Queen Elizabeth II. ist tot. In Edinburgh verabschieden die Schotten die Königin bei einer Trauerfeier. Die royale Familie sorgt mit ihrer Kleiderordnung für Wirbel. Der News-Ticker.
- König Charles III. nun offiziell König: Große Zeremonie in London.
- Sarg mit Leichnam in Edinburgh: Abschied von Queen Elizabeth II. in St. Giles Cathedral.
- Royal-Familie trauer: Doch die Kleiderordnung der Familien sorgt für Wirbel.
- Dieser News-Ticker zum Tod von Queen Elizabeth II. ist beendet. Infos zur aktuellen Entwicklung finden Sie hier.
Update vom 13. September, 11.07 Uhr: In der Nacht auf Dienstag hat in London eine Generalprobe für die Prozession des Sarges von Queen Elizabeth II. stattgefunden. Der Sarg soll am Mittwoch vom Buckingham-Palast zum Parlament gefahren werden, wo er für mehrere Tage in der Westminster Hall aufgebahrt werden soll. Noch vor Sonnenaufgang probten am frühen Dienstag Tausende Soldaten in zeremonieller Uniform samt einer von sieben Pferden gezogenen Kutsche für die Prozession.
Anstelle des Sarges mit der am Donnerstag gestorbenen Königin wurde bei der Probe ein schwarzer Sarg auf der Kutsche platziert. Hinter der toten Queen sollen am Mittwoch der neue König Charles III. und andere Mitglieder der Royal Family herlaufen, die in der Nacht durch Statisten ersetzt wurden. Im Stadtzentrum Londons waren etliche Straßen für die Prozession gesperrt.
Update vom 13. September, 6.29 Uhr: Der Leichnam von Queen Elizabeth II. wird heute per Flugzeug von Schottland in die britische Hauptstadt London überführt. Mit an Bord ist Queen-Tochter Prinzessin Anne. Der Sarg wird zum Buckingham-Palast gefahren, wo er über Nacht bleibt. König Charles III. und seine Ehefrau Camilla reisen derweil von Edinburgh nach Nordirland.
Zwischenfall bei Trauermarsch: Passant beleidigt Prinz Andrew
Update vom 12. September, 21.10 Uhr: Die vier Kinder der Queen haben am Montagabend in der St.-Giles-Kathedrale in Edinburgh die Totenwache übernommen. König Charles III. (73), Prinzessin Anne (72), Prinz Andrew (62) und Prinz Edward (58) standen an den vier Seiten des Sarges. Währenddessen nahmen zahlreiche Schottinnen und Schotten Abschied von der verstorbenen Königin.
Fernsehbilder zeigten, wie Menschen in Tränen ausbrachen, als sie an dem geschlossenen Sarg vorbeigingen, über den die schottische Königsflagge gebreitet war. Tausende Menschen standen am Abend in einer langen Schlange an der Kathedrale an, um sich von der Queen verabschieden zu können. Sie mussten mit mehr als zwei Stunden Wartezeit rechnen. Die Kathedrale soll die ganze Nacht geöffnet bleiben.
Update vom 12. September, 20.40 Uhr: Wie die britische Daily Mail berichtet, soll es während des Trauerzugs durch Edinburgh einen Zwischenfall mit Prinz Andrew gegeben haben. Demnach habe ein Passant, der den Umzug beobachtete, den Prinzen beleidigt. Videos zeigen, wie der junge Mann brüllte: „Andrew, du bist ein kranker, alter Mann.“
Der Störenfried wurde von der Polizei und einem Passanten zu Boden geworfen und abgeführt. Prinz Andrew musste Anfang des Jahres alle militärischen Titel und Schirmherrschaften abgeben. Grund dafür war ein Skandal um seine Verbindung zum mittlerweile gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und Missbrauchsvorwürfen gegen ihn selbst.
Trauerfeier in Edinburgh: Hochzeits-Hymne der Queen wird gespielt
Update vom 12. September, 19.45 Uhr: Weitere Details über den Trauergottesdienst in der St. Giles Cathedral in Edinburgh wurden bekannt. Wie BBC berichtet, soll die Trauergemeinde die Hochzeits-Hymne der verstorbenen Königin gesungen haben. Der Psalm 23, „Der Herr ist mein Hirte“ wurde auch bei ihrer Hochzeit mit Prinz Philip im Jahr 1947 gesungen. Es heißt, dass Queen Elizabeth II. den Psalm selbst in einer Kirche im schottischen Dorf Crathie zu singen pflegte. Die Kirche besucht die Familie, wenn sie auf dem nahe gelegenen Schloss Balmoral residiert.
Leichnam von Queen Elizabeth II. kommt nach London: Trauernde warten bereits
Update vom 12. September, 18.35 Uhr: Am Dienstag soll der Leichnam von Queen Elizabeth II. von Schottland in die britische Hauptstadt London überführt werden. Ein Flugzeug mit dem Sarg soll um 19 Uhr (MESZ) vom Flughafen der schottischen Hauptstadt Edinburgh abheben und knapp eine Stunde später landen. Mit an Bord ist Queen-Tochter Prinzessin Anne. Der Sarg wird anschließend zum Buckingham-Palast gefahren, wo er über Nacht bleibt.
Zwei Tage vor der öffentlichen Aufbahrung von Queen Elizabeth II. in London sind schon erste Besucherinnen und Besucher am vermuteten Beginn der Warteschlange an der Lambeth-Brücke im Zentrum der britischen Hauptstadt. Es wird erwartet, dass Hunderttausende Abschied von der Queen nehmen wollen. Der Alterspräsident des Unterhauses, der konservative Abgeordnete Peter Bottomley, rechnet sogar mit zwei Millionen Menschen. Die Trauernden sollen sich darauf vorbereiten, viele Stunden auf der kilometerlangen Wartestrecke auszuharren.
Kleiderordnung sorgt für Wirbel: Prinz Harry darf keine Militäruniform tragen
Update vom 12. September, 17.40 Uhr: Der britische König Charles III. hat die Trauer-Prozession für die verstorbene Königin Elizabeth II. durch die schottische Hauptstadt Edinburgh in die St. Giles-Kathedrale angeführt. Zusammen mit seinen beiden Brüdern Andrew und Edward und seiner Schwester Anne folgte der 73-jährige Monarch dem Wagen mit dem Sarg die kurze Strecke von der königlichen Residenz Holyroodhouse zur Kathedrale.
Auffällig war, dass Prinz Andrew als einziges Familienmitglied keine Militäruniform zu Ehren der Queen trug. Dies ist nur ausübenden Mitgliedern der Königsfamilie gestattet. Prinz Andrew wurde aufgrund seiner Verbindung zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und Missbrauchsvorwürfen seine militärischen Titel entzogen. Wie der britische Journalist Omid Scoubie auf Twitter schrieb, wird auch Prinz Harry keine Militäruniform tragen dürfen.
CONFIRMED: I understand that, unlike Prince Andrew at final vigil, Prince Harry will NOT be allowed to wear uniform at any ceremonial events . No doubt a huge blow for the Duke of Sussex, who served for 10 years and this morning spoke of the Queen being his “commander-in-chief”.
— Omid Scobie (@scobie) September 12, 2022
Wie die britischen Nachrichtenagentur Press Association schreibt, darf Prinz Andrew zumindest bei der geplanten Totenwache im britischen Parlament seine militärische Kluft als „besonderes Zeichen des Respekts“ im Westminster-Palast tragen. Prinz Harry dagegen wird dies nicht gestattet sein. Dass dieser nicht denselben Respekt zollen darf, quittiert der Journalist als einen „zweifellos schweren Schlag für den Herzog von Sussex“. Noch am Morgen hatte der Prinz seine Trauer in einem öffentlichen Statement geteilt und von der Queen als seinen „Oberbefehlshaber“ gesprochen.
Trauerfeier in Edinburgh: König Charles III. führt Zug an
Update vom 12. September, 15.59 Uhr: Die Trauerfeier in Edinburgh hat begonnen. Der Trauerzug mit dem Sarg von Königin Elizabeth II. hat sich in Bewegung gesetzt. Hinter dem Leichenwagen schritten der neue König Charles III., der älteste Sohn der Queen, sowie seine Geschwister Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward. An der Seite des Leichenwagens marschierten Mitglieder der königlichen Leibwache für Schottland. Wie der englische Guardian berichtet, nehmen weder Prinz Harry noch Prinz William an der Prozession in Schottland teil.
Sorge König Charles III.? Geschwollene Hände sorgen für Aufsehen
Update vom 12. September, 14.50 Uhr: Seit dem Tod von Queen Elizabeth II. steht Charles III. als neuer König im ständigen Rampenlicht. Dadurch fällt auch immer Menschen auf, dass der Thronfolger an ungewöhnlich dick geschwollenen Händen leidet. Sind diese ein Grund zur Sorge? Der Hintergrund.
Regierung in London gibt bekannt: Schweigeminute für Queen Elizabeth II. am Sonntag geplant
Update vom 12. September, 14.20 Uhr: Die Regierung in London hat die Menschen in Großbritannien zu einer Schweigeminute für die verstorbene Königin am kommenden Sonntag (18. September) aufgerufen.
Am Tag vor dem geplanten Staatsbegräbnis sei die Öffentlichkeit dazu eingeladen, „zusammenzukommen und einen nationalen Moment der inneren Einkehr zu begehen, um zu trauern und über das Leben und das Vermächtnis von Queen Elizabeth II. nachzudenken“, meinte ein Regierungssprecher an diesem Montag. Die im Alter von 96 verstorbene Regentin wird in einer Woche bei einer großen Zeremonie zum Abschluss der sogenannten „Operation London Bridge“ beigesetzt.
King Charles III. in Schottland angekommen: Nachfolger auf dem Weg zum Sarg der Queen
Update vom 12. September, 13.50 Uhr: Charles III. ist im schottischen in Edinburgh angekommen. Knapp eine Stunde zuvor war sein Flugzeug auf der Luftwaffenbasis Northolt im Nordwesten von London gestartet.
Der neue König ist jetzt auf dem Weg zum Sarg von Queen Elizabeth II, der in der St. Giles Cathedral aufgebahrt wurde. Diese befindet sich mitten in der Hauptstadt des nördlichsten Teils des Vereinigten Königsreichs.
King Charles III. auf dem Weg zum Sarg der Queen: Neuer Monarch fliegt von London nach Schottland
Update vom 12. September, 12.48 Uhr: Der neue König Charles III. ist auf dem Weg nach Schottland. Fernsehbilder zeigten, wie eine Maschine mit dem britischen Monarchen und seiner Ehefrau Königin Camilla an Bord am Montag von der Luftwaffenbasis Northolt im Nordwesten von London abhob.
Das Paar reist nach Edinburgh. In der schottischen Hauptstadt will der König am Nachmittag gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Königshauses in einem Leichenzug den Sarg seiner Mutter Queen Elizabeth II. von der königlichen Residenz, dem Palace of Holyroodhouse, in die St.-Giles-Kathedrale geleiten. Dort ist anschließend ein Gottesdienst geplant sowie abends eine Totenwache.
„Für immer dankbar“: In emotionalem Statement äußert sich Harry erstmals öffentlich zum Tod der Queen
Update vom 12. September, 11.30 Uhr: Der britische Prinz Harry hat die verstorbene Königin Elizabeth II. als „leitenden Kompass“ in seinem Leben gewürdigt. Er sei ihr „für immer dankbar“, sie werde „schmerzlich vermisst“, erklärte der 37-Jährige am Montag in seinen ersten öffentlichen Äußerungen seit dem Tod seiner Großmutter. Harry versprach zudem, seinen Vater Charles in dessen neuer Funktion als König zu „ehren“.
Harry und seine Ehefrau Meghan hatten sich Anfang 2020 aus der ersten Reihe der Königsfamilie zurückgezogen und waren in Meghans Heimat Kalifornien umgezogen. Dies hatte die Beziehungen zum britischen Königshaus deutlich abgekühlt. Die Trauer um die Großmutter hatte die zerstrittenen Queen-Enkel Prinz William und Prinz Harry offenbar einander wieder näher gebracht, wie unter anderem ein gemeinsames Auftreten in der Öffentlichkeit am Samstag zeigte.
Nach Tod von Queen Elizabeth: Prinz Andrew adoptiert Corgi-Hunde
Update vom 12. September, 10.30 Uhr: Die Welt trauert um Königin Elizabeth II. Eine britische Aldi-Filiale stellte eine Gedenktafel nun ausgerechnet im Bohnenregal auf. Eine Kundin teilte ihre Entdeckung auf Twitter.
Update vom 12. September, 10.15 Uhr: Corgi-Hunde begleiteten die Queen seit ihrer Kindheit, rund drei Dutzend soll die Königin im Lauf ihres Lebens gehabt haben. Auch zuletzt hatte sich die Queen an den Tieren erfreut. Die nach dem Tod von Queen Elizabeth verwaisten Corgis sollen nun ein neues Zuhause haben. Wie eine Sprecherin des mittleren Queen-Sohnes Prinz Andrew und dessen Ex-Frau Sarah am Sonntag erklärte, nehmen die beiden die Hunde Muick und Sandy auf.
Andrew sei es auch gewesen, der die beiden Corgis als Welpen der Königin geschenkt habe. Muick war gemeinsam mit einem weiteren Welpen, Fergus, im Frühling 2021 auf Schloss Windsor eingezogen, um die Queen während der Corona-Quarantäne aufzuheitern. Nur wenige Wochen später starb Fergus im Alter von fünf Monaten. Zum Trost schenkten Andrew und seine Töchter Beatrice und Eugenie der Queen dann Sandy. Zuletzt hatte der in der Presse oft als „Lieblingssohn“ dargestellte Prinz Andrew eher negative Schlagzeilen gemacht. Nach Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen in den USA hatte er sich im vergangenen Jahr aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
Video aufgetaucht: Harry-Zitate offenbaren Einblick in die Gefühlswelt der Royals
Update vom 12. September, 9.25 Uhr: Es waren bewegende und vor allem überraschende Bilder am Wochenende: die zerstrittenen Enkel der Queen, Prinz William und Prinz Harry, trauerten gemeinsam mit ihren Ehefrauen in der Öffentlichkeit vor Schloss Windsor. Nun wurde ein Video des Auftritts öffentlich, das einen kleinen Einblick in die Gefühlswelt der Royals nach dem Tod der Queen gibt: „Es ist jetzt ein einsamer Ort da oben ohne sie“, sagte Harry in dem Clip, das die britische Sun am Sonntag veröffentlichte. „Egal, in welchem Raum sie war, man spürte ihre Anwesenheit überall“, fügte er hinzu.
Nach Tod von Queen Elizabeth - Zahlreiche Mitglieder der königlichen Familie bei Prozession dabei
Update vom 12. September, 7.34 Uhr: König Charles III. wird die Trauerprozession für die gestorbene Königin Elizabeth II. in Edinburgh anführen. Er werde am Montag gleich hinter dem Sarg laufen, wenn dieser zur St.-Giles-Kathedrale gefahren und dort aufgebahrt werde. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA. Zahlreiche Mitglieder der königlichen Familie sollen bei der Prozession dabei sein.
Ob sich dabei erneut die zerstrittenen Brüder William und Harry und ihre Frauen Kate und Meghan Seite an Seite zeigen, ist noch unklar. Die beiden Paare hatten sich am Samstag erstmals wieder öffentlich zusammen gezeigt und mit Trauernden gesprochen, die sich am Schloss Windsor versammelt hatten.
Am Sonntag hatte ein Leichenwagen den Sarg mit der Monarchin von ihrem Landsitz Schloss Balmoral, wo die 96-Jährige am Donnerstag gestorben war, in die schottische Hauptstadt Edinburgh gebracht. Dort wurde er in der königlichen Residenz Palace of Holyroodhouse für rund 24 Stunden aufgebahrt. In der Kathedrale werden Charles III., seine Frau Königin Camilla und andere Royals später an einem Gottesdienst teilnehmen. Am späten Abend ist eine Totenwache mit dem neuen König und seinen Geschwistern geplant.
Update vom 11. September, 22.10 Uhr: Mit Anne, Edward und Andrew nahmen drei Kinder der verstorbenen Queen Elizabeth II. den Sarg mit dem Leichnam der Königin Palace of Holyroodhouse in Edinburgh entgegen. Charles III., der älteste Sohn und neue König, wird am Montag anreisen und am Gedenkgottesdienst teilnehmen.
Auch in Schottland, das unter der aktuellen Regierung Abspaltungsgedanken hegt, war King Charles III. am Sonntag proklamiert worden. Zehntausende Bürger säumten indes die Straßen, als die sterblichen Überreste vom Schloss Barmoral nach Edingburgh gebracht wurden.
Update vom 11. September, 21.10 Uhr: Zwei Tage vor ihrem Tod absolvierte Queen Elizabeth II. ihren letzten Auftritt als Königin. Ihre blaue Hand sorgte direkt für Spekulationen. Eine Ärztin sieht darin sogar einen Hinweis auf die Todesursache.
Sarg mit Leichnam in Edinburgh: Abschied von Queen Elizabeth II. in St. Giles Cathedral
Update vom 11. September, 20.20 Uhr: Der Sarg mit dem Leichnam von Queen Elizabeth II. ist am Sonntag am Palace of Holyroodhouse in Edinburgh angekommen. Zuvor hatte der Konvoi in mehr als sechs Stunden im Schritttempo die sogenannte Royal Mile von Schloss Barmoral in die schottische Hauptstadt zurückgelegt.
Am Montag (12. September) geht es weiter zur nahegelegenen St. Giles Cathedral, wo ein Gottesdienst gehalten wird. Und wo der Sarg anschließend für 24 Stunden liegen wird, damit die Bürger Edinburghs Abschied von ihrer Königin nehmen können. Am Mittwoch, so der Plan, soll der Sarg nach London überführt werden.
Charles III. in Schottland zum König ausgerufen: Proklamationen auch in Wales und Nordirland
Update vom 11. September, 19.30 Uhr: Charles III. ist an diesem Sonntag auch in Schottland zum König ausgerufen worden, nachdem seine Proklamation zum König am Samstag im englischen London erfolgt war.
Der sogenannte Lord Lyon Kings of Armes verlas die Proklamation für das schottische Volk in Edinburgh. Er erklärte: „Gott schütze den König.“ Es folgten mehrere Salutschüsse. Auch im walisischen Cardiff und im nordirischen Belfast wurden die regionalen Proklamationen des Nachfolgers von Queen Elizabeth II. abgehalten.
Antigua und Barbuda in der Karibik: Inselstaat will unabhängig vom britischen Königshaus werden
Update vom 11. September, 18.50 Uhr: Die Sandstrände sind paradiesisch fein und weiß, das Meerwasser ist malerisch azurblau. Antigua und Barbuda ist ein beliebtes Urlaubsziel in der Karibik. Und der Inselstaat mit seinen knapp 100.000 Einwohnern ist eines von 14 Ländern aus dem Commonwealth, in denen Queen Elizabeth II. Staatsoberhaupt war. Nach dem Tod der Königin will Antigua und Barbuda laut seines Regierungschefs jetzt unabhängig werden.
Bereits bei einem Besuch von Edward, Earl of Wessex und dessen Frau Sophie am 26. April hatte Premierminister Gaston Browne erklärt, dass Königin Elisabeth II. zwar Staatsoberhaupt sei, aber dass es der Wunsch der Bevölkerung sei, dass das Land eines Tages eine Republik werde. Außerdem forderte er „ausgleichende Gerechtigkeit“ für die „Grausamkeiten, die (sich) während des Kolonialismus und der Sklaverei“ in der Vergangenheit ereignet hätten.
König Charles III. war am Samstag in einer Zeremonie in der Hauptstadt St. John‘s zwar als neues Staatsoberhaupt bestätigt worden. Doch kurz darauf sagte Browne dem britischen Sender ITV, er wolle innerhalb von drei Jahren eine Volksabstimmung abhalten. Schon 1628 war Barbuda in britischen Besitz gelangt, wenige Jahre später wurde Antigua durch britische Siedler kolonialisiert. 1784 hatte Großbritannien auf der Inselgruppe einen Flottenstützpunkt gebaut. 1956 erhielten Antigua und Barbuda vom britischen Königshaus den Status einer eigenständigen Kolonie, 1981 erlangte die Insel schließlich ihre Unabhängigkeit, blieb aber Teil des britischen Commonwealth.
Letzte Reise nach London: Sarg mit Leichnam von Queen Elizabeth II. kommt am Sonntag in Edinburgh an
Update vom 11. September, 17.45 Uhr: Der Sarg mit dem Leichnam von Queen Elizabeth II. wird an diesem Sonntag von der königlichen Sommerresidenz Schloss Balmoral nach Edinburgh gebracht. Am Nachmittag hatte der Konvoi mit dem Leichenwagen die Küstenstadt Dundee erreicht.
In der schottischen Hauptstadt sollen die Einwohner Anfang der Woche die Gelegenheit haben, sich am aufgebahrten Sarg von der Monarchin zu verabschieden, bevor dieser am Mittwoch nach London transportiert wird.
Ungewöhnliche Geste in Schottland: Royal-Fan erweist mit Marmeladen-Sandwich der Königin die letzte Ehre
Update vom 11. September, 15.15 Uhr: Es ist eine ungewöhnliche Geste, mit der ein royaler Fan in Schottland Elizabeth II. seinen die letzte Ehre erwies. Während viele Menschen beispielsweise Blumen in Gedenken an die Queen zum Palast bringen, wurde vor den Toren des königlichen Holyrood-Palasts in Edinburgh ein Marmeladen-Sandwich inmitten aller Blumen niedergelegt. Das in einer Plastiktüte verpackte Brot lag zusammen mit einem Paddington-Plüschbären vor dem Tor, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtet.
Das Marmeladen-Sandwich soll vermutlich eine Erinnerung an den britischen Humor der Queen sein. Erst in diesem Jahr hatte die Königin mit einem lustigen Videoclip zu ihrem 70-jährigen Thronjubiläum für Aufsehen gesorgt. In dem Video zu sehen: die Queen gemeinsam mit dem beliebten Kinderbuch-Helden Paddington. Beide hatten sich zum Tee getroffen, dazu gab es - ganz nach Paddingtons Geschmack - ein Marmeladen-Sandwich. Sie habe immer eins in ihrer Handtasche dabei, verriet die Monarchin dem Bären - und zog prompt ein Sandwich aus ihrer feinen schwarzen Ledertasche hervor.
Die Menschenmassen vor dem Buckingham-Palast zollten der Queen mit großem Jubel und Applaus Anerkennung für ihre schauspielerischen Qualitäten - in den sozialen Medien ging das Video viral. Ebenfalls viral ging ein Tweet von Paddington Bär nach dem Tod der Queen. „Thank you Ma’am, for everything“, zollte der Kinderbuch-Held der Königin seinen Respekt.
Queen tritt letzte Reise an - Sterbliche Überreste werden nach Edinburgh gebracht
Update vom 11. September, 13 Uhr: Die verstorbene Queen Elizabeth II. hat am Sonntag von Schloss Balmoral in Schottland aus ihre letzte Reise angetreten. Ein Leichenwagen mit ihren sterblichen Überresten passierte in einer Kolonne aus insgesamt sieben Fahrzeugen kurz nach 10.00 Uhr Ortszeit (11.00 Uhr MESZ) vor zahlreichen Trauergästen das Tor des Landsitzes der königlichen Familie in Richtung der schottischen Hauptstadt Edinburgh.
Zuvor hatten sechs Jagdhüter des Schlosses den in die königliche Standarte Schottlands gehüllten Sarg der Monarchin in den Leichenwagen gehoben. Die vor dem Schloss wartenden Menschen verstummten, als der Leichenwagen und dessen Begleitfahrzeuge Balmoral den Landsitz verließen.
Zur Kolonne gehörte neben mehreren Wagen mit Sicherheitsbediensteten auch ein lilafarbener Bentley, in dem die einzige Tochter der Königin, Prinzessin Anne, mitfuhr. Die langsame Überfahrt soll durch mehrere Ortschaften führen und rund sechs Stunden dauern.
Grund offenbar enthüllt: Warum Harry viel später als alle anderen am Sterbebett der Queen eintraf
Update vom 11. September: 9.45 Uhr: Am Donnerstag hatten sich die Ereignisse in London und Schottland überschlagen, der Tod der Queen versetzt das Land in einen regelrechten Ausnahmezustand. Die Familie der Königin kam größtenteils zu spät, Prinz Harry musste offenbar gesondert anreisen. Der Grund dürfte nun klar sein.
Der Zeitplan der Geschehnisse vom Donnerstag zeigt, wie schnell die Königsfamilie nach Bekanntwerden der Ereignisse reagiert haben muss. Am Donnerstagmittag hatten die Ärzte von Queen Elizabeth in einer Mitteilung erklärt, über den Gesundheitszustand der Königin besorgt zu sein. Knapp 15 Minuten nachdem die Öffentlichkeit informiert wurde, teilte das Büro von Prinz Charles mit, dass er und seine Frau Camilla sich nach Schloss Balmoral begeben haben. Prinz Charles und Prinzessin Anne waren es letztendlich auch, die der Queen in ihren letzten Stunden zur Seite standen. Prinz William und Prinz Harry kamen währenddessen zu spät, die Queen verstarb, bevor ihre Enkel sich verabschieden konnten. Der Zeitplan am Donnerstag wirft nun jedoch Fragen auf, wie eine britische Zeitung berichtet.
Wie die Sun nämlich unter Berufung auf einen Experten schreibt, soll ein Detail des Protokolls Schuld daran sein, dass Prinz Harry deutlich später als seine Verwandten in Schloss Balmoral eintraf. Nur eine Minute nachdem das Büro von Prinz Charles seine Ankunft in Balmoral am Donnerstag angekündigt hatte, teilte auch das Büro von Prinz William mit, dass sich der Prinz auf den Weg zu seiner Großmutter mache. Etwa 60 Minuten später kündigte dies auch ein Sprecher von Prinz Harry an. Um 15.50 Uhr britischer Zeit landete dann die Maschine der Royal Air Force im schottischen Aberdeen, mit Prinz William, Prinz Andrew und Prinz Edward an Bord. Auch die Ehefrau von Prinz Edward, Sophie, war in der Maschine.
Queen Elizabeth ist tot: Prinz Harry musste offenbar gesondert anreisen
Nicht an Bord: Prinz Harry. Wie die britische Sun berichtet, habe der Enkel der Queen die Maschine nicht betreten dürfen, habe gesondert anreisen müssen. Der Grund dafür sei, dass die beiden Prinzen nicht gemeinsam in einem Flugzeug sitzen sollen. Für den Fall eines Unglücks sterbe dann nur einer der beiden Enkel, die Thronfolge wäre in diesem Fall gesichert. Aktuell befindet sich Prinz Harry auf Platz fünf der britischen Thronfolge. Sollte beispielsweise die gesamte Familie von Prinz William bei einem Unglück sterben, würde Prinz Harry als Thronfolger König werden.
Gegen 16.30 Uhr sei die Premierministerin Truss über den Tod der Queen informiert worden. Wann der genaue Todeszeitpunkt der Königin war, ist bislang nicht bekannt. Nur wenige Minuten später, gegen 17.05 Uhr Ortszeit, trifft das Auto mit Prinz William, Andrew, Edward und Sophie am Schloss ein. Auch Prinz Harry kam zu spät, er traf deutlich später als seine Verwandten am Schloss ein.
Update vom 11. September, 7.15 Uhr: Drei Tage nach dem Tod der britischen Königin Elizabeth II. wird der Sarg mit ihrem Leichnam am Sonntag zunächst von Balmoral nach Edinburgh überführt, bevor er dann für die Beerdigung am 19. September nach London gebracht wird. Auf dem knapp 300 Kilometer langen Weg in die schottische Hauptstadt gibt es mehrere Stationen. Auf diese Weise bekommen möglichst viele Menschen in Schottland die Gelegenheit, von ihrer Monarchin Abschied zu nehmen. Ein Überblick:
Charles III. offiziell König: Überraschender Auftritt von William und Kate gemeinsam mit Harry und Meghan
Update vom 10. September, 19.38 Uhr: Am Samstag haben sich Prinz William und Prinz Harry zum ersten mal mit ihren Ehefrauen Kate und Meghan in der Öffentlichkeit gezeigt. Die beiden Enkel der verstorbenen Queen Elizabeth II. waren am Nachmittag an der großen Allee bei Schloss Windsor und tauschten sich mit Trauernden aus, warfen Blicke auf niedergelegte Blumen und persönliche Botschaften, die Menschen vor dem Anwesen niedergelegt hatten.
Harry und Meghan sowie William und Kate zusammen zu sehen, wirkte besonders hinsichtlich des als schwierig geltenden Verhältnisses zwischen den beiden Paaren wie ein besonderer Augenblick. William und Kate sollen Harry und Meghan zu dem gemeinsamen Auftritt eingeladen haben, wie ein Sprecher des Paares mitteilte. Für Kate und William (beide 40) ist es auch der erste öffentliche Auftritt, seit sie ihre neuen Titel – Prinz und Prinzessin von Wales – tragen.
Charles III. offiziell zum König ernannt – Prinz William mit emotionalem Statement
Update vom 10. September, 18.57 Uhr: Nun hat sich auch Prinz William zum ersten Mal seit dem Tod der Queen zu seiner Großmutter sehr persönlich öffentlich geäußert und der verstorbenen Königin seine Referenz erwiesen. So schrieb William am Samstag, dass er noch einige Zeit brauchen wird, „bevor die Realität eines Lebens ohne Omi sich wirklich real anfühlen wird“. Trotz der Trauer fühle er sich gleichzeitig „unglaublich dankbar“, da er in seinem bisherigen Leben stets von ihrer Weisheit und ihrem Rückhalt profitiert habe.
Auch Williams Kinder werden sich, so erzählt er weiter, ihr Leben lang an die gemeinsamen Ferien mit ihrer Urgroßmutter erinnern. „Sie war an meiner Seite in meinen glücklichsten Augenblicken. Und sie war an meiner Seite während der traurigsten Tage meines Lebens.“ Er sei sehr dankbar für ihre Güte, Unterstützung und ihren stetigen Rat, den sie stets für ihn und seine Frau Catherine hatte.
Im Namen seiner Generation danke er der Königin „für das Beispiel an Dienstbereitschaft und Würde im öffentlichen Leben, das aus einer anderen Zeit kam, aber für uns alle immer von Bedeutung war.“ Nun wolle William das Gedenken an seine Großmutter ehren, indem er seinen Vater König Charles III. in jeder Weise unterstütze.
Nach Tod von Queen Elizabeth II.: Palast gibt Termin für Begräbnis der verstorbenen Monarchin bekannt
Update vom 10. September, 18.15 Uhr: Das Staatsbegräbnis von Queen Elizabeth II. findet am 19. September statt. Dieses Datum gab der Palast am Samstag in London offiziell bekannt. Für 12 Uhr (MESZ) ist am Tag des Begräbnisses in Westminster Abbey ein Gottesdienst geplant, hieß es in der Mitteilung.
Die britische Bevölkerung Menschen in Großbritannien erhalten einen zusätzlichen arbeitsfreien Tag. König Charles III. hatte zuvor anlässlich seiner Proklamation diesen Feiertag genehmigt. Als Datum für die Beisetzung war zuvor auch der 18. September im Gespräch gewesen.
König Charles III. wird beim Unterzeichnen offizieller Urkunden ungeduldig
Update vom 10. September, 16.10 Uhr: Eine sichtlich ungeschickte Aktion passierte König Charles III. während seiner Proklamation am Samstagnachmittag. Am wohl wichtigsten Tag seines Lebens schien der Thronfolger und Sohn von Elizabeth II. aus dem Nichts etwas ungeduldig zu werden - wegen herumliegender Stifte.
Als Charles sich während der Zeremonie zum Schreibtisch begibt, um dort die offiziellen Urkunden zu unterzeichnen, hält er plötzlich inne und fletscht mit den Zähnen. Grund dafür war tatsächlich eine Schale mit Stiften, die wohl zur Dekoration oder zum Unterschreiben auf dem Schreibtisch platziert wurde. Dann beginnt er sogar kurz, die Stifte-Schale ungeduldig hin und her zu schieben und damit ein Zeichen zu geben, sie doch bitte wegzuräumen. Danach widmet er sich seiner zweiten Unterschrift, als wäre nichts gewesen.
Update vom 10. September, 14.16 Uhr: Charles III. wurde am Samstag zum König proklamiert. Die erste Verlesung seiner Proklamation fand im St. James‘s Palast in Westminster statt, im Anschluss wurde er auch in der City of London als neuer König ausgerufen. Tausende Schaulustige kamen zu dem Ereignis, ebenso waren Gardesoldaten und Offizielle vor Ort. In einer feierlichen Prozession zog der Lord Mayor, der dem Finanzdistrikt vorsteht, von seinem als „Mansion House“ bezeichneten Sitz zur Royal Exchange, bevor die Bekanntmachung von einem Herald verlesen wurde. Anschließend wurde die Nationalhymne mit der neuen Zeile „God save the King“ gesungen.
König Charles III. betont Wichtigkeit der Unterstützung, die er von seiner Frau Camilla erfährt
Update vom 10. September, 12.31 Uhr: Der neue britische König Charles III. hat bei seiner Ansprache zur Proklamationszeremonie als neues Staatsoberhaupt auch die Bedeutung seiner Frau Camilla, hervorgehoben. „Ich bin zutiefst bestärkt durch die fortwährende Unterstützung meiner geliebten Frau“, sagte der 73-Jährige bei der Zeremonie im Londoner St. James‘s Palast am Samstag. Camilla (75) wurde durch den Tod von Queen Elizabeth II. zur Queen Consort. Den Titel trug zuletzt die Mutter der gestorbenen Monarchin, Queen Mum.
Neuer britischer König Charles III. sieht sich dem Erbe seiner Mutter verpflichtet
Update vom 10. September, 11.39 Uhr: Der am Samstag offiziell zum britischen König ernannte Charles III. hat sich dem Erbe seiner Mutter Königin Elizabeth II. verpflichtet. „Meine Mutter hat ein Beispiel von lebenslanger Liebe und selbstlosem Dienst gesetzt“, sagte King Charles III. am Samstag in London. Ihre Regentschaft sei beispiellos gewesen in Länge, Hingabe und Ergebenheit. „Ich bin mir des großen Erbes und der Pflichten und Aufgaben äußerst bewusst, die mir weitergegeben wurden“, betonte der Monarch. „Indem ich diese aufnehme, werde ich mich bemühen, dem Vorbild zu folgen, das gesetzt wurde.“
Charles III. am Samstag offiziell zum König proklamiert
Update vom 10. September, 11.10 Uhr: Charles III. ist offiziell zum König ernannt worden. Ein eigens zusammengerufener Rat bestätigte den Sohn von Königin Elizabeth II. am Samstag in London als britisches Staatsoberhaupt. Charles war mit dem Tod seiner Mutter am Donnerstag bereits automatisch König geworden.
Update vom 10. September, 11.07 Uhr: Ab 11 Uhr deutscher Zeit kommen die rund 200 Mitglieder des sogenannten „Thronbesteigungsrats“ am Samstag im St. James‘s Palast in London zusammen. Der Rat besteht aus Mitgliedern des Kronrates, also aktiven und früheren Regierungsmitgliedern, Kirchenvertretern, Richtern, Mitgliedern der königlichen Familie und anderen Persönlichkeiten. Der Kronrat kann weitere ranghohe Beamte oder andere Prominente dazu einladen.
Zahlreiche trauernde Briten gedenken vor dem Buckingham Palast der verstorbenen Monarchin
Update vom 10. September, 10.00 Uhr: Auch am Samstag – zwei Tage nach dem Tod von Queen Elizabeth II. – versammelten sich erneut viele trauernde Briten vor dem Buckingham Palast, um der verstorbenen Monarchin zu gedenken. Schon am frühen Samstagmorgen fanden sich Tausende Menschen ein, um Blumen oder Karten niederzulegen, eine Kerze anzuzünden oder innezuhalten. Trotz der Menschenmassen war die Atmosphäre ruhig und respektvoll, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete. Etliche Trauende reisten auch von weiter entfernt an.
Charles III. wird am Samstag auch offiziell zum König - „Thronbesteigungsrat“ tagt
Update vom 10. September, 9.47 Uhr: Charles III. ist bereits seit dem Tod seiner Mutter, Queen Elizabeth II., am Donnerstag König. Am Samstagvormittag gegen 11 Uhr (deutscher Zeit) wird dies in London amtlich verkündet. Für die sogenannte Proklamation von Charles III. als König wird ein Accession Council einberufen, was mit „Thronbesteigungsrat“ übersetzt werden könnte.
Der Rat kommt um 11.00 Uhr MESZ im St.-James‘s-Palast zusammen. Das Prozedere wird live übertragen. Abgesehen von der Proklamation folgt noch eine Krönung, dies muss nicht immer zeitnah geschehen. Die Krönung von Elizabeth II. etwa fand erst 1953 statt - 14 Monate, nachdem sie nach dem Tod ihres Vaters Königin geworden war.
Abgeordnete des britischen Unterhauses mit elfstündiger Hommage an die Queen
Update vom 10. September, 9.16 Uhr: Im britischen Unterhaus kommt es häufig zu lebhaften Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Opposition. Doch am Freitag erwiesen 182 Abgeordnete gemeinsam andächtig der verstorbenen Queen Elizabeth II. knapp elf Stunden lang die letzte Ehre.
Der Sprecher des Unterhauses, Lindsay Hoyle, sagte am späten Freitagabend: „Das ist der Moment, in dem das Haus am besten ist. Wenn es in der Trauer vereint ist, die uns mit so vielen Geschichten und Erinnerungen zusammenbringt, die in solch bewegenden Würdigungen zum Ausdruck gebracht wurden. Ich kann sagen, dass wir heute 182 Beiträge und Würdigungen hatten.“ Die Zeitung Times berichtete, dass die Mitglieder des Parlaments unter anderem die Dichter Shakespeare, Larkin und Tennyson zitierten. Am Samstag soll es um 13 Uhr (Ortszeit) mit den Redebeiträgen weitergehen.
Charles III. wird am Samstag offiziell zum britischen König proklamiert
Update vom 10. September, 6.45 Uhr: Charles III. wird an diesem Samstag offiziell zum britischen König proklamiert. Die Verkündung erfolgt durch Mitglieder des Kronrates, der sich überwiegend aus aktiven und ehemaligen Regierungsmitgliedern, Kirchenvertretern, Richtern und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zusammensetzt. Der Rat tagt um 10.00 Uhr (11.00 Uhr MESZ) im St. James's Palace und in der Royal Exchange, dem Ort der ersten Börse Londons. Der König löst seine Mutter als Vorsitzender des Kronrats ab. Die Mitglieder sollen den Monarchen in Staatsangelegenheiten beraten. Die Proklamation ist der entscheidende Moment für Charles - schließlich hat er sich sein komplettes Leben darauf vorbereitet, den Thron zu besteigen. Dieser Tag ist heute.
Ebenfalls am Samstag soll Charles mit Premierministerin Liz Truss und dem Kabinett zusammentreffen. Der 73-Jährige empfing die neue Premierministerin bereits am Freitag zu einer Audienz. Bei seinem Treffen mit Truss am Freitag hatte sich Charles sehr persönlich geäußert. Wie auf einer Videoaufzeichnung zu hören war, sagte Charles über den Tod seiner Mutter: „Das war der Moment, vor dem ich mich gefürchtet habe, und ich weiß, dass es vielen Leuten ähnlich ging.“ Truss begrüßte den Monarchen mit einem Knicks und sprach ihm ihr Beileid aus. „Es war so berührend heute Nachmittag, als wir ankamen, all diese Menschen zu sehen, die gekommen waren, ihr Beileid auszusprechen und Blumen zu überreichen“, sagte Charles.
Queen Elizabeth II. ist tot: König Charles III. wendet sich erstmals in TV-Ansprache an sein Volk
Update vom 9. September, 22.27 Uhr: In seiner ersten Rede an das Volk am Freitagabend fand König Charles rührende Worte für viele - darunter besonders seine Frau Camilla, seinen Sohn William und das britische Volk. Überraschenderweise richtete sich der neue Monarch in seiner Ansprache aber auch an seinen Sohn Harry, der sich gemeinsam mit seiner Frau Meghan bereits vor über zwei Jahren von der königlichen Familie distanziert hatte. Mit seinen liebevollen Worten in der TV-Rede gibt Charles nun Hoffnung auf eine mögliche Versöhnung mit Harry und Meghan.
Update vom 9. September, 19.04 Uhr: König Charles III. sitzt bei seiner TV-Ansprache in einem Raum im Buckingham Palace. Im Hintergrund steht ein Porträt der Queen. Er wirkt gefasst, aber auch gezeichnet von der Trauer aufgrund des Verlusts seiner Mutter. Er werde aber mit voller Hingabe seine neue Aufgabe ausfüllen, spricht er weiter. Sein Sohn William wird jetzt der neue Prinz von Wales – einen Titel, den Charles zuvor innehatte und den er gerne ausgefüllt habe. Auch Harry und Meghan in Übersee drückt König Charles seine Liebe aus. Er bedankt sich bei den vielen Menschen, die um seine Mutter trauern. Sie sei jetzt wieder mit seinem Vater, Prinz Philip, vereint.
Update vom 9. September, 19.01 Uhr: In einer aufgezeichneten Rede spricht König Charles III. zum ersten Mal in seinem neuen Amt zu seinem Volk. Er wirkt gefasst und spricht von der Trauer, die der Tod der Queen überall auf der Welt ausgelöst hat. Die Queen habe sich immer ihrem Amt verpflichtet gefühlt und dieses auch immer mit voller Hingabe ausgeübt. „Ich würdige das Andenken meiner Mutter“, beteuert Charles III. Er teile die Trauer mit allen Anhängern der Queen.
Queen Elizabeth II. ist tot: Jetzt spricht ihr Nachfolger Charles III. zu seinem Volk
Update vom 9. September, 18.47 Uhr: Nach dem Tod der Queen strahlen auch deutsche Fernsehsender die erste Ansprache des neuen Königs Charles III. live aus. So nehmen der Sender Phoenix von ARD und ZDF sowie Tagesschau24 und Deutsche Welle die Rede an die britische Nation am Freitagabend (19.00 Uhr) ebenso ins Programm wie die TV-Sender Bild und Welt sowie ntv und RTL. Das ZDF zeigt die Rede als Livestream im Internet im Bereich ZDFheute live. Wir berichten hier ebenfalls live für Sie von der Rede von König Charles III.
Update vom 9. September, 17.19 Uhr: Nach dem Tod von Queen Elizabeth II. trauern viele Menschen rund um den Globus. Es gibt jedoch auch jene, die über den Tod der Königin des Vereinigten Königreichs von England eher erleichtert sind. Dazu könnte auch die jüngst ernannte, neue Premierministerin Liz Truss sein. Die 47-Jährige tätigte als Jugendliche abwertende Aussagen über die Monarchie und Menschen, denen die Macht in die Wiege gelegt wurde. Ein Video davon erhitzt im Netz die Gemüter.
Queen Elizabeth tot: Gesundheitszustand innerhalb weniger Stunden rapide verschlechtert
Ursprungsartikel vom 9. September 2022:
Balmoral/London - Queen Elizabeth II. von England ist tot. Der genaue Todeszeitpunkt wurde der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt, laut Buckingham-Palast starb die Queen „friedlich am Nachmittag“. Nach ihrem Enkel Prinz Harry ist nun auch der Sohn und neue König Charles III. mit seiner Frau Camilla vom schottischen Landsitz Balmoral abgereist. Das Paar fuhr zum Flughafen nach Aberdeen, von wo aus der Flug nach London startete. Am Nachmittag des 9. September wird Charles der neuen Premierministerin und Johnson-Nachfolgerin Liz Truss eine Audienz geben, abends steht eine Ansprache an die Nation an.
Die britische Königin ist offenbar nach einer rapiden Verschlechterung ihres Gesundheitszustands gestorben, dass zwei ihrer Söhne und ihr Enkel William es nicht mehr rechtzeitig an das Sterbebett schafften. Zwischen der ersten alarmierenden Nachricht bis zur offiziellen Bekanntgabe ihres Todes lagen angeblich etwa sechs Stunden.
Freude, Trauer, Jubel: Die Meilensteine von Queen Elizabeths II. Regentschaft




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Tote Queen Elizabeth II. von England: Leibärzte wussten morgens bescheid
Um 12.32 Uhr Ortszeit (13.32 Uhr MESZ) teilte Buckingham am Donnerstag mit, die Ärzte seien nach einer morgendlichen Untersuchung "besorgt" um den Gesundheitszustand. Das engste Umfeld der Queen habe da bereits seit Stunden mit dem Schlimmsten gerechnet, berichten britische Medien. Wie die The Sun erläutert, wussten die Leibärzte der Königin schon seit 09.00 Uhr morgens, "dass sie nur noch wenige Stunden zu leben hat".
„London Bridge is down“ ist das Code-Wort im Todesfall der britischen Königin. Was dann passiert, sieht eine angeblich geheime Liste vor, die publik geworden ist. (PF/AFP)
Rubriklistenbild: © Martin Meissner/ dpa






