Fast 25 Prozent mehr gezahlt

Restaurant-Gast bei Blick auf Rechnung perplex: Kellner mit dreistem Abzock-Versuch

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Ein Kellner berechnete diesem Gast einfach ungefragt fast 25 Prozent Trinkgeld – das auf der Rechnung des Gastes (links) nicht einmal auftauchte.
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Ist der Service gut, gibt es Trinkgeld. Ein Kellner nahm dem Gast diese Entscheidung jedoch ab – und setzte das Trinkgeld ungefragt auf die Rechnung.

Washington D.C. – Bei einem Restaurantbesuch freut man sich allen voran auf gutes Essen. Aber auch der Service spielt eine nicht unwichtige Rolle, damit man sich wohlfühlt. Gibt ein Kellner sich Mühe, honoriert man das üblicherweise mit einem Trinkgeld. Wie viel Trinkgeld angemessen ist, variiert dabei von Land zu Land. In Amerika ist es schon fast Pflicht, seiner Bedienung ein Trinkgeld dazulassen, denn viele Kellner bekommen nur einen sehr geringen Lohn und sind deshalb auf die Zusatzeinnahmen angewiesen, um über die Runden zu kommen.

Die Kellnerin eines amerikanischen Restaurants ging jedoch definitiv zu weit. Sie setzte einfach heimlich selbst ein Trinkgeld auf die Rechnung und versuchte dann auch noch, dies vor dem Gast zu verheimlichen. Die unerfreuliche Erfahrung schilderte dieser anschließend in einem Reddit-Post.

Kellner gibt sich selbst Trinkgeld – aber der Restaurant-Gast bemerkt die Abzocke

Dabei hätte die Kellnerin sich den Betrug nach Aussage des Gastes sparen können. „Ich habe früher in der Gastronomie gearbeitet und gebe immer etwa 15-20% Trinkgeld, unabhängig vom Service“, heißt es in dem Reddit-Post, in dem der Gast den Vorfall schildert.

Server tipped herself
byu/PeachAndWatch inmildlyinfuriating

Die Schilderung geht weiter: „Nach dem Essen nahm [die Kellnerin] meine Karte, legte sie auf den Beleg (links), auf dem 34,39 Dollar ausgewiesen waren, und sagte: ‚Alles klar, Sie können gehen!‘ Ich war verwirrt und dachte, dass sie es vielleicht nicht abgerechnet hat, da ich kein Trinkgeld geben konnte, also überprüfte ich mein Bankkonto und sah eine Abbuchung von 42,68 Dollar.“

Er habe daraufhin zehn Minuten versucht, die Kellnerin erneut heranzuwinken, um diese Ungereimtheit aufzuklären. Erst als er sich an den Manager der Filiale wandte, kam die Kellnerin zurück und erklärte, das Gerät hätte ihm automatisch 20 Prozent Trinkgeld in Rechung gestellt als er abgelenkt gewesen war. Das kann jedoch nicht ganz stimmen, denn dann hätte die Abbuchung lediglich 41,27 Dollar betragen.

Abzock-Versuch „schlichtweg inakzeptabel“ – Nutzer drängen Gast, Verhalten der Kellnerin zu melden

Da der Gast keine Szene machen wollte, ließ er sich die korrekte Rechnung (rechts), die das Trinkgeld (engl. gratuity) beinhaltete, ausdrucken und verließ das Restaurant. Seiner Enttäuschung machte er anschließend in einem Reddit-Post Luft. In den Kommentaren teilten viele seinen Ärger. „Das ist illegal und schlichtweg inakzeptabel“, lautet nur einer von vielen erbosten Kommentaren.

Mehrere Nutzer forderten den Gast auch auf, die Sache so nicht stehenzulassen und den Vorfall an höherer Stelle zu melden. So schreibt etwa ein Nutzer: „Melde das dem Unternehmen. Wie vielen anderen ist das schon passiert, vor allem älteren Menschen, die Bargeld als Trinkgeld geben.“

Unter einem ähnlichen Kommentar bestätigt der Autor des Posts, dass er genau das gemacht hat: „Du hast völlig recht. Wir werden uns an das Unternehmen wenden und morgen zusätzlich das Restaurant anrufen, um mit einem Manager zu sprechen.“ Ob das Unternehmen sich zurückgemeldet hat und es Konsequenzen für die Kellnerin gab, lässt sich leider nicht nachvollziehen.

Immer wieder sorgen Restaurant-Rechnungen für Ärger – aus den unterschiedlichsten Gründen. So konnte ein Familienvater kaum glauben, was er im Griechenland-Urlaub für sein Essen im Restaurant zahlen sollte. Und auch eine Wiesn-Rechnung ging viral – sie entsprach fast einer ganzen Monatsmiete. (sp)

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