Geplante EU-Regel betrifft alle Urlauber: Neue Handgepäck-Regeln in Flugzeugen geplant
VonPatrick Mayer
schließen
Das EU-Parlament fordert einheitliche Handgepäck-Regeln in Flugzeugen. Die Vorgaben für Flüge könnten dadurch strenger werden.
Mallorca – Extra-Gebühren für Handgepäck gehören bei vielen Airlines mittlerweile selbstverständlich dazu. Bei Eurowings ist zum Beispiel im Basic-Tarif nur eine kleine Tasche von 40 mal 30 mal 25 Zentimeter kostenlos erlaubt. Wer draufzahlt (ab zehn Euro), kann laut Portal reisereporter.de größere Taschen mit in die Kabine nehmen. Bei Condor gelten laut Website dagegen die Maße 40 mal 30 mal 10 Zentimeter. Reisende können bei dieser Fluggesellschaft ab 9,99 Euro größere Handgepäckstücke dazubuchen.
Das Europäische Parlament setzt sich nun dafür ein, dass die Handgepäck-Regeln einheitlicher werden und sich das Durcheinander damit auflöst. Anfang Oktober hatte das EU-Parlament eine Resolution verabschiedet, in der einheitliche Preis- und Größenvorgaben für Handgepäck in Flugzeugen verlangt werden. Dafür hatte eine Mehrheit der Abgeordneten im französischen Straßburg gestimmt.
Urlaub mit dem Flugzeug: EU-Parlament fordert einheitliche Regeln für Handgepäck
Das Ziel: Das Reisen in der Luft soll wieder unkomplizierter werden – nicht nur für Ziele in Spanien. Konkret: Preise sollen sich vor Buchungen einfacher vergleichen lassen. Und versteckte Kosten sollen vermieden werden. Die EU-Kommission ist nun verpflichtet, rechtlich verbindliche Regeln zu erarbeiten.
Mallorca-Flüge: Handgepäck-Regeln für Urlauber werden immer wieder geändert
Das EU-Parlament verweist in seiner Entschließung auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2014. Darin heißt es, dass Handgepäck als „unverzichtbarer Bestandteil“ der Beförderung von Fluggästen gelte und dafür keine Extrakosten verlangt werden dürfen, wenn Gewicht und Größe „vernünftigen Anforderungen entsprechen“. Es ist nicht abzusehen, wann mit einer Gesetzesvorlage beim EU-Parlament gerechnet werden darf.
Mallorca entdecken: 10 Top-Sehenswürdigkeiten abseits vom Ballermann
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) müssen dann - wie in jedem anderen Fall auch - die Vorgaben erst noch umsetzen. Währenddessen bleibt in der aktuellen Ausgestaltung der Handgepäck-Regeln ordentlich Dynamik. Wie das Mallorca Magazin berichtet, hat der Ferienflieger Tuifly zum 1. November neue Richtlinien zum Handgepäck eingeführt.
Beliebtes Reiseziel: Stimmen Sie mit ab.
Mallorca-Urlaub: Deutlich mehr Touristen als im Vorjahr auf Balearen-Insel
Demnach genügt der günstigste Tarif nur noch für ein sogenanntes „Personal Item“. „Jeder Gast darf eine kleine Tasche mit an Bord nehmen. Dieses darf die Maße 40 x 30 x 20 cm nicht überschreiten und muss unter dem Vordersitz aufbewahrt werden. Zum Beispiel eine Handtasche, ein kleiner Rucksack oder eine Laptoptasche“, heißt es auf der Website des Reiseanbieters. Ein großes Handgepäckstück mit einem Gewicht von bis zu 10 Kilogramm kann im Web-Check-in dazugebucht werden, schreibt Tuifly. Dieses Gepäckstück darf die Maße 55 x 40 x 20 cm nicht überschreiten und muss in ein Gepäckfach passen.
Trotz steigender Kosten und mehr Regeln erfreut sich der Balearen-Urlaub ungebremst großer Beliebtheit, während ein mutmaßlicher Mordfall auf Mallorca für Aufsehen sorgt. Zwischen Januar und September 2023 besuchten 10,7 Millionen Touristen die Balearen-Insel. Das berichtet die deutschsprachige Mallorca Zeitung. Laut des Nationalen Statistikinstituts (INE) bedeutet das eine Steigerung um 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (pm/AFP)