlich Prinzessin“ ist Mias Sturz von der Tribüne ein Versehen gewesen– Anne Hathaway ist wirklich gestürzt (die Tribüne war rutschig, weil es gerade geregnet hatte). Das Ganze hat aber so lustig ausgesehen, dass die Szene drin geblieben ist.
6. In „Stranger Things“ ist dieser mega witzige Moment, in dem Murray seine Eier fallen lässt und Jonathan ansieht, um anzüglich „oops“ zu sagen, ein glücklicher Zufall – Brett Gelman hat seine Eier wirklich versehentlich fallenlassen und einfach improvisiert.
7. Laut einer Geschichte, die Jane Russell in „Blonde Heat: The Sizzling Screen Career of Marilyn Monroe“ erzählt hat, sollte sie während „Ain‘t There Anyone Here for Love?“ in „Blondinen bevorzugt“ nicht in den Pool fallen.
Einer der Tänzer, Ed Fury, hat sie versehentlich mit seinem Fuß hineingestoßen. Er wurde daraufhin gefeuert, weil er versucht hat, sich als Co-Choreograf für den Fehler in der Szene auszugeben.
8. Die berühmte Szene in „Midnight Cowboy“, in der Rico seine Hände auf ein Taxi schlägt, das ihn fast überfährt, und „Ich laufe hier!“ schreit, war kompletter Zufall.
Es war nicht genug Budget da, um ein komplettes Set mit Statist:innen zu bauen, also hat man einen sogenannten „stolen shot“ gemacht– mit einer versteckten Kamera auf einer echten Straße.
An einer Stelle überqueren die Darsteller:innen die Straße – sie hatten den Dialog geprobt und zeitlich so abgestimmt, dass sie die Straße bei einer grünen Ampel überqueren konnten. Aber im ersten Shot ist ein Auto bei Rot über die Ampel gefahren und fast in die Darsteller:innen hereingefahren. Rico ist aber in seiner Rolle geblieben und hat geschrien: „Ich laufe hier!“
Sie haben den Film mit einem Statisten, der ein Auto gefahren hat, nachgedreht, um den Moment nachzustellen. Das ist wahrscheinlich die Aufnahme, die es am Ende in den Film geschafft hat, aber ohne diesen Beinahe-Unfall wäre sie gar nicht entstanden.
9. Auch einer der Running Gags aus „Modern Family“ ist aus Zufall entstanden – Ty Burrell ist tatsächlich gestolpert, als er in einer Szene der ersten Staffel die Treppe hinuntergeht.
Den Satz „Ich muss die Stufe reparieren!“ hat er spontan improvisiert. Der Stolperer und die darauf folgende Zeile sind daraufhin zu einem der am längsten laufenden Running Gags der Serie geworden.
10. Die „Rocky“-Trainingsszene, in der Rocky auf dem italienischen Markt eine Orange zugeworfen wird, hat sich ziemlich ähnlich abgespielt – der Passant hat ihn für einen echten Jogger gehalten und ihm eine Orange zugeworfen.
Sylvester Stallone hat sie gefangen und ist einfach weitergelaufen.
11. Dass Victoria Justice im Intro von „Victorious“ das Mikrofon nur so halb fängt, war nicht geplant – es war aber so ein richtig schöner, natürlicher Moment, dass er einfach so drin gelassen wurde.
12. In „Zoolander“ hatte Ben Stiller eigentlich seinen Text vergessen, nachdem JP Prewitt erklärt hatte, warum er männliche Models benutzt. Er hat also einfach seinen letzten Satz wiederholt.
David Duchovny, der Prewitt spielt, hat eine Antwort improvisiert und der Dialog zwischen den beiden hat es so in den Film geschafft.
13. Auch Dwaynes kultiger Satz „Baby, bitte!“ in „College Fieber“ ist zu Stande gekommen, weil Kadeem Hardison seinen Text vergessen hatte – eigentlich hat er Co-Star Jasmine Guy um Hilfe gebeten.
Und so wurde dieser Satz einer der am häufigsten zitierten der Serie!
14. Laut dem Dokumentarfilm „I Am Heath Ledger“ hat sich Heath Ledger in seiner Rolle als Joker in „The Dark Knight“ eigentlich so oft über seine Lippen geleckt, um zu verhindern, dass das Make-up und somit seine Prothesen im Gesicht verrutschen.
Dieser Move ist schließlich zu einem Teil seiner Figur geworden.
15. Die bewegende Szene in „House of the Dragon“, als Viserys seine Krone verliert und Daemon ihm hilft, war so nicht geplant – seine Krone ist wirklich heruntergefallen.
Matt Smith hat daraufhin improvisiert.
16. Darsteller Hank Azaria hat verraten, dass der Sturz von Robin Williams in „The Birdcage – Ein Paradies für schrille Vögel“ ein Versehen gewesen ist.
„Wenn man sich das kleine Stück Film noch einmal ansieht, sieht man mich und Robin lachen. Das ist eins dieser Dinge, die passieren, von denen man nie denkt, dass sie es in den Film schaffen. Aber ich war in der Szene so aufgewühlt – ich sollte eigentlich weinen – dass ich einfach so getan habe, als würde er mich noch mehr zum Weinen bringen. Aber eigentlich habe ich gelacht.“
Wenn du dir den Clip ansiehst, kannst du Williams in einem Satz danach sogar lachen hören.
17. In „Viel Rauch um nichts“ war der Hund, der Chongs Burrito frisst, ein echter Streuner, der einfach hergelaufen ist und den Burrito gefressen hat. Die Szene ist also nicht Teil des Drehbuchs gewesen.
18. Die Szene in „Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen“, in der Daniel sein Gesicht in eine Torte steckt, um nicht erkannt zu werden, war geplant.
Aber die Crew hat nicht geahnt, dass aufgrund der Hitze der Beleuchtung der Zuckerguss schmelzen und in Mrs. Sellners Tee fallen würde.
19. Der Drehbuchautor Robert Towne hat verraten, dass John Huston den Namen Gittes bei den Dreharbeiten zu „Chinatown“ wirklich falsch ausgesprochen hat.
Regisseur Roman Polanski hatte die Idee, die Szene so im Film zu lassen. „Das wollten sowohl Roman als auch Huston“, so Towne.
20. In „Clueless“ ist Alicia Silverstone auf die Idee gekommen, „Haitians“ etwas anders auszusprechen. Na ja, also fast. Sie hat nämlich wirklich gedacht, dass es so ausgesprochen wird.
Regisseurin Amy Heckerling fand das so lustig, dass sie Silverstone nicht auf diesen kleinen Fehler hingewiesen hat.
21. Und in „Schitt‘s Creek“ hat Catherine O‘Hara es „einen Scherz oder einen Fehler“ genannt, als sie das Wort „Baby“ zum ersten Mal als „bébé“ ausgesprochen hat.
Und so ist einer der lustigsten Witze der Serie entstanden!
22. In dem Film „1917“ sollte Schofield eigentlich nicht hinfallen – ein Statist ist mit ihm zusammengestoßen, weshalb er umgekippt ist.
Er ist wieder aufgestanden und einfach weitergelaufen. Drehbuchautorin Krysty Wilson-Cairns sagte, sie habe geschrien, als er hingefallen ist und es sei gewesen, „als würde man zusehen, wie sein Team beim Super Bowl ein Field Goal vergeigt“.
Als George MacKay aufgestanden ist, hat Regisseur Sam Mendes gerufen, dass man einfach weiter filmen solle „und daraus ist eine richtige Filmmagie entstanden, wie ich persönlich finde“, sagte Wilson-Cairns. „Ich bin natürlich etwas voreingenommen, aber es ist eine meiner Lieblingsszenen des Films.“
23. Die Szene in der Sitcom „Friends“, in der Chandler sich seinen Kopf an der Metallschublade anhaut (während er im Büro von Rachels Chef gefesselt ist), ist ein Unfall gewesen, und Jennifer Anistons Reaktion somit echt.
24. Lamorne Morris hat sich in einer Szene in „New Girl“, in der Winston und Schmidt sich so umkreisen, als wollten sie sich prügeln, tatsächlich den Zeh gestoßen.
Er und Max Greenfield haben eine richtig lustige Improvisation hingelegt, wobei Schmidt meint, dass er Schuld daran ist, dass Winstons Zeh weh tut.
25. Die berühmte Aufnahme von Daniel Craig als James Bond, der in „Casino Royale“ aus dem Wasser steigt, war so nicht geplant.
„Das ist total der Zufall gewesen“, sagte er. „Der Ort, an dem wir gedreht haben, vor den Bahamas, ist einer dieser Orte, an denen es eine Sandbank gibt, und die Sandbank ist einen Meter tief. Die Idee war, dass ich hineinschwimme und dann irgendwie davonschwimme, aber ich schwimme hinein und stehe auf. Und so ist diese Szene entstanden.“
26. Dass Calvin sich in „Django Unchained“ die Hand aufschneidet, war ein Versehen – DiCaprio hat sich tatsächlich geschnitten und die Szene trotz blutender Hand weitergespielt.
Die Szene wirkt dadurch noch schrecklicher und Calvins Kontrollverlust wird hervorgehoben.
27. Zu guter Letzt, habe ich hier eine Szene, die nicht aufgrund eines Fehlers vonseiten der Schauspieler:innen entstanden ist, die aber so cool ist, dass ich sie unbedingt in diesen Post mit aufnehmen musste.
Das Hakenkreuz in „Inglourious Basterds“ ist nur aus Versehen heruntergefallen, weil die Hitze des Feuers viel, viel stärker war als erwartet und somit das Kreuz zu Fall gebracht hat.
Hinweis: Einige Antworten wurden aus Gründen der Länge und/oder der Klarheit bearbeitet.
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Dieser Post von Hannah Marder wurde aus dem Englischen übersetzt.
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