Horror im Urlaub: Kreuzfahrt-Passagiere müssen Blutbad an Walen mit ansehen
VonKathrin Reikowski
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Die Reederei Ambassador Cruise Line entschuldigt sich bei ihren Passagieren. Andere Kreuzfahrt-Anbieter gehen längst einen anderen Weg.
Faröer – Ein britisches Kreuzfahrtunternehmen ist mit 1.000 Passagieren in eine blutige Jagd auf Grindwale geraten. Bei der Ankunft im Hafen von Torshavn auf den Faröer-Inseln mussten die Passagiere das Abschlachten der Tiere mit erleben.
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Kreuzfahrtschiff geriet in Walfang: Unternehmen entschuldigt sich bei den Passagieren
Mehr als 40 Tiere sollen bei der Kreuzfahrt getötet worden sein, berichtetabcnews. „Wir waren unglaublich enttäuscht, dass diese Jagd zu der Zeit stattfand, als unser Schiff im Hafen lag“, sagte ein Sprecher von Ambassador Cruise Line.
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„Wir lehnen diese veraltete Praxis entschieden ab und arbeiten seit 2021 mit unserem Partner ORCA zusammen, einer Wohltätigkeitsorganisation, die sich der Erforschung und dem Schutz von Walen, Delfinen und Schweinswalen in britischen und europäischen Gewässern widmet, um Veränderungen anzuregen“, sagte ein Sprecher von Ambassador Cruisle Lines nach der Ankunft ihres Mitgliederschiffs im Hafengebiet Torshavn im südlichen Teil der Hauptinsel.
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Laut abcnews wollen die Faröer aus Traditionsgründen nicht auf das blutige Schauspiel verzichten, auch, wenn sie dabei in internationale Auseinandersetzung Kritik geraten sind: „Die Färöer haben Grindwalfleisch und Speck gegessen, seit sie die Inseln vor über einem Jahrtausend zum ersten Mal besiedelt haben. Heute wie in früheren Zeiten ist der Walfang eine Gemeinschaftsaktivität, die allen offen steht, aber auch auf Gemeindeebene gut organisiert und durch nationale Gesetze geregelt ist“,. so ein Statement der Regierung. der 53.000 Einwohner-Insel, die zu Dänemark gehört.