„Tatort“ ohne Thiel und Boerne?

Ende für das Münster-„Tatort“-Team? Jan Josef Liefers und Axel Prahl kommentieren Gerüchte

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Die beiden „Tatort“-Darsteller Jan Josef Liefers und Alex Prahl wurden im TV auf Gerüchte über ein Ende des Münster-Duos angesprochen. Das sagen die Schauspieler dazu.

Köln – Nachdem in diesem Jahr das Aus des „Tatort“-Duos in München bekannt wurde, äußerten sich die Ermittler aus Münster nun in einer TV-Show auf wiederkehrende Gerüchte angesprochen. Nach 22 Jahren spekulieren Fans auf ein baldiges Ende.

Gerüchte um Ende beim „Tatort“ Münster nicht zum ersten Mal

Seit 2002 ist das Duo auf dem Bildschirm als Kriminalhauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl, 63) und Rechtsmediziner Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, 59) zu sehen. Mal witzig, mal verschroben, mal ernst – die beiden starken Charaktere kommen beim Publikum sehr gut an. Umso schockierender sind Meldungen um ein drohendes Ende für eingefleischte Fans. Gerüchte dazu gab es schon häufiger. 2015 berichtete der Stern, es gebe zwischen Darstellern und Sender Differenzen um die Weiterentwicklung der Figuren, weshalb man ihnen sogar den damaligen Kinofilm angeboten hätte, der auch 2016 erschien.

Von Roland Kaiser bis Helene Fischer: Diese Promis spielten bereits im „Tatort“ mit

Die Zuschauerlieblingen Schenk und Ballauf ( Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt) sowie die restlichen „Tatort“-Teams des WDR blicken in die Kamera.
Seit 1970 begeistern die Ermittler-Teams schon die Krimi-Fans. Neben den Kommissaren standen aber auch andere bedeutende deutsche Stars vor der Kamera. © WDR
Schlagersängerin Helene Fischer im „Tatort: Der große Schmerz“
2016 spielte keine geringere als Schlagerqueen Helene Fischer beim „Tatort“ mit. Als Auftragskillerin hielt sie das Ermittler-Team aus Hamburg auf Trab. In der Episode „Der große Schmerz“ spielte sie an der Seite von Til Schweiger.  © WDR/NDR/Gordon Timpen
Maria Furtwängler, Udo Lindenberg und Detlev Buck sitzen an der Bar
Im Fall „Alles kommt zurück“ trat Udo Lindenberg im Tatort mit Maria Furtwängler auf. Die in Hamburg gedrehte Folge wurde 2021 ausgestrahlt. © NDR/Frizzi Kurkhaus
Nina Hagen steht vor einem Ufo und singt in ein Mikrofon
Die „Tatort“-Episode „Tod im All“ aus dem Jahr 1997 konnte mit mächtiger Starbesetzung glänzen. Sängerin Nina Hagen tat als sie selbst im Krimi auf. Doch noch ein weitere Promi ist in dieser Episode zu sehen. ©  SWR/Wolf Tschira
Anke Engelke lacht in die Kamera
Auch Anke Engelke war im Tatort „Tod im All“ zu sehen. Die Entertainerin spielte Radiomoderatorin „Anke“. © dpa
Roland Kaiser steht auf der Bühne und singt.
Bei der „Tatort“-Folge „Summ, Summ, Summ“ ermittelt das beliebte Münsteraner Duo, bestehend aus dem Hauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und dem Rechtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers). Doch der Star der Episode ist kein geringerer als Roland Kaiser  © ORF
Hugo Egon Balder im „Tatort: Borowski und die Sterne“
Er ist kaum wiederzuerkennen: Hugo Egon Balder spielt im NDR-Tatort „Borowski und die Sterne“ einen Rockstar. © ARD
Oliver Mommsen, Sabine Postel und Jeanette Biedermann unterhalten sich
2007 wagte Jeanette Biedermann einen Gastauftritt im „Tatort“ als Rocksängerin Dana. © Radio Bremen/Jörg Landsberg
Götz George, Dieter Bohlen und Eberhard Feik legen sich die Hände auf die Schultern
Grimme-Preis-gekrönt: Der „Tatort: Moltke“ ist laut Kritikermeinung ein absolutes Highlight der Krimi-Reihe. In dieser Episode ist auch der Poptitan Dieter Bohlen zu sehen. © ARD
Joachim Löw und Oliver Bierhoff schauen sich an
Im „Tatort: Im Abseits“ (2011) haben Joachim Löw und Oliver Bierhoff einen Gastauftritt. Selbst im Krimi ist ihr Fußball-Wissen gefragt.  © ARD
Joshua Kimmich steht hinter einem Tresen
Fußballer als Fitnesstrainer: Der FC-Bayern-Star Joshua Kimmich begeisterte 2023 die Zuschauer mit seinem „Tatort“-Auftritt  © Hendrik Heiden/BR, Tellux Film GmbH / DPA
Frank Zander sitz am Steuer eines Wagens
In der „Tatort“-Episode „Der Hammer“ (2013) ist der Musiker Frank Zander als Zuhälter Bruno Vogler zu sehen. © WDR
Rudolph Mooshammer im BR-Tatort „Im Herzen Eiszeit“
Im Krimi ging es auch stylisch zu: Modemacher Rudolph Moshammer spielte 2000 im „Tatort: Blaues Blut“ einen Adelstitel-Händler. © NDR
Ausschnit aus dem „Tatort: Spielverderber“
Journalist Kai Diekmann ist unter die Statisten gegangen: Im Hannoveraner „Tatort: Spielverderber“ war er als Leiche zu bestaunen. © picture alliance / dpa | Frederic Batier/NDR
Frank Schätzing spricht mit Axel Milberg
Die Tiefsee wird ausgebeutet, der Ermittler geht auf Tauchgang: Im „Tatort: Borowski und das Meer“ von 2014 übernahm Autor Frank Schätzing eine Gastrolle.  © ARD
Bela B. und Udo Wachtveitl blicken in die Kamera
Bela B. (bekannt aus der Punkband „Die Ärtze“) ist in der Folge „Totentanz“ mit den Kommissaren Batic und Leitmayr zu sehen. Hier spielte Bela den Dance-Floor-Dj Lupo. © BR
„Die Toten Hosen“ als Volksmusikgruppe im „Tatort“
„Die Toten Hosen“ haben gleich zwei Gastauftritte im „Tatort“ zu verzeichnen. Zuerst stand die Band 1987 in der Folge „Voll auf Hass“ mit Ermittler Paul Stoever, als Punkband vor der Kamera. In der 300. Folge kam die Band wieder zurück zum „Tatort“. Doch dieses Mal als Volksmusikgruppe.  © BR
Rio Reiser sitzt auf einem Stuhl
Der „König von Deutschland“ Rio Reiser war ebenfalls als Gast im „Tatort“ zu sehen. 1989 und 1995 stand der Musiker mit Schimanski und Batic vor der Kamera. © BR
Berti Vogts hält ein Kaninchen auf dem Arm
Ex-Nationaltrainer Berti Vogts trat 1999 im „Tatort: Habgier“ vor die Kamera. Darin spielt er Jürgen Lampert, der seinem Nachbarn ein ausgebüxtes Kaninchen zurückbringt und dabei bemerkt, dass der Gashahn im Nachbarhaus offen steht.  © ARD

Bei der TV-Sendung „Kölner Treff“ am Freitag (15. März) von Moderatorin Susan Link (47) auf ein neues nahendes Ende angesprochen, äußerte sich Darsteller Axel Prahl eher neutral. Wie lange er noch mit Kollege Liefers im Duo Thiel und Boerne zu sehen sein wird, „hängt davon ab, wie lange man uns noch sehen will“. Sein „Das hängt ja auch ein bisschen vom Publikum ab“, wurde auch direkt mit ordentlichem Applaus vom Studiopublikum in Köln quittiert.

„Tatort“-Darsteller lassen sich zu keiner genauen Aussage hinreißen

Kollege Jan Josef Liefers hingegen verstrickt sich ein bisschen in Widersprüche: „Wir hätten selbst nie erwartet, dass wir das so lange machen. Wir hatten gedacht, nach der zehnten Episode oder so ist Schluss.“ Über ein Ende sagt er: „Man sagt ja immer, man muss aufhören, wenn es am schönsten ist.“ Das ist weder ein klares Ja noch ein klares Nein. Im Nachgang unterbricht er Moderatorin Susan Link noch einmal, um abzuschwächen: „Solange es noch schön ist, kann es ja immer noch ein bisschen schöner werden.“

Die Schauspieler Axel Prahl und Jan Josef Liefers bei der Aufzeichnung der WDR-Talkshow Kölner Treff.

Für ein Drehende gebe es kein Datum. Solange den Autoren immer noch genug einfalle, machen die beiden auch weiter. Momentan laufen die Dreharbeiten für den übernächsten „Tatort“. Das bedeute für beide Darsteller meistens Zehn-Stunden-Tage. Axel Prahl hat mit 63 beinahe das offizielle Rentenalter erreicht, Liefers wird in diesem Jahr 60. Doch von Ermüdungserscheinungen wollen die beiden auch nach 22 gemeinsamen Jahren im TV nichts wissen. „Es macht nach wie vor Spaß und alles, was Spaß macht, strengt auch nicht an“, sagt Prahl beim „Kölner Treff“.

Am Sonntag (17. März) werden Prahl und Liefers definitiv erst einmal im neuen „Tatort“ aus Münster in der Folge „Unter Gärtnern“ zu sehen sein. Darin müssen sich die beiden Ermittler um Intrigen und Affären in einer Kleingartenanlage kümmern. Ausgestrahlt wird die Folge um 20.15 Uhr im Ersten, ORF und SRF. Zuletzt wurde spekuliert, ob Jörg Hartmann (54) als Kommissar Faber den Dortmund-„Tatort“ verlässt. Verwendete Quellen: wdr.de, stern.de

Rubriklistenbild: © IMAGO/Christoph Hardt

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