„Bergretter“ Sebastian Ströbel muss Dreh abbrechen: „Meine Zehen waren taub“

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Sebastian Ströbel spielt die Rolle des Markus Kofler in „Die Bergretter“.
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In der Rolle des „Bergretter“-Chefs Markus Kofler ist Schauspieler Sebastian Ströbel heikle Situationen gewohnt. Er musste aber auch schon einen Dreh abbrechen.

Dortmund – Gerade erst ist die neueste Staffel von „Die Bergretter“ im ZDF vorbei. Doch Hauptdarsteller Sebastian Ströbel ist am 20. und 21. Dezember weiterhin bei dem TV-Sender zu sehen. In der Doku „Sebastian Ströbel – Meine Alpen“ erfüllt der „Bergretter“ sich einen großen Traum.

„Bergretter“ Sebastian Ströbel muss Dreh abbrechen: „Meine Zehen waren taub“

Und die Dreharbeiten zu Ströbel Alpen-Überquerung hatten es offenbar in sich. Im aktuellen Interview mit Bild plaudert der „Bergretter“-Chef über teils extreme Bedingungen bei den Aufnahmen (mehr TV-News bei RUHR24 lesen).

Körperlichen Einsatz dürfte Sebastian Ströbel auch von der erfolgreichen ZDF-Serie gewohnt sein. Bei den Bergrettern kommt es öfter zu brenzligen Situationen – nicht selten müssen die Rettungskräfte sich vom Helikopter abseilen oder steile Felswände bezwingen. Beim Dreh für „Sebastian Ströbel – Meine Alpen“ war es allerdings das extreme Wetter, dass den Schauspieler letztendlich in die Knie zwang.

ZDF zeigt neue Doku mit Sebastian Ströbel: „Bergretter“ muss den Dreh abbrechen

Schon die Grundbedingungen waren außergewöhnlich: Während eines Schneesturms sollte Ströbel in einem Eisloch auf einem Dachsteingletscher übernachten. „Da wollten wir mit einem Not-Biwak simulieren, was passiert, wenn man in solch eine Situation gerät und keinen Unterschlupf findet“, erklärt der Schauspieler im Interview. „Dementsprechend haben wir auch auf einen Schlafsack verzichtet und ein Loch in den Schnee gegraben, in dem wir schlafen wollten.“

Erholsam schlafen konnte Ströbel in seiner Notunterkunft allerdings nicht. Der Schauspieler musste den Dreh unter diesen Umständen für das ZDF sogar abbrechen. „Weil mir klar wurde, dass die Gesundheitsgefahr zu groß ist“, verrät er.

Video: „Die Bergretter“ im ZDF – seit 2009 auf gefährlicher Mission

Der Griff zum Schlafsack blieb am Ende offenbar unumgänglich. „Denn meine Zehen waren taub“, erklärt Ströbel. Und weiter: „Die Füße habe ich bis zum Ende der Dreharbeiten drei Tage lang nicht mehr warm bekommen.“ Der Schauspieler spricht sogar von einer „Vorstufe des Erfrierens.“

Über weitere Langzeitfolgen plagt Ströbel allerdings nicht. Durch die Dreharbeiten für die „Bergretter“ sei er vieles gewohnt – auch extreme Höhen. Ein Sprung in eine Gletscherspalte konnte den Schauspieler offenbar nicht schocken. „Durch die „Bergretter“ hatte ich da schon einige Erfahrungen. Ich weiß, wie ich falle und stürze, schau mir alles genau an“, so Ströbel.

„Sebastian Ströbel – Meine Alpen“ ist am 20. und 21. Dezember um je 22.15 Uhr im ZDF zu sehen. In der Mediathek kann man den Zweiteiler bereits anschauen.

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