Roland bei „In aller Freundschaft“: Seine schwersten Schicksalsschläge

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Der Tod von seiner Ehefrau Pia dürfte für Roland einer der schwersten Momente bei „In aller Freundschaft“ gewesen sein.
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Roland musste in 25 Jahren „In aller Freundschaft“ einige Krisen durchstehen. Von Leukämie bis hin zur Erblindung: Das waren seine schwersten Momente.

Leipzig – Seit einem Vierteljahrhundert gehört Dr. Roland Heilmann zum festen Inventar der Sachsenklinik. Der von Thomas Rühmann gespielte Arzt hat in dieser Zeit viel durchgemacht. Erst kürzlich konnte Roland aus „In aller Freundschaft“ sein Augenlicht nach einer experimentellen Operation wiedererlangen. Doch die zeitweise Erblindung war bei weitem nicht der einzige Schicksalsschlag.

Roland bei „In aller Freundschaft“: Seine schwersten Schicksalsschläge

Die ersten Jahre in der Sachsenklinik waren für Dr. Roland Heilmann bereits von einem schweren Verlust geprägt: In Folge 31 musste er den Tod seines Vaters Otto verkraften, der an Tollwut verstarb. Auch in der Liebe durchlebte er turbulente Zeiten – eine Affäre brachte seine Ehe mit Pia (Hendrikje Fitz) an den Rand der Scheidung.

Doch das war erst der Anfang: In Folge 186 von „In aller Freundschaft“ stürzte Roland Heilmann mit einem Sportflugzeug ab und erlitt schwerste Verletzungen. Monatelang kämpfte er sich durch Reha und Physiotherapie zurück ins Leben.

Kaum hatte er sich erholt, stellten die Ärzte Leukämie bei ihm fest. Ausgerechnet sein kleiner Enkel Jonas wurde zum Retter in der Not: Obwohl Kinder normalerweise nicht infrage kommen, spendete er in Folge 350 Knochenmark. Roland besiegte den Krebs schließlich dank der Spende (mehr über „In aller Freundschaft“ bei RUHR24 lesen).

„In aller Freundschaft“: Rolands Ehefrau Pia Heilmann verunglückt in Italien

Über 30 Jahre waren Roland und Pia Heilmann verheiratet, als das Schicksal erbarmungslos zuschlug: Bei einer Wanderung in der Toskana ereilte Pia durch einen Erdrutsch der Serientod. Roland erfuhr die niederschmetternde Nachricht ausgerechnet während einer Operation in Folge 745 von „In aller Freundschaft“.

„In aller Freundschaft“ früher: Diese Schauspieler haben die Serie verlassen

Isabel Varell beim Jubiläumsevent zur 2500. Folge der ARD Soap Rote Rosen im Libeskind Auditorium L
Isabel Varell (Linda Schneider): Nach einem Jahr in der Sachsenklinik-Cafeteria verließ Isabel Varell 2019 die ARD-Serie wieder. Die vielseitige Künstlerin ist dem TV-Publikum heute vor allem als Moderatorin bekannt und tritt regelmäßig in Shows und Unterhaltungssendungen auf. © Future Image/Imago
Dr Achim Kreutzer JOACHIM KRETZER und Charlotte Gaus URSULA KARUSSEIT
Joachim Kretzer (Dr. Achim Kreutzer): Als erster Darsteller des Dr. Kreutzer war Joachim Kretzer nur in den ersten 39 Folgen von „In aller Freundschaft“ zu sehen. Nach seinem Ausstieg feierte er vor allem in der ARD-Serie „Rote Rosen“ große Erfolge, wo er von 2010 bis 2020 sogar eine Doppelrolle spielte. Auf dem Foto ist er mit der „In aller Freundschaft“-Ikone Ursula Karusseit zu sehen. © United Archives/Imago
SCHAUSPIELER ROLF BECKER, HENDRIKJE FITZ, URSULA KARUSSEIT UND THOMAS RUEHMANN (L-R) AM SET DER ARD SERIE IN ALLER FREUNDSCHAFT
Ursula Karusseit (Charlotte Gauß): 21 Jahre lang verkörperte die Theater-Größe die beliebte Charlotte Gauß (2. v. r.), bis zu ihrem Tod im Februar 2019. Die Rolle der guten Seele der Sachsenklinik wurde ihr letztes großes TV-Engagement - wenige Monate nach ihrem Tod verstarb auch ihre Serienfigur auf Teneriffa. Auf diesem Foto ist sie mit den „In aller Freundschaft“-Legenden Rolf Becker, Hendrikje Fitz und Thomas Rühmann zu sehen. © Eventpress/Imago
Berlin Arzu Bazman und Hendrikje Fitz Jubilaeumsveranstaltung In aller Freundschaft Fernsehserie
Hendrikje Fitz (Pia Heilmann): 18 Jahre lang spielte sie die Physiotherapeutin Pia Heilmann, bis sie 2016 ihren Kampf gegen den Krebs verlor. In ihrer letzten Szene, die bereits Monate vor ihrem Tod gedreht wurde, verabschiedete sie sich mit einer Italien-Reise - ihre Serienfigur starb später bei einem Erdrutsch in Siena. © Eibner/Imago
Stephen Dürr beim BILD RENNTAG auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen am 01.05.2024 *** Stephen Dürr at the BILD RENNTAG
Stephen Dürr (Vladi Nemetz): Nach sieben Jahren und einem dramatischen Serientod durch einen Autounfall verließ Stephen Dürr 2005 die Sachsenklinik. Später machte er vor allem durch Reality-TV von sich reden, etwa durch seine Teilnahme am „Sommerhaus der Stars“ und bei „Promi Big Brother“. © Gartner/Imago
Andrea Kathrin Loewig und Maren Gilzer am Set von „In aller Freundschaft“
Maren Gilzer (Yvonne Habermann): 16 Jahre lang war die ehemalige „Glücksrad“-Fee als Krankenschwester Yvonne zu sehen, bis sie 2014 mit ihrer Serienfigur nach Dubai auswanderte. Im Jahr darauf krönte sie ihre TV-Karriere mit dem Sieg beim RTL-Dschungelcamp. © STAR-MEDIA/Imago
Jutta Kammann beim Fanfest zu 15 Jahren „In aller Freundschaft“
Jutta Kammann (Ingrid Rischke): Als resolute Oberschwester Ingrid prägte sie 16 Jahre lang die Sachsenklinik, bis sie 2014 in den Serienruhestand ging. Auch danach kehrte sie noch mehrfach für Gastauftritte zurück, zuletzt 2021 in der Episode „Rettungsaktionen“. © STAR-MEDIA/Imago
Erfurt ARD In aller Freundschaft Folge 800 Dr Ahrend Roy Peter Link +Dr Roland Heilmann Thomas Ruehmann
Roy Peter Link (Dr. Niklas Ahrend): Nach seinem Ausstieg 2015 wechselte er direkt zum Spin-off „In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte“. Dort spielte er seine Rolle des Dr. Niklas Ahrend noch bis 2019 weiter, bevor seine Figur nach San Francisco auswanderte. Niklas ist der Halbbruder von Kathrin Globisch (Andrea Kathrin Loewig). © Eibner/Imago
In aller Freundschaft (mdr) - Darsteller - 10/98 te Serie Film quer stehend halb Logo Schild v.li.: Stephen Dürr Hendrikje Fitz Joachim Kretzer Jutta Kammann Ina Rudolph Thomas Rühmann Hendrikje Fitz Dieter Bellmann
Ein historisches „In aller Freundschaft“-Foto aus den Anfangstagen: Von den hier abgebildeten Darstellern ist heute nur noch Thomas Rühmann (Dr. Roland Heilmann) in der ARD-Serie zu sehen. Die anderen Stars wie Stephen Dürr, Hendrikje Fitz (†), Joachim Kretzer, Jutta Kammann, Ina Rudolph und Dieter Bellmann (†) haben die Sachsenklinik bereits verlassen - einige davon unter besonders tragischen Umständen. © teutopress/Imago

Was folgte, waren dramatische Szenen: Dr. Roland Heilmann flüchtete aus der Klinik, holte wie betäubt die Kinder von der Schule ab und versuchte dann, den Verlust zu verdrängen. Er bestand sogar darauf, die Beerdigung seiner Frau im kleinsten Kreis abzuhalten – sehr zum Unmut seiner Freunde und Kollegen.

„In aller Freundschaft“ in der ARD: Roland wird angeschossen und erblindet

Als wäre das alles nicht genug gewesen, wurde Dr. Roland Heilmann in Folge 1041 auch noch angeschossen. Nach einer Notoperation erwachte er – und konnte nichts mehr sehen. Der erfahrene Chirurg musste seinen geliebten Beruf aufgeben.

Doch wie so oft in der Sachsenklinik gab es auch diesmal ein Happy End: Die findige Neurochirurgin Dr. Phan, die „In aller Freundschaft“ im Januar 2025 verlässt, konnte ihrem Kollegen helfen. Kurz darauf wird Roland allerdings in einen schweren Autounfall verwickelt, bei dem er sich als Retter erweisen muss.

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Für viele Fans von „In aller Freundschaft“ dürfte klar sein: Gerade diese Höhen und Tiefen machen Dr. Roland Heilmann zu einer der beliebtesten Figuren der Serie. Aller Wahrscheinlichkeit nach arbeiten die Autoren der ARD-Serie schon am nächsten großen Drama.

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