Millionen Klickzahlen

Geheim-Favorit? Niederländischer ESC-Song sprengt das Netz

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Noch stehen nicht alle Teilnehmer für das ESC-Finale 2024 fest und trotzdem sticht ein Künstler mit Millionenaufrufen zu seinem Song im Netz hervor – ist er der geheime Favorit für den Sieg?

Leeuwarden – Am 11. Mai 2024 findet das Finale vom Eurovision Song Contest in der schwedischen Großstadt Malmö statt. Noch sind nicht alle Länder für die große Finalshow nominiert, doch bereits jetzt geht ein Künstler mit seinem ESC-Song durch die Decke und erobert das Netz.

„12 Punkte aus Deutschland“: Niederländer Joost Klein Favorit für ESC-Sieg?

Die Niederlande nominiert den Sänger Joost Klein (26) mit seinem Song „Europapa“ für den ESC. Doch noch ist der 26-Jährige nicht für das Finale des Musikwettbewerbs qualifiziert. Zuerst muss der Niederländer sich im zweiten Halbfinale, welches am 9. Mai um 21 Uhr live in der ARD ausgestrahlt wird, beweisen.

Mal Sieger, oft letzter Platz: So hat Deutschland beim ESC in den letzten Jahren abgeschnitten

Sängerin Lena Meyer-Landrut freut sich über den Sieg beim Eurovision Song Contest (ESC) 2010.
Konnte den letzten – und überhaupt erst zweiten Sieg – für Deutschland beim ESC verbuchen: Lena Meyer-Landrut. Mit ihrem Song „Satellite“ wusste sie das europäische Publikum 2010 für sich zu begeistern. Und nur ein Jahr später durfte Lena erneut beim ESC auftreten. © Jörg Carstensen/dpa
Sängerin Lena Meyer-Landrut während ihres Auftritts beim ESC 2021.
Nachdem sie den ESC 2010 für Deutschland gewinnen konnte, durfte Sängerin Lena Meyer-Landrut 2021 beim Eurovision Song Contest in Düsseldorf erneut antreten. Mit „Taken by a Stranger“ war ihr am Ende der 10. Platz vergönnt. © Jörg Carstensen/dpa
Sänger Roman Lob während seines Auftritts beim ESC 2012.
„Standing Still“ hieß der Song von Sänger Roman Lob, mit dem er beim ESC 2012 am Ende den achten Platz belegen konnte. ©  Jörg Carstensen/dpa
Sängerin Cascada während des ESC-Finale 2013 in Malmö (Schweden).
Schon vor ihrer Teilnahme am ESC 2013 in Malmö war Dancepop-Künstlerin Cascada ein Name in Deutschland. Bei Eurovision Song Contest sollte ihr Song „Glorious“ aber nicht allzu gut ankommen. Es reichte nur für den 21. Platz. © Jörg Carstensen/dpa
Ela Steinmetz von der Band Elaiza während ihres ESC-Auftritts 2014 für Deutschland.
Beim ESC 2014 aus Kopenhagen wurde Deutschland durch Elaiza vertreten. Das Trio um Ela Steinmetz trat mit „It Is Right“ an – und belegte damit den 18. Platz. Dieser sollte bis 2018 die beste Platzierung Deutschlands beim ESC bedeuten. © Keld Navntoft/dpa
Sängerin Ann Sophie während ihres Auftritts beim ESC 2015.
Ihr „Black Smoke“ sollte keinen großen Anklang finden: Beim ESC 2015 aus Wien wurde Deutschland durch Ann Sophie vertreten. Die Sängerin konnte jedoch keinen einzelnen Punkt einheimsen – und wurde folgerichtig Letzte. © Julian Stratenschulte/dpa
Sängerin Jamie-Lee während ihres ESC-Auftritts 2016.
Auch 2016 war nicht das Jahr Deutschlands beim ESC. Mit der quirligen Sängerin Jamie-Lee und ihrem Beitrag „Ghost“ gab es zwar wieder Punkte, nämlich derer elf. Das sollte jedoch nur für den 26. und damit letzten Platz reichen. © Maja Suslin/dpa
Sängerin Levina während ihres ESC-Auftritts 2017.
Nur etwas für Freunde von Galgenhumor: Mit Levina konnte sich Deutschland beim ESC 2017 steigern – und nunmehr den vorletzten Platz erreichen. Lediglich sechs Punkte konnte das „Perfect Life“ der Sängerin einheimsen. Doch ein Jahr später sollte sich alles ändern. © Julian Stratenschulte/dpa
Sänger Michael Schulte und die deutsche Delegation freuen sich über seinen vierten Platz beim ESC 2018.
So sehen Sieger (der Herzen) aus: Singer-Songwriter Michael Schulte konnte beim ESC 2018 mit seinem Song „You Let Me Walk Alone“ den vierten Platz für Deutschland erreichen. Insgesamt 340 Punkte sammelte das Stück, in dem der Lockenkopf den frühen Tod seines Vaters verarbeitet. © Jörg Carstensen/dpa
S!sters aus Deutschland treten im Finale des Eurovision Song Contests (ESC) 2019 auf.
Ein Jahr nach dem ESC-Auftritt von Michael Schulte ging es für Deutschland aber wieder rasant bergab. Mit dem Duo S!sters und dem Song „Sister“ wurde beim ESC 2019 nur der 25. Platz erreicht. © Sebastian Scheiner/dpa
Ben Dolic tritt in der ARD-Show „Eurovision Song Contest 2020 - das deutsche Finale“ auf, die live aus der Elbphilharmonie in Hamburg übertragen wurde.
Und dann kam Corona: Wegen der Pandemie musste der ESC 2020 abgesagt werden. Deutschland wäre durch Ben Dolic und dessen Song „Violent Thing“ vertreten gewesen. In Form von Ersatz-Musikshows durfte der Sänger dann doch noch Auftritt auf der Bühne genießen. © Uwe Ernst/dpa
Der Sänger und Musical-Darsteller Jendrik tritt während der zweiten Kostümprobe des ersten Halbfinales des Eurovision Song Contest (ESC) in der Ahoy Arena auf.
Konnte Deutschland beim ESC 2019 „noch“ den vorletzten Platz belegen, wurde die Bundesrepublik beim Eurovision Song Contest 2021 mal wieder letzter. Sänger Jendrik trat mit dem Gute-Laune-Song „I Don‘t Feel Hate“ an – und konnte sich am Ende des Finales über lediglich drei Punkte freuen. © Sören Stache/dpa
Malik Harris aus Deutschland singt den Song „Rockstars“ beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC).
Und auch beim ESC 2022 war Deutschland nicht mehr als der letzte Platz im Tableau vergönnt. Immerhin: Malik Harris konnte mit seinem Song „Rockstars“ die Punkteausbeute vom Vorjahr verdoppeln. Nun gab es sechs Punkte. ©  Jens Büttner/dpa
Die Band Lord of the Lost sollte beim ESC 2023 die Pleiten der letzten Jahre vergessen machen. Doch auch sie kamen bei der Jury und den Zuschauern nicht gut an und landeten auf dem letzten Platz.
Die Band Lord of the Lost sollte beim ESC 2023 die Pleiten der letzten Jahre vergessen machen. Doch auch sie kamen mit dem Song „Blood & Glitter“ bei der Jury und den Zuschauern offenbar nicht gut an. Es wurde Rang 26 und damit mal wieder der letzte Platz.  © Jessica Gow/TT/Imago

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Doch im Netz scheint der Künstler bereits überzeugt zu haben. Schon jetzt kann Joost Klein mit dem offiziellen Musikvideo zu seinem Song auf YouTube über 9 Millionen Aufrufe aufweisen – kein anderer ESC-Beitrag hat bisher so viele Klicks aufbringen können. Und die Kommentare sprechen für sich: „Ist das nicht der Typ, der den ESC 2024 gewonnen hat?“, so ein User unter dem Musikvideo oder „12 Punkte aus Deutschland. Bester Track. Meisterstück“ und „Italien hier, ich hoffe, der Song gewinnt“.

ESC-Termine 2024

7. Mai 2024 (Dienstag): Erstes Halbfinale (21 Uhr, live)
9. Mai 2024 (Donnerstag): Zweites Halbfinale (21 Uhr, live)
11. Mai 2024 (Samstag): Finale (21 Uhr, live)

Hommage an verstorbenen Vater: Joost Klein versprach Vater ESC-Teilnahme

In seinem Song „Europapa“ geht es um einen Waisenjungen, der auf der Suche nach sich selbst durch Europa reist – es ist eine Hommage an seinen verstorbenen Vater: „Als er mich erzog, vermittelte er mir eine umfassende Sicht auf die Welt“, erzählt Joost Klein auf der offiziellen Website zum Eurovision Song Contest. Doch nicht nur das: mit der Teilnahme am ESC-Vorentscheid löst er auch ein Versprechen ein, welches er einst seinem Vater gab. Bereits als Kind soll er ihm gesagt haben, dass er irgendwann beim Eurovision Song Contest teilnehmen werde.

Ob er sich im ESC-Vorentscheid gegen die anderen Länder durchsetzen kann und es ins Finale nach Malmö schafft, ist noch unklar. Wo dagegen bald Licht ins Dunkel gebracht wird: In absehbarer Zeit wird verkündet, wer Peter Urbans (75) Nachfolge als ESC-Kommentator antreten wird. Verwendete Quellen: eurovision.de, youtube.de, rtl.de

Rubriklistenbild: © IMAGO / ANP

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