VonMalin Annika Miechowskischließen
Bei „Der Bergdoktor“ gilt es in Folge 7 einen Serientod zu verkraften. Im Fokus dabei steht auch die Diagnose einer Patientin mit dem Stiff-Person-Syndrom.
Dortmund – Die Folge 7 der 17. Staffel „Der Bergdoktor“ hält mit einem Serientod einige Spannung für die Zuschauer parat. Dazu sind die Symptome einer Patientin von Dr. Martin Gruber (gespielt von Hans Sigl) zunächst ein Rätsel für den Arzt. Die entscheidende Diagnose dürfte einige Zuschauer an die Sängerin Céline Dion erinnern.
„Der Bergdoktor“ Staffel 17: Fatale Diagnose in Folge 7 traf bereits Céline Dion
Kurz vor dem Finale von Staffel 17 bei „Der Bergdoktor“ erinnert die ZDF-Serie fast schon an einen Krimi mit der Episode „Zerreißprobe“, die am 29. Februar um 20.15 Uhr im TV läuft. Eigentlich will Forstwirtin Kim Sattler (gespielt von Isabell Polak) ihrem bewusstlosen Kollegen in seinem Fahrzeug während Baumarbeiten helfen, doch nach dessen Tod kommt es für die zweifache Mutter noch schlimmer durch die Diagnose Stiff-Person-Syndrom.
Wie in Folge 7 von „Der Bergdoktor“ im ZDF beschrieben, handelt es sich dabei um eine Autoimmunerkrankung, bei der sich der Körper selbst angreift. Das bestätigt die Deutsche Hirnstiftung auf ihrer Homepage. Demnach sei die Diagnose chronisch und mit einer Erkrankung pro eine Million Einwohner pro Jahr äußerst selten.
Dramatische Diagnose bei „Der Bergdoktor“: Patientin erkrankt am Stiff-Person-Syndrom
Bei der Patientin von Dr. Martin Gruber in der beliebten ZDF-Sendung ist das Stiff-Person-Syndrom zwar unheilbar, doch komplett ausgeschlossen ist eine Besserung nicht. Eine „Spontanheilung“ beim Stiff-Person-Syndrom ist laut der Deutschen Hirnstiftung allerdings „selten“.
Behandeln lässt sich die Krankheit „mit einer dauerhaften medikamentösen Therapie“, wie der NDR erklärt, macht aber auch deutlich, dass es „Rückfälle und eine Verschlechterung der Symptome geben“ kann.
Bei der ZDF-Serie „Der Bergdoktor“ spürt Patientin Kim Sattler die Symptome vor allem in den Beinen in Form von sich versteifenden Muskeln und Krämpfen. Die Deutsche Hirnstiftung erklärt zudem, dass „das Krankheitsbild kann vielgestaltig und im Verlauf wechselnd auftreten“ kann.
Stiff-Person-Syndrom bei „Der Bergdoktor“: Auch Céline Dion lebt mit der Krankheit
Dadurch sind etwa Stürze, wie bei Forstwirtin Kim Sattler, die aus einem Arbeitsfahrzeug fällt, nicht ausgeschlossen. Erkrankte reagieren außerdem sehr empfindlich auf „äußere Reize“, wozu etwa Berührungen, Kälte, Wärme und Geräusche gehören. Die Experten nennen zusätzlich „episodisch auftretende vegetative Störungen wie Schwitzen oder beschleunigter Herzschlag“ als Symptom (weitere aktuelle TV-News zu „Der Bergdoktor“ bei RUHR24).
Obwohl das Stiff-Person-Syndrom in der ZDF-Serie bei einer zweifachen Mutter auftritt, kann die Erkrankung auch Personen im Alter zwischen einem Jahr und 81 Jahren ereilen. Das mittlere Erkrankungsalter soll bei 46 Jahren liegen. Sängerin Céline Dion hat ihre Erkrankung mit über 50 Jahren öffentlich gemacht.
Sängerin Céline Dion überrascht mit Auftritt nach Diagnose „Stiff-Person-Syndrom“
„Ich muss schon lange mit gesundheitlichen Problemen umgehen“, zitiert das New Yorker Magazin The Cut die Sängerin. Demnach beeinflussen vor allem die Krämpfe das tägliche Leben der heute 55-Jährigen. Umso überraschender war ihr Auftritt bei der Grammy-Verleihung im Februar 2024. Denn durch ihre Krankheit könnte sich jeder Sturz negativ auf den weiteren Verlauf auswirken.
Auch Konzerte, bei denen Stress und die Beanspruchung der Stimmbänder als Muskeln eine Rolle spielt, könnten eine zusätzliche Verschlechterung mit sich bringen. „Sie arbeitet hart, hat aber keine Kontrolle über ihre Muskeln“, zitierte das Portal Le Journal de Montréal die Schwester der Sängerin. Daher wurden die zunächst auf 2024 verschobenen Live-Shows im vergangenen Jahr endgültig abgesagt. Komplett aufgeben will sie sich aber nicht und plant sogar, ihr Leben mit der Krankheit zu dokumentieren.
Ähnlich ist es auch bei der Figur Kim Sattler in Folge 7 von „Der Bergdoktor“ im ZDF. Aufgrund ihrer Einschränkungen in der Motorik und daraus entstehenden Schmerzen kann die Forstwirtin die Firma, bei der sie angestellt ist, nicht alleine übernehmen und benötigt dafür Unterstützung, da ungewollte Bewegungen ihren Zustand verschlimmern könnten.

