VonMalin Annika Miechowskischließen
Bei „Der Bergdoktor“ muss eine Patientin von Dr. Gruber in Folge 8 eine Hiobsbotschaft verarbeiten. Der Fall ist in der Realität weltweit kaum bekannt.
Dortmund – Schon Folge 7 der Staffel 17 von „Der Begdoktor“ hatte mit dem Serientod eines Mannes einiges an Spannung zu bieten. Doch auch in der darauffolgenden Episode gibt es einen dramatischen Fall für Dr. Martin Gruber (gespielt von Hans Sigl). In der finalen Folge 8 bekommt es eine Patientin nach der Geburt ihrer Zwillinge mit einem seltenen Vorfall zu tun.
„Der Bergdoktor“ Staffel 17: One-Night-Stand in Folge 8 hat ungeahnte Folgen
Das ZDF zeigt die finale Episode von Staffel 17 der Serie „Der Bergdoktor“ am Donnerstag (7. März) wie gewohnt um 20.15 Uhr im TV. Alles andere als gewöhnlich ist jedoch plötzlich das Leben von Karla Jenner (gespielt von Sarah Mahita) nach dem One-Night-Stand mit einem Freund ihres Partners.
Da sie sich unsicher ist, wer der Vater ihrer neugeborenen Zwillinge ist, veranlasst Karla Jenner einen Vaterschaftstest – mit kuriosem Ergebnis. Denn die beiden Töchter haben unterschiedliche Väter. Demnach gibt es pro Mann eine genetische Übereinstimmung mit jeweils einem der zweieiigen Zwillinge.
Seltene Diagnose bei „Der Bergdoktor“: Patientin von zwei Männern schwanger
In der Medizin nennt sich der Fall „Superfekundation“, wie Dr. Martin Gruber auch seiner Patientin erklärt. Dass dieser Fall die Patientin trifft, also ein äußerst seltenes Ereignis. Die McGill University in den USA berichtet von weltweit insgesamt 19 Fällen im Jahr 2020. Damit ein solcher Fall möglich ist, spielt vor allem der Zeitfaktor eine große Rolle.
So ist eine Schwangerschaft mit zweieiigen Zwillingen von unterschiedlichen Vätern nur möglich, wenn „die Mutter innerhalb von 36 Stunden mit zwei Männern intim war“, erklärt Dr. Martin Gruber seiner Patientin (weitere aktuelle TV-News zu „Der Bergdoktor“ bei RUHR24).
Dies bestätigt die McGill University zumindest teilweise. Demnach müsse die Befruchtung der Eizellen durch zwei unterschiedliche Männer innerhalb desselben Menstruationszyklus stattfinden. Zudem müssen bei der Frau zwei Eizellen heranreifen, die befruchtet werden können.
Diagnose bei Folge 8 von „Der Bergdoktor“: Fall ist weltweit Seltenheit
Obwohl es sich bei den Neugeborenen um zweieiige Zwillinge handelt, teilen sie aufgrund der verschiedenen Väter nur circa 25 Prozent der DNA miteinander, wie es auch bei anderen Halbgeschwistern der Fall ist. Das erläutert die McGill University. Bei zweieiigen Zwillingen würde die DNA sich zu etwa 50 Prozent gleichen und bei eineiigen Zwillingen seien es 100 Prozent, da sich das Ei erst nach der Befruchtung teilt.
Superfekundation
Befruchtung zweier Eizellen von zwei unterschiedlichen Männern innerhalb eines Menstruationszyklus, wodurch zweieiige Zwillinge entstehen.
Inwiefern in der Realität andere Nebenwirkungen oder Erkrankungen mit der Schwangerschaft bei heteropaternaler Superfekundation einhergehen, ist nicht wissenschaftlich bekannt.
Staffelfinale von „Der Bergdoktor“: Diagnose stellt Paar vor Herausforderung
In Folge 8 der ZDF-Serie „Der Bergdoktor“ bekommt die Patientin es nach der Entbindung mit einer sogenannten Immun-Thrombozytopenie und anschließender Lungenembolie zu tun, weshalb sie im Krankenhaus behandelt werden muss. Das heißt, dass die Zahl der Blutplättchen sinkt, was drastische Auswirkungen auf die Organe, wie die Leber haben kann.
Auch privat gibt es nach der Geburt der Töchter einige Komplikationen. Ihr Ehemann Markus Jenner (gespielt von Nicolas Wolf) will Karla Jenner den Kontakt zu dem gemeinsamen Freund Fabian Marx verbieten. Das ist für die Mutter der Zwillinge allerdings keine Option, da sie Gefühle für beide Männer hat. Widerwillig stimmt der Ehemann daher zu, dass seine Partnerin mit beiden Männern eine Beziehung führt.

