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Die finalen Folgen von „Letzte Spur Berlin“ stehen in den Startlöchern. Das Ende der ZDF-Serie startet mit einem dunklen Machtmissbrauch.
Dortmund – Dortmund – Nach der 13. Staffel von „Letzte Spur Berlin“ ist es aus mit der ZDF-Serie. Was die Zuschauer in den neuen Folgen erwartet, hat der Mainzer Sender schon teils verraten. So startet das Finale am Freitag, dem 1. März, mit den düsteren Hintergründen einer Kanzlei.
ZDF-Serie „Letzte Spur Berlin“: Neue Folgen starten mit düsterem Geheimnis
Der Krimi „Letzte Spur Berlin“ wird nach zwölf Jahren vom ZDF abgesetzt, um Platz für neue Formate zu schaffen. Doch eine Staffel steht noch aus, um die Geschichte um Lucy Elbe, Alexander von Tal, Oliver Radek und Mini Amiri zu Ende zu erzählen (mehr TV-News auf RUHR24).
Somit geht „Letzte Spur Berlin“, am Freitag (1. März) in die sage und schreibe 13. Runde. Über den Inhalt der finalen Kriminalfälle ist auch schon einiges bekannt. Die erste Folge läutet den Startschuss mit einem finsteren Geheimnis einer verschwundenen Angestellten ein.
ZDF-Serie „Letzte Spur Berlin“ Staffel 13: Folge 1 enthüllt finstere Hintergründe einer Kanzlei
+++ Achtung Spoiler +++
In dem ersten Vermisstenfall von Staffel 13, mit dem Titel „Danach“, verschwindet die Anwältin Isa Brehm spurlos aus ihrem Büro. Das Einzige, was von ihr zu finden ist, sind Blutflecken im Treppenhaus. Das vierköpfige Ermittlerteam erfährt, dass Isa Brehm noch am Vortag befördert wurde.
Doch schnell kristallisiert sich eine Affäre mit ihrem Chef Roman Oellert heraus, die die Anwältin nicht ganz freiwillig zu führen scheint. Roman Oellert gilt in der Wirtschaftskanzlei inoffiziell als übergriffig gegenüber Frauen und wurde von der ehemaligen Mitarbeiterin Lilly Janowitz für versuchte Vergewaltigung angezeigt.
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Aber mit Roman Oellerts Versprechen auf eine Beförderung lässt sich Isa Brehm auf ein gefährliches Spiel ein. Und das, obwohl Isa Brehm selbst Zeugin der versuchten Vergewaltigung war. Wurde die Verlockung eines Kanzlei-Aufstiegs Isa Brehm zum Verhängnis?
ZDF-Serie „Letzte Spur Berlin“ thematisiert Belästigungen am Arbeitsplatz – viele Menschen sind betroffen
Mit dieser Thematik trifft die Krimi-Reihe einen wunden Punkt in der Gesellschaft und den aktuellen Zeitgeist. Sexuelle Belästigungen und Diskriminierungen sind der Alltag vieler Frauen und Männer. Dazu ermittelte die aktuellste Studie des Bundes von 2022 „Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz“.
Von rund 1500 Befragten erlebten 62 Prozent Belästigungen in Form von anzüglichen Kommentaren, 44 Prozent berichteten von unerwünschten Gestiken und Blicken und 26 Prozent von unerwünschten Berührungen.
Die Bundesagentur für Arbeit spricht sogar von jedem elften Arbeitnehmenden, der von sexueller Belästigung betroffen sei. Die Dunkelziffer soll deutlich höher ausfallen, da die verbundene Scham oder Einschüchterung viele Betroffene an einer offiziellen Meldung hindert.
Was ist sexuelle Belästigung?
„Das Gesetz definiert sexuelle Belästigung über die objektive Wahrnehmung des Geschehens und nicht über die Absicht der belästigenden Person. Entscheidend ist also nur, ob ein bestimmtes Verhalten objektiv einen sexuellen Charakter hat und sich die betroffene Person dadurch belästigt gefühlt hat.“ – Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
Betroffene können unter Berufung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes rechtliche Maßnahmen einleiten. Weitere Informationen zum Thema und Hilfsangebote sind hier zu finden: www.antidiskriminierungsstelle.de
Letzte Staffel „Letzte Spur Berlin“ im ZDF – Krimi startet im März
Wer die TV-Ausstrahlung am Freitag (1. März) nicht abwarten möchte, der kann die Folge von „Letzte Spur Berlin“ bereits ab Freitag (23. März) in der ZDF-Mediathek abrufen. Die nächsten drei Sendetermine des Krimis lauten wie folgt:
- Folge 2 „Schutzlos“: Freitag (8. März), 21.15 Uhr im ZDF
- Folge 3 „ Zimmertausch“: Freitag (15. März), 21.15 Uhr im ZDF
- Folge 4 „Märchenprinz“: Freitag (22. März), 21.15 Uhr im ZDF
Insgesamt soll die Staffel zwölf Folgen umfassen. Mit welchem Format das ZDF die Reihe nach ihrem Ende ersetzen will, ist noch offen.