- VonLena Zschirpeschließen
Die ARD hat Pläne für das TV-Programm, die wochenlang Auswirkungen haben könnten. Grund für die Umstellung ist das Ampel-Aus.
Dortmund – Seit dem Ampel-Aus am Mittwoch (6. November) ist die politische Lage in Deutschland mindestens als spannend zu bezeichnen. Auch TV-Sender reagieren auf die Ereignisse, RTL hat etwa das Programm kurzfristig umgestellt. Die ARD könnte nun wochenlang Änderungen bei Sendeplänen vornehmen.
ARD plant wochenlange Änderung im TV-Programm
Bis zu möglichen Neuwahlen in Deutschland dauert es voraussichtlich noch. Das bedeutet, dass die politische Lage auch weiterhin besonders berichtenswert bleiben dürfte. Die Politik-Talkshows der öffentlich-rechtlichen Sender reagieren in der Regel kurzfristig auf aktuelle Geschehnisse und setzen ihre Themen und eingeladenen Gäste entsprechend an.
Planmäßig gehen die Sendungen allerdings im Dezember bis Ende Januar in die Winterpause. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will die Vertrauensfrage am 15. Januar 2025 stellen. Die Talkshows könnten somit eine Chance zu verpassen. Nach aktuellen Stand (8. November) kehren die Shows an folgenden Terminen aus der Winterpause zurück, wie DWDL in Berufung auf die ARD weiß:
- „Hart aber fair“ am 20. Januar
- „Maischberger“ am 22. Januar
- „Caren Miosga“ am 26. Januar
Politik-Talkshows in der ARD: TV-Sender verhandelt mit Produktionsfirmen
Wie DWDL berichtet, könne man „davon ausgehen, dass die Weihnachtspausen gekürzt werden, heißt es hinter vorgehaltener Hand bei der ARD.“ Genaue Termine oder Auswirkungen der möglichen Pausen-Kürzungen stehen allerdings noch nicht fest.
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Allerdings muss der TV-Sender sich wohl zeitnah festlegen, denn die Politik-Talks werden nicht von der ARD selbst, sondern von externen Firmen produziert. Diese brauchen Planungssicherheit. Laut DWDL ist eine Entscheidung der ARD beziehungsweise der Programmdirektorin Christine Strobl notwendig.
„Angesichts der politischen Situation prüfen wir aktuell genau, wie wir programmlich mit Sondersendungen und Sonderausgaben auf die Ereignisse am besten reagieren können“, so ARD-Chefredakteur Oliver Köhr gegenüber dem Branchenmagazin. Bei dieser Prüfung sei auch die mögliche Verkürzung der Weihnachtspausen mit inbegriffen.