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Hitze-Chaos in Südeuropa: Stromausfälle, Ausgangssperre, Flugzeuge können nicht landen, Urlauber reisen ab

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Ein Fischer in Italien schützt sich mit einem Schirm vor der Sonne. (Symbolbild)
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Im Süden Europas herrscht weiterhin eine enorme Hitzewelle. Mit schlimmen Folgen. So fällt auf Malta und auf Sizilien etwa wiederholt der Strom aus.

Catania/Valletta – Das Extrem-Wetter hält Europas Süden weiter in Atem. In Griechenland wüten enorme Waldbrände, sodass Touristen evakuiert werden müssen. In Norditalien sorgen dagegen Stürme für Verwüstungen und fordern ebenfalls Menschenleben. Unterdessen wird der Süden Europas weiterhin von einer brutalen Hitzewelle heimgesucht – mit Folgen, die viele zunächst gar nicht erwartet hätten.

47,6 Grad Celsius wurden am Montagnachmittag gegen 15 Uhr in Catania auf Sizilien gemessen. Damit ist Catania laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa die heißeste Stadt Siziliens.

Hitze in Italien: Flugzeuge können nicht landen

Fast genauso heiß war es auf Sardinien: Das Thermometer der Flughafen-Landebahn von Olbia zeigte am Nachmittag zumindest 47 Grad an. Dadurch konnten drei Flugzeuge nicht landen und mussten auf andere Flughäfen umgeleitet werden. Zwei Flugzeuge aus Mailand und Amsterdam landeten in Cagliari, eine Maschine aus Paris wurde nach Alghero umgeleitet. Zudem gab es eine Reihe von Verspätungen bei Flügen aus München, Düsseldorf, Neapel und Bologna.

Schlimmer ist die Temperaturlage aber noch weiter südlich. Wo wir wieder beim zuvor genannten Sizilien sind. Hier und auf dem nahegelegenen Malta führen die extrem hohen Temperaturen mittlerweile sogar zu großen Stromausfällen.

42,7 Grad herrschten auf Malta am Montag (24. Juli). Damit ist dem nationalen meteorologischen Dienst des Landes zufolge der Juli-Rekord aus dem Jahr 1988 erreicht worden. Die Behörden gaben eine Hitzewarnung heraus und forderten die Menschen auf, in den heißesten Stunden des Tages – zwischen 11.00 und 16.00 Uhr – das Haus nicht zu verlassen.

Extrem-Hitze in Italien und auf Malta: Strom fällt aus

Die hohen Temperaturen führten in den vergangenen Tagen außerdem zu wiederholten Stromausfällen. Es ist der nun achte Tag in Folge, an dem der kleinste EU-Staat damit zu kämpfen hat. Die Stromnachfrage stieg auf einen nationalen Rekord. Es gab daher Probleme im Netz.

Die Stromausfälle dauerten teils sogar bis zu 36 Stunden. Das staatliche Stromversorgungsunternehmen Enemalta machte die hohen Temperaturen für die Beschädigung vieler seiner unterirdischen Kabel verantwortlich. Zehntausende von Privatpersonen und Unternehmen waren davon betroffen. Klimaanlagen sowie Kühlgeräte funktionierten entsprechend nicht.

Ranking: Die 15 schönsten und beliebtesten Urlaubsorte Italiens

Siena campo
Platz 15 belegt Siena in der Toskana. Mit der schönen Altstadt und unnachahmlichen Bauwerken zieht die Stadt Urlauber immer wieder in ihren Bann.  © Marco Brivio
Roca Vecchia in Apulien: Die Aufnahme der „Höhle der Poesie“ bei Sonnenuntergang
Roca Vecchial in Apulien: Die Aufnahme der „Höhle der Poesie“ bei Sonnenuntergang steht nur symbolisch für die vielen herrlichen Strände und Landschaften im Südosten Italiens. Rang 14 im IPPEN-Ranking. © IMAGO/Manuel Romano
Sizilien Letojanni
Die Strände Siziliens sind einzigartig und bezaubernd. Bei Check24 belegt die Insel daher den zwölften Platz. In diesem Ranking Platz Nummer 13. Auf dem Foto sieht man den Strand von Letojanni.  © Matthias Tödt
Mailänder Dom
Die norditalienische Metropole Mailand ist bekannt für die wunderschöne Altstadt und etliche teure Modemarken. Hier sieht man den Dom im Zentrum der Stadt. Im Ranking belegt Mailand den elften Platz. Bei Check24 sogar Platz 7.  © Oliver Weiken
Lago Maggiore
Auf Platz 11 ist der prachtvolle Lago Maggiore. Ein Teil des Sees ist in der Schweiz. Bei weg.de ist der Lago Maggiore sogar auf dem siebten Platz der beliebtesten Urlaubsorte in Italien.  © Nando Lardi
Bozen, Italien, Südtirol
Auch Südtirol ist unter Italien-Fans besonders beliebt. Hier erhascht man einen Blick über die Alpen auf die Stadt Bozen.  © Micha Korb
Elba sonnenuntergang
Die kleine Insel Elba ist momentan noch ein Geheimtipp. Hier erlebt man bezaubernde Natur und typische italienische Dörfer. Daher ein verdienter Platz neun.  © Karsten Jeltsch
Cinque Terre Italien
Unter Urlaubern ist außerdem die Cinque Terre besonders beliebt. Die meisten der fünf Dörfer erreicht man nur zu Fuß oder mit einer Bahn.  © Augst / Eibner-Pressefoto
Marina Grande capri
Nicht umsonst ist die kleine Insel Capri im Golf von Neapel ein regelrechter Touristenmagnet. Hier vor Ort kann man nicht nur durch wunderschöne Dörfer schlendern, sondern auch das Meer und die Natur genießen.  © Günter Gräfenhain
Colosseum in Rome
Italiens Hauptstadt Rom hat für alle Gäste etwas zu bieten und belegt daher den sechsten Platz. So zum Beispiel das weltberühmte Kolosseum. Im Ranking von Check24 belegt Rom sogar den zweiten Platz.  © Givaga
Venedig platz acht
Venedig ist mit seinen vielen Kanälen und kleinen Gassen einzigartig. Ein Besuch lohnt sich definitiv, allerdings sollte man am besten im Frühling oder Herbst in die Stadt kommen. Venedig belegt daher den fünften Platz der Top 15 Urlaubsziele in Italien, bei Check24 ist die Stadt an der Adria sogar Erster.  © Frank Bienewald
Florenz-skyline
Das bezaubernde Florenz in der Toskana belegt den vierten Platz. Hier kann man sich durch kleine Gassen treiben lassen und ohne Ende Kultur genießen. © alimdi / Michelle Gilders
Amalfiküste Italien
Die Amalfiküste südlich von der Metropole Neapel belegt den dritten Platz im Ranking um die schönsten Urlaubsorte in Italien.  © Günter Gräfenhain
Costa Smeralda
An der Costa Smeralda auf Sardinien gibt es Strände, die teilweise welchen in der Karibik gleichen. Nicht umsonst belegt sie daher den zweiten Platz. Auch auf dem Reiseportal weg.de zählt die Küste auf Sardinien zu den schönsten Reisezielen in Italien. © Emmanuele Contini
Desenzano del Garda
Den ersten Platz der beliebtesten und schönsten Urlaubsorte in Italien belegt laut weg.de ganz klar der Gardasee. Hier sieht man das wunderschöne Städtchen Desenzano del Garda am Abend.  © Imago / Augst / Eibner-Pressefoto

Viele Menschen schliefen nachts auf dem Boden, im Freien oder in ihren Fahrzeugen bei laufendem Motor, um der Hitze zu entkommen. Restaurants und Supermärkte mussten etwa Tausende Euro an aufgetauten und somit nicht mehr verwendbaren Lebensmitteln wegwerfen. Maltas Hotel- und Restaurantverband berichtet zudem von frustrierten Urlaubern, die wegen der Stromausfälle aus ihren Hotels auscheckten.

Ein ähnliches Bild in Italien – beziehungsweise auf Sizilien. In Syrakus fiel am Montag der Strom aus. Auch hier waren Kabel im Boden durch die Hitze beschädigt. Das Energieunternehmen Enel teilte laut Ansa mit, dass man „die Anzahl der eingesetzten Ressourcen weiter erhöht hat, um die Auswirkungen der außergewöhnlichen Hitzewelle in der Region Sizilien abzumildern“. (rjs/dpa)

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