„Tatort“-Aus für Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl? Das denkt TV-Kollege Ferdinand Hofer
VonDiane Kofer
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Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl denken über ihre „Tatort“-Zukunft nach – das Münchner Ermittler-Duo wird nicht jünger. Ein Ausstieg wäre für die Fans dramatisch, aber auch für ihren Kollegen Ferdinand Hofer?
München – Am Sonntagabend (29. Oktober 2023) gehen Miroslav Nemec (69) und Udo Wachtveitl (65) im Münchner „Tatort“ wieder auf Verbrecherjagd. Bei den Fans der Reihe ist das Ermittler-Duo ziemlich beliebt. Umso größer ist die Angst, dass die zwei bald ausgetauscht werden könnten. Immerhin hat die ARD zuletzt ordentlich aussortiert und einige Schauspieler rausgeschmissen. Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl haben selbst schon über ihre Zukunft gesprochen und ein Aus angedeutet. Was denkt ihr jüngerer Kollege Ferdinand Hofer (30) über ein mögliches Ende der München-Ära?
Münchner „Tatort“ ohne Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl: Das hält Ferndinand Hofer davon
In den vergangenen Monaten hat die ARD weitreichende Umstrukturierungen vorgenommen – nicht nur bei den sendereigenen Talkshows, sondern auch beim „Tatort“. Die Reihe soll insgesamt verjüngt werden, weswegen sich die Fans nahezu um jedes Ermittler-Team Sorgen machen. Die Münchner Kommissare Ivo Batic und Franzi Leitmayr, die von Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl gespielt werden, haben sich zu ihrer „Tatort“-Zukunft bereits geäußert und die nahende „Rente“ angedeutet. Sie seien dem „Rückzugsalter näher“ als ihre jungen Kollegen. Genau einen dieser jungen Kollegen scheint ein Umbruch gar nicht allzu sehr zu stören – zumindest rein beruflich betrachtet.
Ausraster, Abbruch, Krankenhaus: Die größten TV-Skandale Deutschlands aller Zeiten
Ferdinand Hofer (30), der den Münchner Ermittlern seit 2014 in der Rolle von Assistent Kalli Hammermann zur Seite steht, wird als möglicher Nachfolger von Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl gehandelt. Ob die beiden „Tatort“-Urgesteine oder andere Schauspieler die Hauptrollen übernehmen, ist ihm egal. „Kalli ist für mich eine Rolle, die ich formen und ausstatten will. Solange ich immer noch das Feuer spüre, dass es da noch was zu holen gibt, mache ich das sehr gerne. Und das ist – um ehrlich zu sein – eigentlich nicht wirklich abhängig davon, wer sonst noch mitspielt“, schildert er.
Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur betont er zudem, dass das nicht nur für den „Tatort“ gilt, sondern auch für andere Rollen. „Ich mache ja auch andere Filme und das mache ich ja nicht, weil XYZ mitspielt, sondern weil ich die Figur besonders spannend finde“, stellt der 30-Jährige klar.
Das Phänomen „Tatort“
Seit der Ausstrahlung der ersten „Tatort“-Folge „Taxi nach Leipzig“ am 29. November 1970, hat sich das wöchentliche Krimi-Format zu einem wahren TV-Phänomen entwickelt und beschert der ARD mit jeder neuen Folge ein Millionenpublikum. Bis heute sind stolze 102 Ermittler in der Erfolgssendung zu sehen gewesen – die meisten Einsätze kann dabei das Münchner Duo Ivo Batic (Miroslav Nemec, 68) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl, 64) verzeichnen. Von den 22 stetig wechselnden Schauplätzen und Teams – darunter Ludwigshafen, Wien, Stuttgart, Hamburg, Zürich und Bremen – gelten Frank Thiel (Axel Prahl, 62) und Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, 58) aus Münster als die am beliebtesten, wie eine Umfrage von t-online aus dem Jahr 2022 ergeben hat.
Umbruch beim „Tatort“: Gespräche über Zukunft von Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl laufen bereits
In der Sonntagsfolge „Königinnen“ sind Ferdinand Hofer, Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl aber noch alle vereint im TV zu sehen. Wie viele weitere Episoden in gewohnter Besetzung und unter Einhaltung alter Gewohnheiten noch laufen werden, bleibt abzuwarten. Udo Wachtveitl gibt gegenüber der dpa preis, dass Gespräche über die Zukunft des Münchner Ermittlerteams in vollem Gange sind. „Die führen bestimmt nicht dazu, dass wir noch mal neu anfangen“, hält er fest.
Allzu schnell dürfte sich beim Münchner „Tatort“ aber nichts ändern. „‘Königinnen‘ ist Nummer 93, zwei weitere sind bereits abgedreht und Konkretes ist in Vorbereitung“, plaudert Miroslav Nemec aus – hält sich sonst aber bedeckt.. „Mehr kann ich dazu nicht sagen“, meint er. Schon vor Ausstrahlung von „Tatort – Königinnen“ gibt es zahlreiche Reaktionen der Zuschauer. Verwendete Quellen:Deutsche Presse-Agentur