VonMalin Annika Miechowskischließen
In „Der Bergdoktor“ tappt Dr. Martin Gruber bei seiner Patientin aus Folge 4 erst im Dunkeln. Dabei dürften bestimmte Symptome bereits Aufschluss geben.
Dortmund – Die Staffel 17 der ZDF-Serie „Der Bergdoktor“ bietet den Zuschauern neben einer privaten Liebesgeschichte von Dr. Martin Gruber auch wieder spannende Notfälle, um die sich der Mediziner gemeinsam mit seinen Kollegen aus der Klinik kümmern muss. Wie realitätsnah seine Diagnosen aus der kürzlich gezeigten Folge 4 und der Weg dorthin sind, erklärt eine wahrhaftige Ärztin.
Ist „Der Bergdoktor“ im ZDF realistisch? Expertin erklärt Diagnose-Chaos
Die Arbeit als Schneiderin wird für Silke Hübner (gespielt von Katja Weitzenböck) in Folge 4 der ZDF-Serie „Der Bergdoktor“ immer mehr zur Qual: Sie scheint die Kontrolle über ihre Hände zu verlieren, da sich die Gliedmaßen taub anfühlen. Nachdem Dr. Martin Gruber zunächst Multiple Sklerose als Erkrankung in Betracht zieht, bringen ihn die Sehstörungen letztendlich zur sogenannten funikulären Myelose. Dabei sind die beiden Diagnosen gar nicht so ähnlich, wie man denken könnte.
„Die Erkrankungen sind grundsätzlich deutlich verschieden“, stellt Prof. Dr. Dr. Corinna Seliger-Behme vom Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum gegenüber RUHR24 klar. Trotzdem macht sie auch deutlich, dass es gewisse Parallelen geben kann. Demnach „können einzelne Symptome durchaus ähnlich sein“. Daher müsse es „eine weiterführende Diagnostik“ geben.
„Der Bergdoktor“ im ZDF: Expertin überprüft Diagnose von Dr. Martin Gruber
In Folge 4 der ZDF-Serie „Der Bergdoktor“ hat Dr. Martin Gruber seine Patientin bereits mit der Diagnose Multiple Sklerose (MS) konfrontiert, bevor das Ärzte-Team durch einen Vitamin-B12-Mangel auf die funikulären Myelose kommt. Dass die Krankheit durch einen solchen Mangel entsteht, ist allerdings nur bei etwa 5 Prozent der Menschen der Fall, erklärt die Deutsche Hirnstiftung online.
Dr. Martin Gruber erklärt seiner Patientin daraufhin, dass die Krankheit bei ihr „nicht heilbar“ sei, aber sie durch die Zufuhr des fehlenden Stoffes „ein ganz normales Leben führen kann“. Da Silke Hübner schon mehrere Jahre lang einen Mangel an Vitamin B-12 hat, ist es nicht ausgeschlossen, dass die Heilungschancen dann entsprechend gering sind. Das bestätigt auch Expertin Prof. Dr. Dr. Corinna Seliger-Behme.
„Je später die Erkrankung diagnostiziert wird, desto geringer die Chancen auf Heilung. In der Regel ist die Prognose gut, wenn die Erkrankung innerhalb der ersten Wochen behandelt wird“, heißt es in ihrem Statement gegenüber RUHR24. Dass nach den ersten Symptomen möglichst schnell reagiert wird, ist daher umso wichtiger (weitere aktuelle TV-News zu „Der Bergdoktor“ bei RUHR24).
Staffel 17 von „Der Bergdoktor“: Expertin erklärt Unterschied zwischen Realität und ZDF-Sendung
Zu den häufigsten Signalen, die der Körper sendet, zählt die Medizinerin ähnliche Symptome, wie sie in Folge 4 der ZDF-Serie „Der Bergdoktor“ beschrieben werden. Dazu gehören „Gefühlsstörungen der Füße und Hände“, eine Lagesinnstörung“ und „spezielle Koordinationsstörungen“. Lähmungen, auch „Paresen“ genannt, seien eher selten, was in der ZDF-Sendung jedoch anders dargestellt wurde.

