- VonLinda Lorenzschließen
Ein Sonntagskrimi der ARD wird verschoben. Stattdessen bekommen TV-Zuschauern ein anderes Programm geboten. Die Entscheidung hat einen tragischen Grund.
Dieser Artikel wurde zuerst am 27. Januar veröffentlicht und betraf eine Programmänderung am 2. Februar.
Dortmund – Am Sonntag (2. Februar) sollte eigentlich ein „Polizeiruf 110“-Krimi im Ersten laufen. Der Film spielt in Magdeburg. Aufgrund des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt wurde die Ausstrahlung jetzt allerdings verschoben. Eine Sprecherin der ARD erklärt die Entscheidung.
ARD ändert TV-Programm aus tragischem Anlass
„Aus Respekt vor und in Mitgefühl mit den Opfern des Anschlags, ihren Familien und Freunden, den vielen Helferinnen und Helfern sowie der ganzen Stadt und Region haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“, so die Sprecherin gegenüber der DPA (mehr TV-News auf RUHR24).
Schließlich sei der Anschlag erst wenige Wochen her. Im Dezember fuhr ein Auto in die Menschenmenge des Magdeburger Weihnachtsmarktes. Sechs Menschen starben, über 200 Menschen wurden verletzt. Der Täter sitzt aktuell in Untersuchungshaft.
Darum geht es in dem ARD-Krimi „Polizeiruf 110“
Die Handlung des „Polizeiruf 110“-Krimis behandle auch Themen wie Trauer und Verlusterfahrungen. „Auch wenn der Film nicht von einem Anschlag handelt, so enthält er aufgrund seiner Thematik doch Elemente, die aktuell als belastend empfunden werden könnten“, so die ARD-Sprecherin weiter.
Statt „Polizeiruf 110“ soll an dem Sonntagabend um 20.15 Uhr ein „Tatort“ in der ARD ausgestrahlt werden. Wann der ursprünglich geplante Krimi im TV nachgeholt wird, ist bisher noch unklar. „Wir wägen zu gegebener Zeit ab, wie und wann der Film unter angemessenen Umständen veröffentlicht werden kann“, so die Sprecherin.
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In dem Programm der ARD lässt sich mittlerweile einsehen, dass am 2. Februar ein Dresdner „Tatort“ eingeplant ist. Darin geht es um einen verschwundenen Schüler, den die Dresdner Kripo sucht, wobei immer mehr Geheimnisse ans Licht kommen.