Konzert wichtiger als CDs: Musikexperte erklärt Helene Fischers überstürztes Comeback
Trotz noch nicht ganz verheilter Rippe steht Helene Fischer derzeit mit ihrer „Rausch“-Tour auf der Bühne. Ein Experte ist sich sicher: Eine längere Pause hätte sich die Schlagerqueen nicht leisten können.
Hamburg – Helene Fischer (38) feierte am vergangenen Dienstag (11. April) in der Barclays Arena in Hamburg ein spektakuläres Bühnen-Comeback und gleichzeitig den Auftakt ihrer leicht verzögerten „Rausch“-Tour. Nach einer Rippenfraktur musste die Schlagerqueen zuvor noch kurzfristig die ersten Termine absagen. Viel Zeit zum Auskurieren brauchte Fischer jedoch nicht.
Verändertes Musikbusiness: Früher CDs und Platten, heute Shows und Konzerte
Musikproduzent Thomas Stein hat dem Sender RTL nun im Interview erklärt, was hinter der schnellen Rückkehr Fischers steckt: Demnach hätte sich die Sängerin keine längere Pause leisten können. Denn Künstlerinnen und Künstler wie Helene Fischer erhalten laut Stein 80 bis 90 Prozent ihrer Einnahmen durch Konzerte.
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Früher seien hingegen noch die Verkäufe von CDs und Platten die größte Geldquelle für Musikerinnen und Musiker gewesen. „Heute ist das Konzert das wichtigste Tool. […] Die Einkommensströme haben sich verlagert. Beim Konzert kannst du heute deutlich mehr Einnahmen generieren als es früher mit Platten oder CDs der Fall war“, verrät Stein, betont jedoch auch: „Das setzt allerdings voraus, dass du live singen und präsentieren kannst.“ Ebenjene Voraussetzungen erfüllt Helene Fischer bekanntlich ohne Zweifel.
So viel haben die erfolgreichsten Live-Tourneen aller Zeiten eingespielt:
U2 - „360° Tour“ (834 Millionen Euro)
Ed Sheeran - „÷ Tour“ (773 Millionen Euro)
The Rolling Stones - „Bigger Bang Tour“ (685 Millionen Euro)
(Quelle: radiox.co.uk)
Musikexperte vermutet: So viel verdient Helene Fischer mit ihrer Mega-Tour
Für ihre Mega-Show zusammen mit den Artisten des kanadischen Cirque du Soleil dürfte die 38-Jährige laut Stein auch entsprechend belohnt werden. Jeder Künstler habe für seine Auftritte unterschiedliche Beteiligungsformen, verrät der Musikproduzent weiter. Er gehe davon aus, „dass Helene Fischer das Konzert hauptsächlich mit ihrem Management selbst durchführt und dann [circa] 80 Prozent der Einnahmen behält“.
Obwohl Fischer dem Experten zufolge alle Kosten selbst trage, so etwa auch für „die Bühne, das Licht, jeden Scheinwerfer, jeden Parkplatzwächter“, sei für sie durch die Eintrittspreise „allemal ein auskömmliches Einkommen gewährleistet“.