Gegen versteckte Kosten?

Geplante EU-Regel betrifft alle Urlauber: Neue Handgepäck-Regeln in Flugzeugen geplant

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Das EU-Parlament fordert einheitliche Handgepäck-Regeln in Flugzeugen. Die Vorgaben für Flüge könnten dadurch strenger werden.

Mallorca – Extra-Gebühren für Handgepäck gehören bei vielen Airlines mittlerweile selbstverständlich dazu. Bei Eurowings ist zum Beispiel im Basic-Tarif nur eine kleine Tasche von 40 mal 30 mal 25 Zentimeter kostenlos erlaubt. Wer draufzahlt (ab zehn Euro), kann laut Portal reisereporter.de größere Taschen mit in die Kabine nehmen. Bei Condor gelten laut Website dagegen die Maße 40 mal 30 mal 10 Zentimeter. Reisende können bei dieser Fluggesellschaft ab 9,99 Euro größere Handgepäckstücke dazubuchen.

Das Europäische Parlament setzt sich nun dafür ein, dass die Handgepäck-Regeln einheitlicher werden und sich das Durcheinander damit auflöst. Anfang Oktober hatte das EU-Parlament eine Resolution verabschiedet, in der einheitliche Preis- und Größenvorgaben für Handgepäck in Flugzeugen verlangt werden. Dafür hatte eine Mehrheit der Abgeordneten im französischen Straßburg gestimmt.

Urlaub mit dem Flugzeug: EU-Parlament fordert einheitliche Regeln für Handgepäck

Wie viel Handgepäck darf man als Urlauber künftig mit in Mallorca-Flieger nehmen? (Symbolfoto)

Das Ziel: Das Reisen in der Luft soll wieder unkomplizierter werden – nicht nur für Ziele in Spanien. Konkret: Preise sollen sich vor Buchungen einfacher vergleichen lassen. Und versteckte Kosten sollen vermieden werden. Die EU-Kommission ist nun verpflichtet, rechtlich verbindliche Regeln zu erarbeiten.

Mallorca-Flüge: Handgepäck-Regeln für Urlauber werden immer wieder geändert

Das EU-Parlament verweist in seiner Entschließung auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2014. Darin heißt es, dass Handgepäck als „unverzichtbarer Bestandteil“ der Beförderung von Fluggästen gelte und dafür keine Extrakosten verlangt werden dürfen, wenn Gewicht und Größe „vernünftigen Anforderungen entsprechen“. Es ist nicht abzusehen, wann mit einer Gesetzesvorlage beim EU-Parlament gerechnet werden darf.

Mallorca entdecken: 10 Top-Sehenswürdigkeiten abseits vom Ballermann

Die Kathedrale der Heiligen Maria – oder Le Seu – in Palma auf Mallorca.
Auf einer Mallorca-Reise sollte ein Besuch der Kathedrale Santa Maria, die von den Einwohnern La Seu genannt wird, unbedingt auf seine To-do-Liste setzen. Der Sakralbau gehört zu den eindrucksvollsten gotischen Kathedralen überhaupt – er wurde vom spanischen Architekten Antoni Gaudí, der auch für die Sagrada Familia in Barcelona bekannt ist, nach einem Erdbeben wiederaufgebaut und in seine heutige Form gegossen. Besonders beeindruckend ist das Lichtspiel innerhalb der Kathedrale, das durch die farbigen Glasstücke der Fensterrosette entsteht. © agefotostock/Imago
Cap de Formentor auf Mallorca
Eine wunderschöne Aussicht auf schroffe Felsen und blaues Meer bietet der berühmte Aussichtspunkt am Cap de Formentor im Nordosten der Insel. Mittlerweile ist die Zufahrt zur Landzunge im Sommer für private Autofahrer beschränkt – dafür kann die Küstenstrecke mit ihren Serpentinen hinauf zum Leuchtturm mit einem Shuttlebus von Puerta Pollença aus zurückgelegt werden. Wer bei der Besichtigung etwas seine Ruhe haben will, sollte für seine Reise die Nebensaison von Oktober bis April wählen.  © Panthermedia/Imago
Die Cuevas del Drach oder Drachenhöhlen auf Mallorca
Die Coves del Drac (auf Kastilisch “Cuevas del Drach”) sind ein 1,7 Kilometer langes Höhlensystem bei Porto Cristo an der Ostküste von Mallorca. Einer Sage zufolge sollen hier Tempelritter einen Schatz versteckt haben, der von einem Drachen bewacht wird – daher der Name, der im Deutschen so viel wie „Drachenhöhle” bedeutet. Wer sich hineinwagt, wird mit dem Anblick beeindruckender Stalaktiten und Stalagmiten belohnt, die sich im Wasser der unterirdischen Seen spiegeln. Auf dem Höhlensee Lago Martel lässt sich sogar eine Bootstour machen.  © Ulrich Stamm/Imago
Straßen und Gebäude der Gemeinde Valldemossa auf Mallorca
Der kleine Ort Valldemossa gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen für Mallorca-Urlauber. Es befindet sich in den Bergen an der Nordwestküste und begeistert mit seinen schmalen Gassen, die an vergangene Zeiten erinnern. Bekanntheit hat das Dorf auch durch prominente Gäste wie den Komponist Frédéric Chopin und die Schriftstellerin George Sand erlangt, die hier einst einen Liebesurlaub im ehemaligen Kartäuserkloster verbracht haben. Außerdem erbauten sich die früheren Könige Mallorcas eine Sommerresidenz in Valldemossa.  © Panthermedia/Imago
Bergpass mit Serpentinen nach Sa Colobra in der Serra de Tramuntana auf Mallorca
Der Nordwesten Mallorcas ist von der Serra de Tramuntana, einer Gebirgskette von Calvia bis Pollença, geprägt. Hier kommen Wanderfans voll auf ihre Kosten – zerklüftete Felsen, versteckte Buchten und ursprünglich Dörfer säumen den Weg. Besonders beliebt ist die Panoramastraße MA-10, die auch für entspanntere Wanderungen geeignet ist. Seit 2011 gehört die Serra de Tramuntana außerdem zum UNESCO-Welterbe. © Moritz Wolf/Imago
Sandiger Strand von Es Trenc auf Mallorca
Neben der kulturellen Highlights ist Mallorca natürlich auch eine beliebte Insel für einen Strandurlaub. Dabei sollten Sie sich den 2,6 Kilometer langen Naturstrand Es Trenc im Süden der Insel nicht entgehen lassen. Da er flach ins Meer hinein verläuft, gilt er als äußerst familienfreundlich. Zudem ist das Wasser so klar, dass Sie Ihr Schnorchel-Equipment nicht vergessen sollten. In der Hochsaison kann hier zwar einiges los sein, aber dennoch lohnt sich ein Ausflug meistens.  © Artesia Wells/Imago
Castell de Bellver auf Mallorca
Das Castell de Bellver macht seinem Namen alle Ehre. „Bellver” bedeutet nämlich so viel wie „schöne Aussicht”. Von der Festung aus haben Besucher vor allem in den Abendstunden einen tollen Ausblick auf die Bucht von Palma, den Hafen sowie auf die Gipfel des Tramuntana-Gebirges. Die Burg stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist aufgrund seiner runden Bauform einzigartig in Europa.  © blickwinkel/Imago
Eingang in die arabische Gartenanlage Alfàbia auf Mallorca
In den Gärten von Alfàbia, oder Jardines de Alfàbia, können Sie einen Blick auf die arabischen Einflüsse auf Mallorca werfen – die Anlage zählt sogar zu den schönsten historischen Gärten Spaniens, in der die Mauren ihre Gartenkunst unter Beweis gestellt haben. Selbst im Hochsommer herrschen hier dank hoher Palmen und dem vielen Wasser, das aus allen Ecken heraussprudelt, angenehme Temperaturen. Die Gärten sind zwischen Palma und dem Städtchen Sóller gelegen. © imagebroker/Imago
Kloster Santuari de Lluc auf Mallorca
Das Kloster Lluc, oder auch vollständig „Santuari de Santa Maria de Lluc” ist der wichtigste Wallfahrtsort für Pilger auf der Insel. Es befindet sich inmitten der beeindruckenden Gebirgswelt der Serra de Tramuntana, etwa 500 Meter über dem Meeresspiegel. Besonders verehrt wird hier die Schwarze Madonna, die erhöht hinter dem Altar steht. Laut einer Sage soll diese von einem Hirtenjungen namens Lluc am Bachufer gefunden worden sein. Heute zieht es auch viele Touristen zu dem Kloster – zur Besichtigung eignen sich auch das Klostermuseum, der Kalvarienberg oder der botanische Garten.  © Schöning/Imago
Cala Agulla auf Mallorca
Erholung pur bietet die Cala Agulla im Osten der Insel: Sie liegt am Rande eines Naturschutzgebietes, inmitten von Bergen, Dünen und Wäldern. Die Landschaft in der Umgebung ist kaum bebaut, sodass Sie die Natur in vollen Zügen genießen können. Action ist aber dennoch geboten, denn vor Ort lassen sich Tretboote, Surfbretter oder Wasserski ausleihen. © agefotostock/Imago

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) müssen dann - wie in jedem anderen Fall auch - die Vorgaben erst noch umsetzen. Währenddessen bleibt in der aktuellen Ausgestaltung der Handgepäck-Regeln ordentlich Dynamik. Wie das Mallorca Magazin berichtet, hat der Ferienflieger Tuifly zum 1. November neue Richtlinien zum Handgepäck eingeführt.

Beliebtes Reiseziel: Stimmen Sie mit ab.

Mallorca-Urlaub: Deutlich mehr Touristen als im Vorjahr auf Balearen-Insel

Demnach genügt der günstigste Tarif nur noch für ein sogenanntes „Personal Item“. „Jeder Gast darf eine kleine Tasche mit an Bord nehmen. Dieses darf die Maße 40 x 30 x 20 cm nicht überschreiten und muss unter dem Vordersitz aufbewahrt werden. Zum Beispiel eine Handtasche, ein kleiner Rucksack oder eine Laptoptasche“, heißt es auf der Website des Reiseanbieters. Ein großes Handgepäckstück mit einem Gewicht von bis zu 10 Kilogramm kann im Web-Check-in dazugebucht werden, schreibt Tuifly. Dieses Gepäckstück darf die Maße 55 x 40 x 20 cm nicht überschreiten und muss in ein Gepäckfach passen.

Trotz steigender Kosten und mehr Regeln erfreut sich der Balearen-Urlaub ungebremst großer Beliebtheit, während ein mutmaßlicher Mordfall auf Mallorca für Aufsehen sorgt. Zwischen Januar und September 2023 besuchten 10,7 Millionen Touristen die Balearen-Insel. Das berichtet die deutschsprachige Mallorca Zeitung. Laut des Nationalen Statistikinstituts (INE) bedeutet das eine Steigerung um 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (pm/AFP)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Rupert Oberhäuser

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