Der TV-Star im Porträt

Alle Informationen zur Moderatorin des „ZDF-Fernsehgarten“ Andrea Kiewel im Überblick

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Seit mehr als 20 Jahren führt Andrea Kiewel durch den „ZDF-Fernsehgarten“. Doch wie schaffte es die Moderatorin vor die Kamera? Und wie tickt „Kiwi“ privat?

Frankfurt – Andrea Kiewel gilt als Aushängeschild des „ZDF-Fernsehgarten“: Im Sommer 2000 begrüßte sie die Zuschauer der TV-Show zum ersten Mal am Mainzer Lerchenberg. Seitdem hat sich die Moderatorin, die auch unter dem Spitznamen „Kiwi“ bekannt ist, zu einem echten Publikumsliebling gemausert – und gilt seit über 20 Jahren als fester Bestandteil des Live-Formats. Hier gibt es alle Informationen zur Karriere und zum Privatleben der Fernsehstars.

NameAndrea Kiewel
Geburtstag10.06.1965
GeburtsortBerlin
WohnortFrankfurt/Tel-Aviv
StaatsangehörigkeitDeutsch
Größe1,78 m
Familienstandgeschieden/liiert
Kinderzwei Söhne

Andrea Kiewel als Kind: Sportlicher Erfolg als DDR-Nationalschwimmerin

Andrea Kiewel wurde am 10. Juni 1965 unter dem Namen Andrea Mathyssek in Ost-Berlin geboren. Bereits kurz nach ihrer Einschulung wurde ihr Talent fürs Schwimmen entdeckt, sodass die heutige Moderatorin an der Kinder- und Jugendsportschule Werner Seelenbinder in Berlin-Alt-Hohenschönhausen angemeldet wurde. Als aktives Mitglied des SC Dynamo Berlin galt sie in den 1980er Jahren als Nachwuchstalent der Jugend-Schwimm-Nationalmannschaft der DDR. 

Bevor Moderatorin Andrea Kiewel beim „ZDF-Fernsehgarten“ zum Publikumsliebling wurde, begeisterte sie in ihrer Schulzeit mit sportlichem Talent. Als Schwimmerin gewann sie mit der Freistil-Staffel sogar die DDR-Meisterschaften 1982.

1979 gewann Andrea Kiewel dann mit der 4×100-m-Lagen-Staffel des SC Dynamo Berlin die „Spartakiade“ – ein Wettbewerb, der in seiner Gestalt den Bundesjugendspielen ähnelte. Diesen Erfolg krönte die junge Sportlerin 1982 sogar noch, indem sie bei den DDR-Meisterschaften mit der Freistil-Staffel den Titel holte.

Vom Becken ans Lehrerpult: Andrea Kiewels erste Berufsjahre

Nachdem Andrea Kiewel ihr Abitur erfolgreich bestanden hatte, besuchte sie das Institut für Lehrerbildung Clara Zetkin in Berlin. Im Rahmen ihres Lehramtsstudiums entschied sich die heutige Moderatorin dabei für die Schwerpunkte Sport und Deutsch. Anschließend unterrichtete sie von 1988 bis 1991 als Unterstufenlehrerin in Berlin-Hellersdorf.

Nach ihrem Abitur entschied sich Andrea Kiewel zunächst für den Lehrerberuf. Den Drang, vor einem Publikum auf der Bühne zu stehen, verspürte die heutige Moderatorin aber schon als Kind: Sie wollte Schlagersängerin werden.

In den Sommerferien ging Andrea Kiewel währenddessen weiter ihrer Leidenschaft fürs Schwimmen nach und arbeitete sowohl 1989 als auch 1990 als Rettungsschwimmerin auf der Ostseeinsel Usedom. Neben ihrer sportlichen Faszination zog es die geborene Berlinerin bereits im Kindesalter auf die Bühne: Für ihre Zukunft hegte sie den Wunsch, Schlagersängerin zu werden.

Medien statt Schwimmen: Andrea Kiewel träumt vom Fernsehen

Im Laufe der Jahre interessierte sich Andrea Kiewel immer mehr für die Medienwelt und strebte eine Karriere als Reporterin an. Im Juli 1990 stand sie das erste Mal für das DDR-Staatsfernsehen Deutscher Fernsehfunk vor der Kamera. Obwohl der TV-Sender wenige Monate nach der Wende eingestellt worden war, hielt die Blondine an ihren Moderationsplänen fest und führte schließlich beim Fernsehen aus Berlin (FAB) durch die Sendung „Fenster aus Berlin“.

Von 1993 bis 2000 gehörte Andrea Kiewel zum Moderationsteam des „Sat.1-Frühstücksfernsehen“. Dadurch wurde sie in Deutschland immer bekannter.

Ab 1993 nahm Andrea Kiewels Fernsehkarriere munter Fahrt auf: Insgesamt sieben Jahre präsentierte sie das Sat.1-Morgenmagazin „Sat.1-Frühstücksfernsehen“ und wurde in Deutschland zunehmend bekannter. Zwischendurch war sie außerdem in der ProSieben-Esoterikshow „Talk X“ zu sehen.

Andrea Kiewel und der „ZDF-Fernsehgarten“ – eine Erfolgsgeschichte

Zur Jahrtausendwende wechselte Andrea Kiewel vom Privatfernsehen zu den öffentlich-rechtlichen Sendern. Dort schlüpfte sie 2000 erstmals in ihre heutige Paraderolle als Gastgeberin des „ZDF-Fernsehgarten“. Seit 1986 lockt die Unterhaltungsshow im Sommer jeden Sonntagmittag ein treues Publikum vor die Bildschirme. Das aufgeweckte Gemüt der Moderatorin passt dabei perfekt zum bunten Mix aus Schlager, Entertainment und Alltagsthemen. Dafür heimste die TV-Bekanntheit bereits einige Preise ein:

  • 2006: Goldene Henne für die Kategorie „Fernsehen“
  • 2009: Goldene Henne für die Kategorie „Leserpreis Moderation“
  • 2021: Deutscher Fernsehpreis für die Kategorie „Beste Moderation/Einzelleistung Unterhaltung“

Der „ZDF-Fernsehgarten“ ist jedoch nicht die einzige Sendung, in der Andrea Kiewel die Zuschauer begrüßt. Von 2004 bis 2013 war die Moderatorin auch in den jährlich stattfindenden Jahreszeiten-Shows „Die Frühlingsshow“, „Die Herbstshow“ und „Die Adventsshow“ zu sehen. Seit 2013 läutet Kiwi in dem ZDF-Format „Willkommen 20XX am Brandenburger Tor“ zudem alljährlich den Silvester-Countdown ein und berichtet seit 2014 zusätzlich vom „ZDF-Fernsehgarten on Tour“.

Vorwurf der Schleichwerbung: TV-Auszeit für Andrea Kiewel

2007 sah sich Andrea Kiewel mit dem größten Skandal ihrer Karriere konfrontiert: Im Rahmen eines bestehenden PR-Vertrages mit dem Diät-Unternehmen „Weight Watchers“ hatte die Moderatorin rechtswidrige Schleichwerbung in ihren Fernsehauftritten betrieben. Berichten zufolge habe sie dafür jährlich mindestens fünfstellige Summen sowie Erste-Klasse-Reisen erhalten. In diesem Zusammenhang blieb besonders ihr Interview aus der Talkshow mit Johannes B. Kerner in Erinnerung: Sie nannte „Weight Watchers“ so oft beim Namen, dass ihr prominenter Gesprächspartner bereits eine Zusammenarbeit vermutete.

Wegen ihrer Schleichwerbung für „Weight Watchers“ trennte sich das ZDF von Andrea Kiewel: 2008 durfte der TV-Star den „ZDF-Fernsehgarten“ nicht moderieren.

Sowohl das ZDF als auch der MDR lösten daraufhin Ende 2007 sämtliche Verträge mit Andrea Kiewel auf. In der Quizshow „Gut zu wissen“ rehabilitierte die TV-Bekanntheit im Oktober 2008 ihr Image jedoch, indem sie Spenden für die Welthungerhilfe sammelte. Noch im selben Jahr war sie für das Silvesterspecial „ZDF-Hitparty“ wieder im Fernsehen zu sehen. 2009 feierte Kiwi dann ihr Comeback im „ZDF-Fernsehgarten“ und wurde dort von den Zuschauern mit offenen Armen empfangen.

Nicht nur Fan-Liebe: Kritische Stimmen rund um die Moderatorin

Als Moderatorin des „ZDF-Fernsehgarten“ muss sich Andrea Kiewel immer wieder Kritik gefallen lassen. Während die Zuschauer ihre gute Laune feiern, überschreitet die TV-Gastgeberin für einige Journalisten eine Grenze des guten Geschmacks. Ihre aufgedrehte Art wäre zu aufgesetzt und ihre Moderation zu hektisch. In einem Punkt sind sich Publikum und Rezensenten jedoch einig: Für eine gelungene Show geht Kiwi stets ans Limit.

Andrea Kiewels aufgeweckte Moderation des „ZDF-Fernsehgarten“ kommt nicht bei allen gut an. Das Publikum liebt die Blondine jedoch für ihre lebensfrohe Art.

Auch Andrea Kiewels Kindheit in der DDR wird immer wieder thematisiert. Sie selbst versucht ihre Vergangenheit dabei kritisch zu hinterfragen: Obwohl ihr Vater in der Protokollabteilung des Staatsrates arbeitete, sei sie sich der Machenschaften der Stasi nicht bewusst gewesen. Als Teil der Jugendschwimm-Nationalmannschaft bereiste die ehemalige Leistungssportlerin ganz Europa und bezeichnete sich in einem Welt-Interview als „Diplomatin im Trainingsanzug.“ Erst während ihrer Zeit an der Ostsee habe sie den Unrechtscharakter der DDR erkannt.

Andrea Kiewel hinter der Kamera: Sie schützt ihr Privatleben

Mit Einblicken in ihr Liebesleben hält sich Andrea Kiewel seit Beginn ihrer Karriere bedeckt. Im Alter von 19 Jahren heiratete die Moderatorin das erste Mal und brachte 1986 Sohn Max zur Welt. Mit 34 Jahren trat sie wieder vor den Traualtar, doch auch diese Beziehung ging in die Brüche. 2001 machte Sohn Johnny den TV-Star zur zweifachen Mutter: Mit dem Vater des Kindes, Regisseur Theo Naumann, führte Kiwi von 2004 bis 2007 eine dreijährige Ehe. 2012 verunglückte Naumann tödlich bei einem Motorradunfall.

Mittlerweile ist Andrea Kiewel wieder glücklich vergeben. Ihr aktueller Partner soll aus Israel stammen, weshalb die Blondine zwischen Frankfurt und Tel-Aviv pendelt. Laut eines Bild-Berichts soll Kiwi satte 16.000 Euro pro Ausgabe des „ZDF-Fernsehgarten“ verdienen, womit ihr Vermögen pro Staffel um etwa 300.000 Euro wächst. Trotzdem hat sie sich ein zweites Standbein aufgebaut: Seit 2005 arbeitet sie als Kolumnistin für die Zeitschrift „SUPERillu“ und hat als Autorin bislang zwei Bücher veröffentlicht.

Rubriklistenbild: © Sascha Baumann

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