„Frühling“ im ZDF: Experten bestätigen traurige Wahrheit über Fanliebling

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Die Figur Amelie (rechts im Bild) ist in der Serie „Frühling“ von häuslicher Gewalt betroffen.
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Die ZDF-Serie „Frühling“ um Simone Thomalla behandelt ernste und emotionale Themen. Experten bestätigen nun traurige Fakten hinter einer Geschichte.

Dortmund – Die ZDF-Serie „Frühling“ wird im romantischen Bayrischzell gedreht und lädt Zuschauer zum Fernweh ein. Doch die Handlung der Folgen hat oft einen ernsten Hintergrund. In Folge 44 von „Frühling“ zeigt das ZDF etwa ein ausgesetztes Zebra. Eine übergreifende Handlung thematisiert wiederum häusliche Gewalt.

„Frühling“ im ZDF: Experten bestätigten traurige Fakten zur Handlung der Serie

Eigentlich befasst Dorfhelferin Katja Baumann (Simone Thomalla) sich in jeder Folge mit einem neuen Fall. Doch einige Geschichten in „Frühling“ dauern gleich mehrere Folgen an und betreffen wiederkehrende Charaktere. So thematisiert die ZDF-Serie immer wieder Katjas Liebesleben und ihre Verlobung.

Etwas düsterer wird die Handlung aber in Bezug auf die Figur Amelie (gespielt von Hanna Binke). Sie arbeitet mit Adrian (Kristo Ferkic) im Restaurant „Carpe Diem“. Im Verlauf der neuen Folgen wird sie immer unzuverlässiger, was ihre neuen Schichten angeht.

Als Adrian während der Arbeit riesige Blutergüsse auf Amelies Rücken sieht, verfestigt sich ein schlimmer Verdacht: Amelie könnte von häuslicher Gewalt betroffen sein. Als Täter kommt ihr Verlobter infrage, der sich immer wieder seltsam verhält, sobald Amelie in Adrians Nähe ist oder über ihren Chef aus dem „Carpe Diem“ spricht.

„Frühling“ im ZDF: Alle Sendetermine im Überblick

4. Februar: Frühling: Ein Zebra im Gepäck (Folge 44)
11. Februar: Frühling: Die verschwundenen Eltern (Folge 45)
18. Februar: Frühling: Wenn die Zeit stehen bleibt (Folge 46)
25. Februar: Frühling: Blick ins Morgen (Folge 47)
3. März: Frühling: Mit dem Feind im Bett (Folge 48)
10. März: Frühling: Holla, die Waldfee (Folge 49)

ZDF-Serie „Frühling“ zeigt ernste Themen: Neue Folgen zeigen bittere Realität

Tatsächlich ist das Thema der häuslichen Gewalt nicht aus der Luft gegriffen. Laut dem Bericht des Bundeskriminalamtes (BKA) waren 2023 in Deutschland 240.547 Personen von häuslicher Gewalt betroffen, davon mehr als 71 Prozent weiblich. Die ZDF-Serie „Frühling“ zeichnet damit abermals die Realität ab.

Ebenso interessant und auf die Handlung der Serie übertragbar: Mehr als 65 Prozent der Gewalttaten sind laut BKA innerhalb einer Partnerschaft passiert, der Rest ist innerfamiliäre Gewalt (mehr TV-News bei RUHR24 lesen).

In der Serie versucht Adrian über Umwege mehr über Amelie und ihr Privatleben herauszufinden. Er will seinen Verdacht zuerst bestätigen, bevor er weiter handelt. Ist das der ideale Weg, wenn man in seinem Umfeld Betroffene von häuslicher Gewalt vermutet?

Bittere Fakten hinter der ZDF-Serie „Frühling“: Experten geben wichtigen Rat

„Ein direktes Ansprechen auf den Verdacht hin, ist häufig nicht gut“, bestätigt der Verein „Weißer Ring“ auf Anfrage von RUHR24. Sinnvoller und zielführender sei es, der betroffenen Person zu verstehen zu geben, dass man für sie da sei und als Gesprächspartner zur Verfügung stehe.

Weißer Ring lieferte außerdem eine Übersicht für entsprechende Kontakte:

Hilfe bei häuslicher Gewalt – Kontakte für Betroffene

In akuten Gefahrensituationen bitte an die Polizei wenden: 110

In akuten Krisensituationen an das Opfer-Telefon des weißen Rings: 116 006 (7-22 Uhr, kostenfrei)

Telefon-Seelsorge: Telefon 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 (24 Stunden, kostenfrei)

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: Telefon 08000/116 016 (24 Stunden, kostenfrei)

Hilfetelefon Gewalt an Männern: Telefon 0800/1239900

Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen bietet auch einen Sofort-Chat an: www.hilfetelefon.de 

„Auch Frauenberatungsstellen, mit denen wir eng zusammenarbeiten, sind eine gute Anlaufstelle. Diese sind in jeder größeren Stadt zu finden“, so der Verein gegenüber RUHR24. Nach dem Staffelfinale zeigt das ZDF alte Folgen von „Frühling“.

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