Trump will gegen kontroversen Film klagen – „Dieser Müll ist reine Fiktion“

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Donald Trump will gegen den Film „The Apprentice“ mit Sebastian Stan klagen.
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Der Film „The Apprentice“ beleuchtet den Aufstieg Donald Trumps als Immobilienmogul. Nach seiner Weltpremiere kündigt Trump eine Klage an.

Dortmund – Acht Minuten lang gab es Standing Ovations für „The Apprentice“, nachdem der Film über die frühen Jahre von Donald Trump bei den Filmfestspielen von Cannes seine Weltpremiere gefeiert hatte. Wie das US-Branchenblatt Variety berichtet, soll der Film, wenn es nach dem ehemaligen US-Präsidenten geht, aber nie in die Kinos kommen.

Trump will gegen kontroversen Film klagen – „Dieser Müll ist reine Fiktion“

„The Apprentice“ folgt dem Aufstieg Donald Trumps als Immobilienmogul. Der Film beleuchtet somit die frühen Jahre des späteren US-Präsidenten. In der Hauptrolle ist Sebastian Stan zu sehen, der vor allem als „Winter Soldier“ in den Marvel-Filmen bekannt ist. In der Rolle des Tommy Lee in der Serie „Pam & Tommy“ sorgte er bereits für Diskussionen.

Auch „The Apprentice“ sorgt nun für Aufmerksamkeit. Bei den Filmfestspielen von Cannes feierte der Film am Montag (20. Mai) Weltpremiere. Das Publikum war begeistert – das Team von Donald Trump, der sich aktuell mitten im Wahlkampf befindet, war es nicht. „Wir werden Klage einreichen, um gegen die eklatant falschen Behauptungen dieser angeblichen Filmemacher vorzugehen“, kündigte Steven Cheung, Kampagnen-Sprecher von Donald Trump, gegenüber Variety an.

Von Amphetaminen bis Fettabsaugung – Trump-Team will gegen „The Apprentice“ klagen

Doch woran genau stoßen sich Donald Trump und sein Team? Der ehemalige US-Präsident kommt in „The Apprentice“ insgesamt nicht sehr gut weg. So gibt es Szenen, in denen er Amphetamine nimmt, eine Fettabsaugung vorgenommen wird und er sich aufgrund einer kahlen Stelle operieren lässt. Besonders eine Szene hat es jedoch in sich.

Darin wird gezeigt, wie Trump seine damaligen Ehefrau Ivana Trump (in dem Film gespielt von Maria Bakalova) zu Boden wirft und nicht einvernehmlichen Geschlechtsverkehr mit ihr hat. „Dieser Müll ist reine Fiktion, der Lügen aufbauscht, die längst entlarvt worden sind“, kommentierte Trumps Sprecher die Produktion weiter.

„The Apprentice“ hat noch keinen Kinostart – Trump-Team sieht „Wahlbeeinflussung“

Ein genauer Kinostart für „The Apprentice“ steht bislang nicht fest. Die Macher des Films planen, ihn jedoch noch vor den US-Wahlen auf die große Leinwand zu bringen. Diese finden am 5. November 2024 statt – Donald Trump erhob im Zuge dessen heftige Vorwürfe gegen US-Präsident Joe Biden.

Trumps Sprecher sieht in „The Apprentice“ den Versuch, die Wahlen zu beeinflussen: „Wie bei den illegalen Biden-Prozessen handelt es sich um eine Wahlbeeinflussung durch die Hollywood-Eliten, die wissen, dass Präsident Trump das Weiße Haus zurückerobern und ihren Wunschkandidaten schlagen wird, weil nichts, was sie getan haben, funktioniert hat“, erklärte er.

Geplante Klage von Trump-Team sorgt für mehr Aufmerksamkeit für „The Apprentice“

Durch die Klage und die öffentliche Aufregung des Trump-Teams dürfte „The Apprentice“ nur noch mehr mediale Aufmerksamkeit erlangen. Fraglich ist auch, inwieweit eine Klage Erfolg haben könnte. Zumindest die im Film gezeigt Vergewaltigung könnte für Probleme sorgen – Ivana Trump hatte diese Vorwürfe tatsächlich erhoben, sie im Verlauf der Scheidung jedoch zurückgezogen.

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