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Im Juni spielten Rammstein im Münchner Olympiastadion vier Shows. Im Netz zieht die Chefin des Olympiaparks Bilanz zu den Konzerten – und findet dabei sehr deutliche Worte.
München – Die schweren Vorwürfe gegen Rammstein-Frontmann Till Lindemann (60) schlagen weiterhin hohe Wellen. Trotz des großen medialen Wirbels, der die Band schon seit Monaten umgibt, fand die Stadion-Tour diesen Sommer aber wie geplant statt und führte das Sextett vom 22. Mai bis zum 5. August quer durch Europa. Im Münchner Olympiastadion spielte die 1994 gegründete Band gleich vier Konzerte – ein Meilenstein, den die Chefin des Olympiaparks im Netz nun jedoch mit kritischem Auge Revue passieren lässt.
Nur „eine deutsche Rockband“: Olympiapark-Chefin findet klare Worte im Fall Lindemann
Mit einer Kapazität von mehr als 74.000 Gästen zählt das Münchner Olympiastadion zu den größten Konzertlocations des Landes, erlaubt jedes Jahr aber nur eine begrenzte Anzahl an Veranstaltungen. Vier der elf begehrten Slots gingen diese Saison an Till Lindemann und seine Bandkollegen. Am 7., 8., 10. und 11. Juni standen die sechs Musiker dort auf der Bühne und zogen trotz der brisanten Schlagzeilen, die die Rocker seit Tourstart Ende Mai stetig begleiten, ein beachtliches Publikum an.
Auf ihrem LinkedIn-Profil fasst Marion Schöne, CEO des Olympiaparks, die Open-Air-Saison im Olympiastadion zusammen und widmet den meisten Künstlern der elf Konzerte lobende Worte. Neben Harry Styles (29), Depeche Mode und Bruce Springsteen (73), kommt sie auch auf Rammstein zu sprechen, nennt die Band aber interessanterweise nicht namentlich. „Eine deutsche Rockband füllte das Stadion sogar viermal – ein absoluter Rekord“, schreibt Schöne und fügt hinzu: „Aber in Anbetracht der Enthüllungen einiger weiblicher Fans, konnte bei mir darüber keine Freude aufkommen.“
Die Berichterstattung zu den Vorwürfen gegen Till Lindemann
Aufgrund des öffentlichen Interesses, das im Fall Till Lindemann besteht, berichten wir regelmäßig über die Vorwürfe. Entsprechende Artikel sind weder als Schuldzuweisung noch Verteidigung zu verstehen – im Gegenteil: Wir sind um eine neutrale Berichterstattung bemüht und versuchen, die Stimmen von Für- und Gegesprechern einzufangen, um ein ähnlich heterogenes Stimmungsbild wiederzugeben, wie es sich auch innerhalb der Gesellschaft abzeichnet.
„Hört sich nach dem Ende von Rammstein an“: Botschaft von Gitarrist Richard Kruspe wirft Fragen auf
Dass Marion Schöne sich so offen im Fall Rammstein zu positioniert und den Namen der Band bewusst nicht erwähnt, dürfte ein klares Zeichen setzen. Bewiesen ist allerdings nach wie vor nichts – für Till Lindemann gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Wie es für die Band nun weitergeht, ist derweil noch immer ungewiss und nach dem finalen Konzert am 5. August im King Badouin Stadium in Brüssel, wirft vor allem ein Instagram-Posting von Gitarrist Richard Kruspe bei den Fans viele Fragen auf.
„Danke dafür, dass ihr ihr seid. Ich weiß nicht, wie die Zukunft werden wird, aber in jedem Fall wird sie anders sein“, schrieb der Musiker. „Klingt nach einem Ende der besten Band. Wir brauchen Rammstein“ und „Was du schreibst, hört sich so sehr nach dem Ende von Rammstein an. Bitte überlegt euch das nochmals, sollte es wirklich so sein“, reagierten einige seiner Follower auf diese Zeilen.
Wie sich der Fall Lindemann in den kommenden Wochen und Monaten weiter entwickeln wird, bleibt abzuwarten, erst kürzlich sendete Hundeprofi Martin Rütter aber eine öffentliche Botschaft an Kayla Shyx. Verwendete Quellen: LinkedIn
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