Brutaler Stiefvater

„Verprügeln an der Tagesordnung“: Konny Reimann spricht über seine schwere Kindheit

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Mit seiner bodenständigen Art eroberte Konny Reimann bei „Goodbye Deutschland“ einst die Herzen der TV-Zuschauer – dabei liegt hinter dem Auswanderer eine schwere Jugend …

O‘ahu – Als „Goodbye Deutschland“ 2006 seine TV-Premiere feierte, ahnte noch niemand, dass die VOX-Show manchen Auswanderern auch Ruhm weit über die Grenzen des Formats einbringen würde. Unvergesslich machte sich etwa die Familie Reimann um Papa Konny (68), den es mit seinen Liebsten schon 2004 in die USA zog. Inzwischen ist der fleißige Heimwerker ein echter TV-Star mit eigener Sendung. Die lässt nur selten erahnen, wie schwer es der 68-Jährige einst hatte.

Reimanns-Autobiografie enthüllt brutales Kapitel aus Konny Reimanns Kindheit

Bei „Willkommen bei den Reimanns“ wurde Konny Reimanns traumatische Kindheit bis dato nicht wirklich thematisiert. Seinen Fans möchte der Auswanderer, der mit Ehefrau Manu (55) inzwischen auf Hawaii lebt, dieses düstere Kapitel seiner Vergangenheit jedoch nicht vorenthalten. In „Einfach machen“, der Autobiografie des Paares, schreibt sich Konny schonungslos sein Leid von der Seele und berichtet detailliert von Erinnerungen an seinen gewalttätigen Stiefvater Uwe.

Reimanns, Büchners und Co.: Das sind die beliebtesten „Goodbye Deutschland“-Auswanderer

Angela Wolf und ihr Polo Hand in Hand
2017 hatte sich „Goodbye Deutschland“-Auswanderin Angela Wolf im Urlaub in den 15 Jahre jüngeren Massai Paolo verliebt und war zu ihm nach Sansibar gezogen. Das Paar ist bis heute glücklich zusammen. © Screenshot/RTL+
Christian wird von seiner Frau umarmt
Christian Blankenhorn verliebte sich 2010 bei einem Urlaub in Brasilien in die Häuptlingstochter eines Amazonas-Stamms. Mit Umussy hat Christian zwei Töchter: Luna und Naomi. Lange Zeit führten sie eine Fernbeziehung, denn der Ingenieur arbeitete weiter für Airbus in Deutschland. Begleitet von „Goodbye Deutschland“ besuchte er seine Familie des Öfteren, verbrachte aber nie mehr als zwei Monate am Stück mit ihnen. Seit 2019 lebt er aber komplett im Amazonas-Dschungel. © Martin Moravec/dpa
Tamara umarmt Marco Gülpen innig
Marco und Tamara Gülpen gehören zu den Deutschen, die sich auf Mallorca ein neues Leben aufgebaut haben. Dabei wohnen die „Goodbye Deutschland“-Stars nur 7 Monate im Jahr auf der Baleareninsel. Die restlichen fünf sind sie in Köln. Von seiner Heimat kann sich Marco einfach nicht ganz trennen - ohne Mallorca kann er aber auch nicht. In beiden Orten besitzen die Auswanderer ein Hotel.  © Instagram/Tamara Gülpen
Caro und Andreas im Gym
5ac1b564-75ea-46e5-bd6b-fe6668fdaf88.jpg © TVNOW / 99pro media
Petra und Andreas Lehmannin ihrem Schnitzel House
Petra und Andreas Lehmann betreiben gemeinsam in Florida ihr Schnitzel House. Als das Paar nach Fort Myers ausgewandert ist, war Tochter Hannah erst zehn Jahre alt. Heute überlegt die 16-Jährige, ins Familienunternehmen einzusteigen und es irgendwann zu übernehmen.  © Instagram/andreas_schnitzelhouse
Peggy Jerofke und Steff Jerkel im Sommerhaus der Stars
Steff Jerkel und Peggy Jerofke sind bereits seit 15 Jahren verlobt. Das Paar kennt sich bereits seit 1998, 2009 wanderten sie gemeinsam nach Mallorca aus. 2018 erblickte die gemeinsame Tochter, Josephine, dank künstlicher Befruchtung das Licht der Welt. Jerofke und Jerkel betreiben auf Mallorca die „Martiki-Bar“. © Screenshot/RTL+
Alicia und Nikki King Arm in Arm
Die beiden Düsseldorferinnen Alicia und Nikki King sind eines der bekanntesten und auffälligsten Pärchen von „Goodbye Deutschland“. 2013 wanderten die beiden an die Cote d‘Azur aus. Als sich Alicia und Nikki 2008 in einem Café kennenlernten, hieß Alicia aber noch Alex. Nach drei Monaten Beziehung fasste sich Alex ein Herz und gestand Nikki, trans zu sein. Es dauerte noch drei Jahre, bis Alex endgültig die Entscheidung traf, sich zur Frau umoperieren zu lassen. Aus Alexander wurde Alicia Victoria Fabienne King.  © Imago
Jens Büchner und Frau Daniela. Er streckt die Zunge raus
Danni und Jens Büchner (sie hieß damals noch Karabas) lernten sich 2015 bei einem Stadtfest in Delmenhorst kennen. Mit ihren drei Kindern zog sie ein halbes Jahr später zu ihm nach Cala Millor, seitdem war sie an seiner Seite bei „Goodbye Deutschland“ zu sehen. Danni und Jens haben zusammen die Zwillinge Jenna und Diego. Sie eröffneten das Lokal „Faneteria“. Doch Jens verstarb an den Folgen einer Krebserkrankung im Jahr 2018.  © Guido Kirchner/dpa
Konny und Manu Reimann Arm in Arm
2004 wanderten Konny und Manu Reimann mit ihren beiden Kindern in die USA aus. Manu hatte eine Greencard gewonnen. Sie ließen sich in Gainesville im Nordosten von Texas nieder. Später zogen sie nach Hawaii, wo sie heute noch leben. Konny wurde dafür bekannt, handwerklich sehr begabt zu sein und ständig an diversen Projekten zu werkeln. © RTL II
Matthias Bück in Khakifarben
Auf Koh Samui hatte „Goodbye Deutschland“-Auswanderer Matthias Bück seit 2008 seine Bamboo Bar. Schweren Herzens musste er sein Restaurant aber schließen. Eine gescheiterte Ehe, eine aufgelöste Verlobung, Überschwemmungen im eigenen Laden und die mit der Corona-Pandemie einhergehende Touristen-Flaute machten ihm zu schaffen. In Bangkok bekam er eine zweite Chance: Im Herbst 2020 fand er eine Anstellung im Café Glück. © Screenshot/RTL+
Hasi und Didi vor ihrem Imbiss
Didi und Hasi wanderten gemeinsam nach Italien aus. Am Gardasee eröffnete das Paar seine Imbissbude. Doch Didi trennte sich 2016 nach 30 Jahren Ehe von seiner Hasi. Er hatte sich in eine andere Frau verliebt und ging für sie zurück nach Deutschland. Hasi betreibt den Imbiss nun allein.  © Leithäuser
Chris Töpperwien beim Promi-Kartrennen Karts for Hearts im Kartcenter Cologne. Köln, 09.11.2019
2011 wanderte Chris Töpperwien in die USA aus. Dort versuchte er es erst mit einem Schmucklabel, später nahm er in Los Angeles den ersten „No.1 Currywurst Truck“ in Betrieb. Nach vielen Hochs und Tiefs und einigen Rückschlägen ist er nun erneut ausgwandert. Mit seiner neuen Ehefrau möchte er in L.A. eine Bäckerei öffnen.  © Christoph Hardt/Imago
Lucas Cordalis und Daniela Katzenberger bei Schlagerchampions 2020 am 11.01.
In der VOX-Sendung „Auf und davon – Mein Auslandstagebuch“ wurde Daniela Katzenberger 2009 auf ihrer Reise in die Vereinigten Staaten begleitet - damals wollte sie es unbedingt in die Playboyvilla schaffen. Ab 2010 war sie dann bei „Goodbye Deutschland“ zu sehen. Auf Mallorca eröffnete die Katze ein Café. Noch heute lebt sie auf der Baleareninsel - mit Mann Lucas Cordalis und Tochter Sophia. © Axel Kammerer/Imago
Jenny Matthias lächelt
Jenny Matthias, auch als Jenny Delüx bekannt, zog 2010 gemeinsam mit ihrem damaligen Freund Jens Büchner (†49) und ihrem acht Monate alten Sohn nach Mallorca - dort eröffnete sie eine Boutique. Jens und Jenny trennten sich, doch die Auswanderin lebt noch heute auf der Insel. © IMAGO

„Das Verprügeln war bei uns an der Tagesordnung“, zitiert bild.de den 68-Jährigen, der Mitte der 1950er-Jahre mit zwei Geschwistern in bescheidenen Verhältnissen nahe Hamburg aufgewachsen war. Der Stiefvater sei Alkoholiker gewesen, außerdem äußerst gewaltbereit: „Durch ihn kam ich als kleines Kind schon mit roher Gewalt in Berührung.“

Der ehemalige „Goodbye Deutschland“-Star habe dabei zusehen müssen, wie sein jüngerer Bruder bereits als Kleinkind verprügelt wurde: „Er hielt meinen Bruder an den Füßen, also kopfüber, in die Luft und schlug ihn mit voller Wucht mit einem Gürtel. Ja, Leute, das waren grausige Zeiten.“

Häusliche Gewalt und Kindesmisshandlung – immer ein Grund, zu handeln!

Auch in Deutschland ist häusliche Gewalt nach wie vor ein Problem. Denn was hinter verschlossenen Türen passiert, bleibt oftmals ungesehen – manchmal ein ganzes Leben lang. Betroffene oder Angehörige sollten deswegen handeln. Entsprechende Hilfs- und Informationsangebote gibt es etwa beim Weißen Ring oder dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben.

Konny Reimann erlebte als Kind massive häusliche Gewalt: „Sogar Blut spritzte an die Wand“

Alle Geschwister litten unter den Wut- und Gewaltausbrüchen des Stiefvaters, den Konny Reimann bis zu seinem 16. Lebensjahr für seinen leiblichen Vater gehalten hatte. Besonders tragisch: Die Mutter ließ ihren Partner gewähren, obwohl dessen brutale Ader nahezu keine Grenzen kannte, wie Konny schildert: „Einmal schlug er mir seine Faust so brutal ins Gesicht, dass sogar Blut an die Wand spritzte.“ Ihm und seinen Geschwister hätten – aufgrund der Häufigkeit – „die Schläge irgendwann gar nicht mehr“ weh getan.

1972 folgte dann Konny Reimanns Befreiung: Für seine Ausbildung zum Schiffsmaschinenbauer zog er zu Hause aus, begann im Alter von 17 Jahren zudem Karate und lernte seinen leiblichen Vater Paul kennen. Seinem prügelnden Stiefvater drohte er damals: „Wenn du mich jetzt schlägst, dann schlag’ ich zurück.“ Worte, die ihre Wirkung offenbar nicht verfehlten: Danach wurde der Stiefvater dem späteren Promi-Auswanderer gegenüber nie wieder handgreiflich.

Für Entsetzen sorgte zuletzt auch ein anderer Promi im TV: Nach ihrem „Sommerhaus“-Rauswurf rechneten viele RTL-Zuschauer mit Claudia Obert (62) und deren „primitiven“ und „ekelhaften“ Verhalten ab. Verwendete Quellen: bild.de, instagram.com/manuelareimann

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt/dpa

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