- VonDavid Maciejewskischließen
In Film 19 von „Praxis mit Meerblick“ in der ARD geht es unter anderem um eine spezielle Ernährungsweise. Doch wie gesund ist sie wirklich?
Dortmund – Die Serie „Praxis mit Meerblick“ ist zurück im TV-Programm. Vier neue Folgen hat die ARD im Angebot. Der 19. Film trägt den Titel „Kleine Wunder“ und ist seit dem 10. April in der ARD-Mediathek verfügbar. Die TV-Ausstrahlung folgt am 12. April, um 20.15 Uhr. Ein zentrales Thema der neuen Episode ist die Ernährungsweise von Nora Kaminskis (Tanja Wedhorn) Patientin.
„Praxis mit Meerblick“: Experten warnen vor Ernährungsweise aus Folge 19
Während es in Film 19 von „Praxis mit Meerblick“ eine Baby-Überraschung für Nora gibt, muss sich ihre Patientin Rosa (Meira Durand) mit verschiedenen Symptomen auseinandersetzen. Doch was steckt hinter ihren Problemen? Eine Option könnte ihre Ernährungsweise sein, vermuten die Ärztinnen und Ärzte zu Beginn des Films.
Rosa ernährt sich ausschließlich von Rohkost. Das bedeutet nach Angaben der AOK, dass „die Lebensmittel also nicht gekocht, gebraten, gebacken oder pasteurisiert werden“. Neben Obst und Gemüse können zu der Ernährung auch rohes Fleisch und roher Fisch, sowie Rohmilch und Rohmilchkäse zählen. Insgesamt gibt es aber verschiedene Richtungen der Rohkost-Ernährung.
Rohkost-Ernährung in „Praxis mit Meerblick“ – DGE bescheinigt positive Auswirkungen
Grundsätzlich lässt sich beim Thema Rohkost-Ernährung sagen: Es kommt darauf an. Rohes Obst und Gemüse bieten viele gesundheitliche Vorteile. Laut Quarks zählt dazu etwa der „hohe Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen“.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sieht bei Rohkost-Ernährung zudem positive Auswirkungen, wie „geringerer Energiegehalt bei gleichem Sättigungsgefühl, positive Wirkung auf Zähne, Zahnfleisch und Verdauung durch gründliches Kauen und Einspeicheln.“
Rohkost-Ernährung in „Praxis mit Meerblick“ sorgt für unzureichende Nährstoffaufnahme
Grundsätzlich empfiehlt die DGE den Verzehr von Obst und Gemüse – macht zur Menge an Rohkost aber keine konkrete Angabe. Diese Ernährungsweise kann jedoch auch negative Auswirkungen haben, sofern ausschließlich darauf zurückgegriffen wird. Laut DGE ist dabei die Zufuhr folgender Nährstoffe nicht ausreichend: Protein, Vitamin B2, D, B12, Calcium, Zink.
Der Mangel lässt sich eben darauf zurückführen, dass zahlreiche Nährstoffe erst durch Erhitzung biologisch verfügbar sind und bei rohem Verzehr nicht vom Körper aufgenommen werden können. Ein weiteres Problem sehe die DGE zudem darin, dass im Vergleich zur durchschnittlichen Bevölkerung „ein wesentlich höherer Anteil der Rohköstler*innen untergewichtig“ sei.
„Nicht als Dauerernährung geeignet“ – Warnung vor Rohkost aus „Praxis für Meerblick“
Außerdem seien nicht alle „pflanzlichen Lebensmittel als Rohkostverzehr“ geeignet. Dazu zählen Kartoffeln, Bohnen, Auberginen, Rhabarber, Holunder oder Maniok. Risikogruppen, wie beispielsweise Schwangeren oder Menschen im hohen Alter rät die DGE davon ab „alle Lebensmittel roh“ zu verzehren (mehr TV-News bei RUHR24 lesen).
Die Gesellschaft zieht insgesamt folgendes Fazit: „Rohkosternährung ist nicht als Dauerernährung geeignet.“ Grundsätzlich ist gegen einen Anteil an Rohkost in der Ernährung aber nichts einzuwenden. In„Praxis mit Meerblick“ in der ARD war der Fall von Rohkost als Dauerernährung gegeben – was tatsächlich zu gesundheitlichen Problemen führen kann.
