XXL-Ausgabe sorgt für Überraschung

Adliges Erbe sorgt für „Bares für Rares“-Händlerstreit: „Jetzt ist es persönlich“

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Schauspieler August Wittgenstein präsentiert bei „Bares für Rares“ seine adeliges Erbe. Die Händler liefern sich daraufhin eine Bieterschlacht.

Schloss Drachenburg – Ein Hauch von Adel weht durch die Hallen der beliebten Trödel-Show „Bares für Rares“. Der bekannte Schauspieler August Wittgenstein (44), der durch seine Rollen in „Das Boot“ und „Ku‘damm 56“ Berühmtheit erlangte, sorgt in der XXL-Ausgabe der Sendung für Aufsehen. Mit im Gepäck: zwei exquisite Porzellanfiguren, die er bei Horst Lichter (62) zum Verkauf anbietet.

„Bares für Rares“- Händler begeistert: August Wittgenstein bringt adeliges Erbstück mit zu

Als Mitglied der adeligen Familie Sayn-Wittgenstein-Berleburg bringt August Wittgenstein zwei Porzellanfiguren der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) mit. Sie wurden einst bei festlichen Banketten aufgestellt und sind ein Erbe von Wittgensteins Vater, der sie von einer Tante erhielt, wie der Schauspieler Horst Lichter erklärt. Die Figuren, ein russischer Kaufmann und ein Tartar, sind Werke nach den Entwürfen von Friedrich Elias Meyer, einem renommierten Modellmeister der KPM. August Wittgenstein hofft auf bescheidene 800 Euro. Experte Colmar Schulte-Goltz schätzt den Wert der Porzellanfiguren aber deutlich höher. Die Expertise liegt bei 1.700-2.000 Euro.

Tennisschläger und Luxusauto: Das waren die teuersten Deals bei „Bares für Rares“

Ein originaler Holzdruck von Albrecht Dürers Gemälde „Marter der zehntausend Christen“ aus dem Jahr 1497 sorgte im Juni 2023 für großes Aufsehen. Die Verkäuferin erwarb das Bild in der Vergangenheit für 1.000 D-Mark. Bei „Bares für Rares“ wurde ihr das Kunstwerk schließlich für 4.300 Euro abgekauft.
Ein originaler Holzdruck von Albrecht Dürers Gemälde „Marter der zehntausend Christen“ aus dem Jahr 1497 sorgte im Juni 2023 für großes Aufsehen. Die Verkäuferin erwarb das Bild in der Vergangenheit für 1.000 D-Mark. Bei „Bares für Rares“ wurde ihr das Kunstwerk schließlich für 4.300 Euro abgekauft. © Screenshot YouTube (Bares für Rares – Folge vom 27. Juni 2023)
Im Februar 2024 wurde ein weiterer Holzdruck von Albrecht Dürer zum Verkauf angeboten. Dieses Mal ging es um das Werk „Die Darstellung im Tempel“ aus dem Jahr 1511. Händler Julian Schmitz-Avila erwarb das Exponat schließlich für 3.000 Euro.
Im Februar 2024 wurde ein weiterer Holzdruck von Albrecht Dürer zum Verkauf angeboten. Dieses Mal ging es um das Werk „Die Darstellung im Tempel“ aus dem Jahr 1511. Händler Julian Schmitz-Avila erwarb das Exponat schließlich für 3.000 Euro. © Screenshots YouTube (Bares für Rares – Folge vom 12. Februar 2024)
Das bisher älteste und eines der teuersten verkauften Exponate war ein knapp 4.000 Jahre altes babylonisches Rollsiegel. Für 1.200 Euro wechselte das seltene Objekt den Besitzer.
Das bisher älteste und eines der teuersten verkauften Exponate war ein knapp 4.000 Jahre altes babylonisches Rollsiegel. Für 1.200 Euro wechselte das seltene Objekt den Besitzer.  © Screenshot YouTube (Bares für Rares – Folge vom 24. März 2016)
Für 10.000 Euro verkaufte der ehemalige Tennisstar Boris Becker den Schläger seines letzten Wimbledon-Spiels. Später stellte sich jedoch heraus, dass Becker in der Show versehentlich den falschen Schläger veräußert hatte. Im Nachhinein soll dem Käufer noch das richtige Modell ausgehändigt worden sein.
Für 10.000 Euro verkaufte der ehemalige Tennisstar Boris Becker den Schläger seines letzten Wimbledon-Spiels. Später stellte sich jedoch heraus, dass Becker in der Show versehentlich den falschen Schläger veräußert hatte. Im Nachhinein soll dem Käufer noch das richtige Modell ausgehändigt worden sein. © Screenshot Dailymotion (Bares für Rares – 15. Juni 2017)
Ein BMW Isetta (Baujahr 1960) wurde in der Ausgabe vom 25. Mai 2018 für 18.000 Euro verkauft. Die Auktion war jedoch alles andere als gewöhnlich, denn sie fand per Telefon statt.
Ein BMW Isetta (Baujahr 1960) wurde in der Ausgabe vom 25. Mai 2018 für 18.000 Euro verkauft. Die Auktion war jedoch alles andere als gewöhnlich, denn sie fand per Telefon statt.  © Screenshots Dailymotion (Bares für Rares – Folge vom 25. Mai 2018)
Eine 10-Dukaten-Münze aus dem Heiligen Römischen Reich brachte einem Verkäufer eine stolze Summe von 25.000 Euro ein. Die geprägte Goldmünze wurde in der Ausgabe vom 28. Oktober 2016 gemeinsam von den Händlern Daniel Meyer und Fabian Kahl erworben.
Eine 10-Dukaten-Münze aus dem Heiligen Römischen Reich brachte einem Verkäufer eine stolze Summe von 25.000 Euro ein. Die geprägte Goldmünze wurde in der Ausgabe vom 28. Oktober 2016 gemeinsam von den Händlern Daniel Meyer und Fabian Kahl erworben. © Screenshot YouTube (Bares für Rares – Folge vom 28. Oktober 2016)
Für 29.000 Euro erwarb ein Händler eine sogenannte Kowsch – eine traditionelle Trinkkelle aus Russland. Katharina die Große überreichte diese einem Reiter-Hauptmann als Ehrengeschenk. Mit diesem Schmuckstück machte die Verkäuferin einen bemerkenswerten Gewinn: Sie selbst hatte das Stück für fünf Euro auf einem Flohmarkt erworben.
Für 29.000 Euro erwarb ein Händler eine sogenannte Kowsch – eine traditionelle Trinkkelle aus Russland. Katharina die Große überreichte diese einem Reiter-Hauptmann als Ehrengeschenk. Mit diesem Schmuckstück machte die Verkäuferin einen bemerkenswerten Gewinn: Sie selbst hatte das Stück für fünf Euro auf einem Flohmarkt erworben. © Screenshots YouTube (Bares für Rares - Folge vom 21. Juli 2021)
Eine Lithografie von Künstler Otto Mueller aus dem Jahr 1920 brachte einer Verkäuferin satte 30.500 Euro ein und zählt damit als die bisher teuerste verkaufte Grafik bei „Bares für Rares“.
Eine Lithografie von Künstler Otto Mueller aus dem Jahr 1920 brachte einer Verkäuferin satte 30.500 Euro ein und zählt damit als die bisher teuerste verkaufte Grafik bei „Bares für Rares“. © Screenshot YouTube (Bares für Rares – Folge vom 23. März 2021)
In der Ausgabe vom 29. März 2014 wurde ein Borgward Isabella Cabriolet (Baujahr 1961) zum Verkauf angeboten. „Bares für Rares“-Händler Wolfgang Pauritsch erwarb den Wagen für 35.000 Euro. Das Automobil war für fünf Jahre das teuerste verkaufte Objekt in der Sendung.
In der Ausgabe vom 29. März 2014 wurde ein Borgward Isabella Cabriolet (Baujahr 1961) zum Verkauf angeboten. „Bares für Rares“-Händler Wolfgang Pauritsch erwarb den Wagen für 35.000 Euro. Das Automobil war für fünf Jahre das teuerste verkaufte Objekt in der Sendung. © Screenshots YouTube (Bares für Rares - Ausgabe vom 29. März 2014)
Am 20. Dezember 2023 ereignete sich der bisher zweitteuerste Verkauf in der Geschichte von „Bares für Rares“: Zwei handbemalte Porzellanteller aus dem „Service des Départements“ der französischen Staatsmanufaktur Sèvres wurden von Händler Fabian Kahl zu einem stolzen Preis von 36.000 Euro erworben.
Am 20. Dezember 2023 ereignete sich der bisher zweitteuerste Verkauf in der Geschichte von „Bares für Rares“: Zwei handbemalte Porzellanteller aus dem „Service des Départements“ der französischen Staatsmanufaktur Sèvres wurden von Händler Fabian Kahl zu einem stolzen Preis von 36.000 Euro erworben. © Screenshots YouTube (Bares für Rares – Folge vom 20. Dezember 2023)
Das bisher höchste Gebot, welches schließlich auch zum Verkauf führte, wurde in der Ausgabe vom 22. Mai 2019 abgegeben: „Bares für Rares“-Händlerin Susanne Steiger erwarb ein sogenanntes Pektorale mit einem angeblichen Holzsplitter vom Kreuz Jesu für unglaubliche 42.000 Euro.
In der Ausgabe vom 22. Mai 2019 abgegeben wurde dann ein Rekord gebrochen: „Bares für Rares“-Händlerin Susanne Steiger erwarb ein sogenanntes Pektorale mit einem angeblichen Holzsplitter vom Kreuz Jesu für unglaubliche 42.000 Euro. Lange war das Objekt der teuerste BfR-Kauf... © Screenshots YouTube (Bares für Rares - Folge vom 22. Mai 2019)
In der XXL-Sommerausgabe von „Bares für Rares“ wurde 2024 dann dieser Rekord abermals gebrochen: Den roten Jaguar E-Type Coupé (Baujahr 1968) konnte sich Julian Schmitz-Avila für insgesamt 60.000 Euro sichern.
In der XXL-Sommerausgabe von „Bares für Rares“ wurde 2024 dann dieser Rekord abermals gebrochen: Den roten Jaguar E-Type Coupé (Baujahr 1968) konnte sich Julian Schmitz-Avila für insgesamt 60.000 Euro sichern. © Screenshot/Bares für Rares XXL

Beim Anblick der beiden Figuren bekommen die „Bares für Rares“-Händler schnell große Augen. „Ich finde es beeindruckend, dass da einfach alles ganz ist. Alle Details. Was immer ab ist, sind die Finger oder die Federchen“, schwärmt Händler Sarah Schreiber von dem makellosen Zustand der beiden Figuren. Die Gebote steigen schnell in den vierstelligen Bereich. Bei 1.700 Euro wird Schreiber dann langsam ungeduldig. „Jetzt ist es persönlich“, so die Auktionatorin. Doch der Bieterkampf ist noch nicht vorbei.

Für den guten Zweck: August Wittgenstein spendet seinen „Bares für Rares“-Erlös

Den Zuschlag bekommt schließlich David Suppe und bezahlt August Wittgenstein 2.600 Euro für die beiden Porzellanfiguen – ein Gebot weit über den von Wittgenstein erhofften 800 Euro. Mit einem breiten Grinsen verlässt der Schauspieler den „Bares für Rares“-Bieterraum. Mit einer solchen Summe hat er nicht gerechnet. Das Geld wird er aber natürlich nicht behalten. „Ich spende die Summe der DKMS.“ Die DKMS ist die Deutsche Knochenmarkspenderdatei.

Royaler Besuch bei „Bares für Rares“: Schauspieler August Wittgenstein verkauft adelige Erbstücke

Apropos: „Reise nach Jerusalem“ mit einem Design-Klassiker der 70er-Jahre: Die „Bares für Rares“-Händler waren derart in Fahrt, dass sich einer sogar selbst überbot. Horst Lichter wurde derweil Opfer eines Experten-Scherzes. Verwendete Quellen: ZDF/Bares für Rares XXL – Folge vom 9. April 2025

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