VonMartina Lipplschließen
Bergretter in Südtirol mussten die Suchaktion am Mittwochabend abbrechen. Die Wetterbedingungen waren zu schlecht. Nun gibt es traurige Gewissheit.
Wolkenstein in Gröden – Bei einer Tour in Gröden (Südtirol) ist ein Wanderer aus Deutschland tödlich verunglückt. Der Urlauber (82) war bereits seit Mittwoch (4. Oktober) vermisst worden. Seine Frau und Tochter hatten die Bergwacht alarmiert. Daraufhin startete eine großangelegte Suchaktion.
Südtirol: Bergrettung muss Suchaktion nach vermissten Urlauber abbrechen
Der 82-Jährige war am Mittwoch mit seiner Familie auf einem Wanderweg vom Grödner Joch über das Langental hinunter ins Tal Wolkenstein unterwegs gewesen. Auf der Strecke hätten sich die drei aus den Augen verloren. Der Mann war schneller gewesen und vorausgelaufen.
Bergrettung Gröden und die Feuerwehren sowie Hundestaffel wurden kurz nach 19 Uhr am Mittwochabend alarmiert, berichtet Rainews. Wegen schlechter Wetterbedingungen mussten die Bergretter ihren Sucheinsatz jedoch abbrechen. „Das Schlechtwetter hatte uns überrascht und wir konnten erst am Morgen bei Tagesanbruch weitersuchen“, sagt Aaron Moroder, Einsatzleiter der Bergrettung zum italienischen Nachrichtensender.
Bergdrama in Südtirol: Deutscher Wanderer stürzt 80 Meter in die Tiefe – Suchmannschaften finden Leiche
Bei einem erneuten Hubschraubereinsatz am Donnerstag (5. Oktober) entdeckten Bergretter dann den leblosen Körper des Vermissten unterhalb eines Wanderweges. Der 82-Jährige konnte nur noch tot geborgen werden. Wahrscheinlich war der Mann vom Wanderweg abgekommen und in dem unwegsamen Gelände etwa 80 Meter abgestürzt. Beim Sturz habe er sich schwere Verletzungen am Kopf zugezogen, hieß es. Der Leichnam wurde von den Rettungsmannschaften geborgen und ins Tal gebracht. Mehr als 80 Einsatzkräfte waren an der Suche beteiligt.
Erst Anfang September ereignete sich in Südtirol ein tragisches Bergunglück beim Aufstieg zum Ortler. Zwei Kletterer starben, darunter ein 35-Jähriger aus Deutschland. (ml)
