Deutliche Worte: Ruth Moschner rechnet nach Lügen-Skandal mit Gil Ofarim ab
Gil Ofarim hat zugegeben, das Leipziger Westin-Hotel zu Unrecht des Antisemitismus beschuldigt zu haben – das sorgt auch bei Ruth Moschner für Unverständnis.
Update vom 1. Dezember 2023: München – Ruth Moschner (47) ist empört: Vor rund zwei Jahren zählte sie zu den Prominenten, die sich überaus deutlich mit Gil Ofarim (41) solidarisiert hatten. Nun, wenige Tage nach seinem Geständnis, wendet sie sich bei Instagram einmal mehr an die Öffentlichkeit und ordnet das Geschehen neu ein.
„Dass jemand wie Gil Ofarim Antisemitismus-Vorwürfe als Rache, Machtausübung oder was auch immer benutzt, ist unvorstellbar für mich gewesen und ist auch heute nicht nachvollziehbar“, so Ruth Moschner in ihrem Social-Media-Beitrag am Donnerstag (30. November). Weiter heißt es: „Man kann nur hoffen, dass er sich Hilfe sucht, um zu verstehen, was er damit anderen angetan hat.“
Ruth Moschner, die selbst einen jüdischen Familienhintergrund hat, hofft zudem, „dass nach Gil Ofarims Geständnis das Ganze keine Eigendynamik entwickelt, was die Bedrohung von jüdischen Menschen angeht“. Sie werde „auch weiterhin Betroffenen Glauben schenken, denn nur weil eine prominente Person gelogen hat, heißt das noch lange nicht, dass andere das auch tun“, verspricht die ProSieben-Berühmtheit.
„Beschämend“: Promis über Gil Ofarims Schuldeingeständnis fassungslos
Erstmeldung vom 29. November 2023: Leipzig – Als Gil Ofarim im Oktober 2021 ein Video auf Social Media veröffentlichte, löste er damit eine Welle der Empörung aus. Im Clip beschuldigte der Sänger einen Angestellten des Leipziger Hotels The Westin, ihn aufgefordert zu haben, seine Davidstern-Kette abzulegen – andernfalls werde er nicht bedient. Das Hotel und der entsprechende Mitarbeiter verwehrten sich von Anfang an gegen den Vorwurf des Antisemitismus. Der Fall ging vor Gericht und nun musste auch Ofarim zugeben, dass er sich die Geschichte nur ausgedacht hatte. Für viele seiner Promi-Kollegen ist das eine schlimme Enttäuschung, denn immerhin hatten sie sich nach Bekanntwerden des angeblichen Vorfalls öffentlich hinter den Musiker gestellt.
Schauspielerin und Schriftstellerin Susan Sideropoulos (43), die ebenso wie Gil Ofarim jüdischen Glaubens ist, erklärte im Interview mit bild.de unter anderem, dass das Geständnis ihres Kollegen eine herbe Enttäuschung für sie gewesen sei. „Für meine Realität ist es so weit weg, dass jemand in so einem Fall die Unwahrheit sagen könnte, daher bereue ich es auch nicht, dass ich am Anfang dem augenscheinlichen Opfer geglaubt habe“, betont sie.
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„Es ist unglaublich traurig und beschämend, dass es Menschen gibt, die große Missstände und Leidthemen – wie Antisemitismus, Rassismus und Unterdrückung in jeglicher Form – ausnutzen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Dadurch verlieren die Opfer bei echten Vorfällen ihre Glaubwürdigkeit, und das darf nicht passieren“, so Sideropoulos im Interview.
Nach Geständnis: Gil Ofarim hat mit seiner Lüge die Solidarität seiner Kollegen verspielt
Auch Alessandra Meyer-Wölden (45) kann nicht verstehen, weshalb Gil Ofarim bei so einem wichtigen Thema log. Die Ex-Frau von Oliver Pocher (45) bemerkt: „In diesen schwierigen Zeiten existiert echter und abscheulicher Antisemitismus in Deutschland, weltweit, in den sozialen Medien, in Schulen und auf Sportplätzen.“ Daher findet sie auch: „Wenn jemand sagt, er wurde antisemitisch beleidigt, muss ich das ernst nehmen und ihm beiseite stehen. Genau deswegen, ist es ja so enttäuschend. Ich kenne Gil schon länger und bin menschlich enttäuscht von ihm.“
Gil Ofarim hat zugegeben, das Leipziger Westin-Hotel zu Unrecht des Antisemitismus beschuldigt zu haben. Seine Kollegen beziehen jetzt Stellung zur dreisten Lüge des Sängers.
Reality-Star Julian F.M. Stoeckel (36) sieht das ähnlich: „Natürlich bin ich maßlos darüber enttäuscht und entsetzt, dass man als Person des öffentlichen Lebens, wo man eine Vorbild-Funktion hat, ein derartig schweres Thema zu einer perfiden Instagram-Story nutzt. Ich bin eigentlich mehr als schockiert.“ Auch Oliver Pocher rechnete öffentlich mit Gil Ofarim ab. Verwendete Quellen: bild.de