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Nach viel Kritik in seinem ersten Jahr als „hart aber fair“-Moderator, wagt Louis Klamroth einen Neustart mit eigener Produktionsfirma. Es gibt einige Änderungen.
Dortmund – Nachdem zuletzt ein Urgestein die ARD-Talkshow verlassen hat, kommt es zu weiteren drastischen Änderungen. Die ARD-Talksendung „hart aber fair“ startet am 29. Januar 2024 nach der Winterpause mit einem innovativen Konzept und zahlreichen Veränderungen durch Moderator Louis Klamroth. Die Neuausrichtung verspricht nicht nur eine äußerliche Erneuerung, sondern inhaltliche Neuerungen und einen digitalen Ansatz.
„Hart aber fair“ zurück im TV-Programm – Louis Klamroth verändert Show drastisch
Das überarbeitete Konzept umfasst eine Anpassung in der Auswahl der Gäste und Themen, eine neue Dramaturgie sowie einen frischen Studioaufbau im Townhall-Charakter. „‘Hart aber fair‘ wird nicht nur im neuen Gewand daherkommen, sondern auch inhaltlich neue Akzente setzen und digitaler werden. Wir werden viel ausprobieren, darauf freue ich mich“, so Louis Klamroth laut der ARD.
Besonders der direkte Dialog mit Bürgern soll in den Fokus rücken. Ihre Stimmen und Meinungen sollen eine große Rolle spielen. Gesellschaftliche Debatten sollen dadurch noch mehr in den Mittelpunkt rücken (mehr TV-News bei RUHR24 lesen).
„Weniger ritualisierte Scheinkämpfe“: Neuausrichtung bei „hart aber fair“ in der ARD
In einem Interview mit der Zeit unterstreicht Klamroth außerdem, dass er weniger „diese ritualisierten Scheinkämpfe ausfechten“ wolle, für die Polittalks oft zu Recht kritisiert würden. Die Neuausrichtung von „Hart aber fair“ soll mehr Menschen der Gesellschaft einbeziehen, die man laut Klamroth „sonst nicht im Fernsehen sieht“. Das Motto der Sendung, „Wenn Politik auf Wirklichkeit trifft“, soll so weiterentwickelt werden, um ein jüngeres Publikum anzusprechen.
Eine weitere Veränderung betrifft die ARD-Mediathek. In dieser wird es nun dienstags eine von Louis Klamroth kommentierte und „redaktionell ergänzte Version“ der Sendung vom Vorabend verfügbar sein wird.
Vielleicht hilft diese Neuausrichtung der Talkshow aus der Krise, in der sie, seitdem Louis Klamroth die Moderation Anfang 2023 übernahm, steckt. Sein Vorgänger Frank Plasberg kritisiere die Entwicklung der Sendung zuletzt. „Hart aber fair“ bleibt weiterhin montags um 21:00 Uhr in der ARD zu sehen, während die Mediathek-Version jeweils am Dienstagnachmittag abrufbar ist.