Streit am Set? Karin Hanczewski spricht nach „Tatort“-Aus Klartext
VonDiane Kofer
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Am Sonntag ist Karin Hanczewski als Ermittlerin beim Dresdner „Tatort“ zu sehen – doch nicht mehr lange. Jetzt erklärt die Schauspielerin ihren Ausstieg.
Dresden – Am 5. November 2023 ist es wieder so weit: Das Dresdner „Tatort“-Team widmet sich einem neuen Fall. Das bedeutet aber auch, dass Schauspielerin Karin Hanczewski (41) einen der letzten Auftritte an der Seite ihres Kollegen Martin Brambach (56) haben wird. Die Darstellerin von Kommissarin Karin Gorniak hat bereits vor einigen Monaten ihren Ausstieg offiziell gemacht. Immer wieder wird vermutet, dass ihre Entscheidung auf Streit am Set zurückzuführen ist. Jetzt spricht Karin Hanczewski Klartext.
Karin Hanczewskis „Tatort“-Aus: Fans und Bekannte spekulierten über Streit mit Martin Brambach
Seit 2016 gehört Karin Hanczewski zum Ermittlerteam im Dresdner „Tatort“ – doch die Ära Winkler, Gorniak, Schnabel neigt sich dem Ende zu. Die TV-Darstellerin hat ihren Ausstieg bekannt gegeben. Weil einige Folgen schon im Vorfeld abgedreht wurden, wird sich der „Tatort“ aber erst 2025 endgültig von Karin Hanczewski verabschieden müssen. Für viele Fans ist es unverständlich, dass die Schauspielerin den Ermittlerjob im Fernsehen hingeschmissen hat – sie vermuten, dass mehr hinter der Entscheidung steckt. Etwa Streit am Set?
Ausraster, Abbruch, Krankenhaus: Die größten TV-Skandale Deutschlands aller Zeiten
In der MDR-Sendung „Riverboat“ wird die 41-Jährige von Kim Fisher (54) auf die Hintergründe zum „Tatort“-Aus angesprochen. Der Moderatorin sei es nicht verständlich, warum Karin Hanczewski ein solches Erfolgsformat und insbesondere ihren Kollegen Martin Brambach hinter sich lässt. „Ich bin auch traurig darüber, ich werde auch oft gefragt, ob wir gestritten haben“, erzählt die Schauspielerin daraufhin. Das will Kim Fisher genauer wissen: Streit am „Tatort“-Set? Ist das etwa der Grund für den Abschied?
Das Phänomen „Tatort“
Seit der Ausstrahlung der ersten „Tatort“-Folge „Taxi nach Leipzig“ am 29. November 1970, hat sich das wöchentliche Krimi-Format zu einem wahren TV-Phänomen entwickelt und beschert der ARD mit jeder neuen Folge ein Millionenpublikum. Bis heute sind stolze 102 Ermittler in der Erfolgssendung zu sehen gewesen – die meisten Einsätze kann dabei das Münchner Duo Ivo Batic (Miroslav Nemec, 68) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl, 64) verzeichnen. Von den 22 stetig wechselnden Schauplätzen und Teams – darunter Ludwigshafen, Wien, Stuttgart, Hamburg, Zürich und Bremen – gelten Frank Thiel (Axel Prahl, 62) und Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, 58) aus Münster als die am beliebtesten, wie eine Umfrage von t-online aus dem Jahr 2022 ergeben hat.
Das steckt wirklich hinter dem „Tatort“-Ausstieg von TV-Kommissarin Karin Hanczewski
Karin Hanczewski gibt Entwarnung. Ihre Entscheidung habe nichts mit den Kollegen oder irgendwelchen Unstimmigkeiten im Rahmen der Produktion zu tun. „Martin Brambach und ich privat läuft weiter, aber im ‚Tatort‘ erst mal nicht“, betont sie. „Manchmal muss man neue Wege gehen und neue Räume öffnen, neue Impulse bekommen“, erklärt sie den simplen Grund für den drastischen Schritt. Die TV-Darstellerin habe das Set am letzten Drehtag mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen. „Ich habe geheult. Es gab eine Abschiedsparty. Ich habe sehr viel geheult“, gibt sie offen zu.
Kritik am Ausstieg gibt es im Übrigen nicht nur von den enttäuschten „Tatort“-Fans, sondern sogar von ihrer eigenen Mutter. „Meine Mama fand es nicht so gut“, erinnert sie sich. Insgesamt habe sich die Familie mit Kommentaren aber zurückgehalten. „Sie kennen mich und wissen, dass man da nicht viel dran ändern kann“, so Karin Hanczewski.
Bei der ARD wird zurzeit ordentlich umstrukturiert, weshalb viele Zuschauer bereits den nächsten „Tatort“-Ausstieg fürchten. Könnte es auch das Münchner „Tatort“-Duo Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl treffen? Verwendete Quellen: „Riverboat“/ MDR (Folge vom 3. November 2023)