VonMaximilian Kettenbachschließen
Eine Südtirolerin ist bei einem metertiefen Sturz aus einem Sessellift gestorben. Ihre Begleiterin wurde schwer verletzt. Dramatische Momente auf der Seiser Alm.
Update vom 26. Januar 2024: Die Suche nach den Ursachen des Sturzes zweier Frauen aus einem Skilifit in Südtirol (Italien) läuft auf Hochtouren. Eine 83-Jährige starb, die andere Person erlitt schwere Verletzungen. Da sich der Unfall im Talbereich ereignete, mussten einige Skifahrer das Unglück mitansehen.
Der „Goldknopf”-Lift, aus dem die beiden Frauen stürzten, ist erst für diese Wintersaison vollkommen saniert worden. Er hat Platz für vier Personen. Skifahrer können in der Regel bequem sitzen. Schon wenige Stunden nach dem Schock erklärte Helmut Sartori, dem Geschäftsführer der Seiser Alm Bahn AG, mit technischen Problemen oder Ähnlichem habe der Unfall wohl nichts zu tun gehabt.
suedtirolnews.it berichtet unter Bezug auf die italienische Nachrichtenagentur Ansa, dass die Frauen wahrscheinlich den Sicherheitsbügel nicht rechtzeitig heruntergelassen hatten. Allerdings seien auch dies nur Vermutungen. Auch Geschäftsführer Sartori teilte bereits mit: „Die Personen fielen aus dem Sessellift. Wir müssen den Grund herausfinden, damit wir sowas in Zukunft verhindern.“
Skifahrerin stürzt aus Sessellift in Südtirol und stirbt – Geschäftsführer äußert sich
Erstmeldung vom 25. Januar 2024: Seiser Alm – Das Unglück passierte um kurz vor 11 Uhr nahe der Talstation. Zwei Skifahrerinnen aus Südtirol (Italien) sind aus noch ungeklärter Ursache rund sieben Meter tief vom Sessellift in die Tiefe gestürzt. Eine 83-jährige Frau aus St. Ulrich ist dabei gestorben.
Stol.it berichtet von „sehr schweren Verletzungen an Kopf und Brustkorb“ sowie von multiplen Brüchen. Alle Wiederbelebungsversuche waren vergebens.
Sessellift-Unglück auf der Seiser Alm – Skifahrerin stirbt in Südtirol
Zur Begleitung der Verunglückten gibt es unterschiedliche Angaben. Es handelt sich dabei um eine 55-jährige oder 69-jährige Person. Sie soll sich stol.it zufolge ein schweres Thoraxtrauma, dazu Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen sowie einen Beinbruch zugezogen haben. Sie wurde ins Klinikum Bozen geflogen.
Der Unfall ereignete sich beim Lift „Goldknopf”. Wie es dazu kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Die Carabinieri arbeiten den Unfallhergang auf, befragen unter anderem andere Skifahrer. Die verletzte Begleitung soll ansprechbar gewesen sein, sich jedoch nicht an den Unfallhergang erinnern können. Wie rainews.it berichtet, ist der „Goldknopf”-Lift erst für diese Wintersaison komplett erneuert worden.
Geschäftsführer nimmt nach Sessellift-Unfall in Südtirol Stellung
Helmut Sartori, der Geschäftsführer der Seiser Alm Bahn AG, sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus, wies aber Sicherheitsmängel von sich. Österreichischen Medien erklärte er: „Der Lift ist weiter in Betrieb. Das spricht auch dafür, dass etwas passiert ist, was nichts mit der Technik zu tun hatte.“ Die Lifte würden über 125 Millionen Gäste pro Winter transportieren. Im Durchschnitt gebe es sechs bis sieben Unfälle. Todesopfer seien bis zu diesem Donnerstag keine zu beklagen gewesen, in den vergangenen Jahren.
Sartori weiter: „Es war ein furchtbares Unglück, das hier passiert ist. Wir werden aufklären, was im Detail passiert ist. Die Sessel komplett neu gestaltet. Das sind neue Sessel. Die Personen fielen aus dem Sessellift. Wir müssen den Grund herausfinden, damit wir sowas in Zukunft verhindern.“
Sessellift-Drama in Südtirol – erst vor wenigen Tagen stürzte eine Gondel in Österreich ab
Im Einsatz waren der Notarzthubschrauber Pelikan 2, die Flugretter des Aiut Alpin Dolomites sowie die Bergrettung. Für die 83-Jährige kam leider jede Hilfe zu spät. Sartori: „Die Rettungskräfte waren sehr schnell vor Ort, leider konnten sie für eine Person nichts mehr tun.“
Es ist nicht das erste Unglück in Skigebieten in diesem Jahr. In Hochoetz (Tirol) stürzte erst Mitte Januar eine Gondel ab. Es gab mehrere Schwerverletzte.

