„Bin daran gewöhnt, angegriffen zu werden“: Til Schweiger spricht nach Negativ-Schlagzeilen Klartext
VonLukas Einkammerer
schließen
Til Schweiger sah sich 2023 mit schweren Vorwürfen und Negativschlagzeilen konfrontiert. Dazu findet der Schauspieler nun klare Worte.
Mallorca – 2023 war ein turbulentes Jahr für Til Schweiger (59). Nach schweren Vorwürfen wegen seines Alkoholkonsums und seines Verhaltens am Set von „Manta Manta – Zwoter Teil“ brach der Schauspieler im Oktober in einem Stern-Interview erstmals sein Schweigen. Anlässlich des Kinostarts seines neuen Films lässt er die vergangenen Monate nun erneut Revue passieren – und findet dabei sehr deutliche Worte.
Til Schweiger: „Man muss für seine Fehler geradestehen“
In den vergangenen Monaten herrschte ein großer, medialer Wirbel rund um Til Schweiger. Der Schauspieler wurde nicht nur mit dem Vorwurf der Alkoholsucht konfrontiert, auch Anschuldigungen über unzumutbare Bedingungen an seinen Filmsets wurden laut. In einem Interview mit dem Stern bezog der Wahlmallorquiner Stellung zu den Berichten – und zeigte sich dabei selbstkritisch.
Ihm sei mittlerweile durchaus bewusst, dass er ein Alkoholproblem habe. „Ich habe dieses Thema immer vor mir hergeschoben. Es wurde schleichend mehr, und dann kam es zu Kontrollverlusten. Danach habe ich mich immer unheimlich geschämt“, erläuterte der Kinostar.
Stefan Frank, Martin Gruber, Wolf Sander: Die kultigsten Serien-Ärzte aller Zeiten
Zum Start seines neuen Films „Das Beste kommt noch“ sprach Til Schweiger mit bild.de nun über die ereignisreichen Monate, die hinter ihm liegen. Wie der gebürtige Freiburger betont, sei er mit sich im Reinen. „Ich habe meinen Kindern immer gesagt, dass es okay ist, Fehler zu machen“, erklärt er. „Aber man muss für seine Fehler auch geradestehen, sich entschuldigen und – daran halten sich viele Leute nicht – die Fehler nicht den anderen in die Schuhe schieben oder mit dem Finger auf andere zeigen. Das wird hier ja sehr gerne gemacht.“
„Habe dem Affen Zucker gegeben“: Til Schweiger spricht über „Manta Manta“-Vorwürfe
Von den Schlagzeilen und dem Trubel der vergangenen Monate habe Til Schweiger sich größtenteils ferngehalten – mit öffentlicher Kritik sah er sich in der Vergangenheit aber schon oft konfrontiert, sei es wegen seiner Arbeit beim „Tatort“, oder weil er sich für Flüchtlinge eingesetzt hat. „Ich bin daran gewöhnt, angegriffen zu werden. Meistens, wenn ich meine Meinung gesagt habe. Und die habe ich immer gesagt“, erläutert er, „Manchmal bin ich vielleicht über das Ziel hinausgeschossen. Die Situation in diesem Jahr hatte allerdings eine neue Qualität.“
Auch auf die Vorwürfe, die ihm zu seinem Fehlverhalten am Set von „Manta Manta – Zwoter Teil“ gemacht wurden, blickt Til Schweiger zurück – und findet dabei sehr deutliche Worte. „Überall, wo ich auftauchte, hieß es plötzlich nur noch: Er hat dies gemacht, er hat jenes gemacht“, erklärt er, „Sicher – ich habe oft genug Sch**** gebaut. Ich habe dem Affen Zucker gegeben, da war ich selber Schuld. Aber ich habe mich immer entschuldigt.“