VonPatrick Mayerschließen
Dutzende Menschen müssen nach einem Erdrutsch samt einer Schlammlawine aus einem norditalienischen Bergdorf in den Alpen evakuiert werden. Bei Twitter kursieren neue Aufnahmen eines Einsatzfliegers.
- Folgen der Schlammlawine in Italien: Luftaufnahme zeigt Ausmaß der Verwüstungen
- Aufräumarbeiten im italienischen Alpendorf: Keine Toten und Verletzte durch Schlammlawine
- Nach Schlammlawine in Italien: Mitglieder der Bergwacht suchen nach eventuellen Verschütteten
- Erdrutsch in Italien: Gewaltige Schlammlawine verwüstet Dorf im Norden
Folgen der Schlammlawine in Italien: Luftaufnahme zeigt Ausmaß der Verwüstungen
Update vom 15. August, 10.30 Uhr: Am späten Abend des 13. August hat ein Erdrutsch den Bach Merdovine in Bardonecchia zum Überlaufen und eine Schlammlawine ins Rollen gebracht. Die italienische Feuerwehr hat ihren Einsatz auf den Luftraum ausgeweitet. Aktuelle Luftaufnahmen zeigen das Ausmaß der Zerstörungen:
Ricognizione aerea con l'elicottero dei #vigilidelfuoco Drago VF66, in forza al reparto volo di #Torino, sull'abitato di Bardonecchia e sull'area di Rochemolles, entrambe interessate dalla colata di fango e detriti di stanotte [#14agosto 16:00] pic.twitter.com/FX0uVRDWNv
— Vigili del Fuoco (@vigilidelfuoco) August 14, 2023
Wenige Stunden zuvor posteten die Einsatzkräfte an Bord des Hubschraubers Drago VF66 die ersten Luftbilder. Zu diesem Zeitpunkt war die Feuerwehr im Einsatz, um 50 Personen zu evakuieren, die in unzugänglichen Gebieten nördlich von Bardonecchia festsaßen.
Aufräumarbeiten im italienischen Alpendorf: Keine Toten und Verletzte durch Schlammlawine
Update vom 14. August, 17.30 Uhr: Nach dem Erdrutsch und der gewaltigen Schlammlawine, die am Sonntagabend in der Gemeinde Bardonecchia im äußersten Nordwesten Italiens hereinbrachen, laufen in dem Wintersportort im Piemont unter Hochdruck die Aufräumarbeiten, wie unter anderem das italienische Online-Portal Local Team berichtet.
Obwohl bei Twitter ein Video die Schlamm- und Geröllmassen dokumentiert, die sich ihren Weg lawinenartig durch das ausgetrocknete Bachbett gebahnt hatten, gab es laut Informationen vom frühen Montagabend keine Toten und keine Schwerverletzten.
Bardonecchia, il disastro provocato dalla colata di fango visto dall'alto: le immagini dal drone #Bardonecchia #Torino #localteam pic.twitter.com/9VUFkOWSDg
— Local Team (@localteamit) August 14, 2023
Ein Video aus den Sozialen Netzwerken zeigt ferner, wie eine regelrechte Schlammwelle neben Fußgängern auf den Gehsteig aufschlägt. Aber auch sie blieben demnach unverletzt. Feuerwehren und Bergwacht haben in der Zwischenzeit mehrere zerstörte und völlig verdreckte Autos geräumt, die durch die Wucht der Schlammlawine mitgerissen wurden.
Nach Schlammlawine in Italien: Mitglieder der Bergwacht suchen nach eventuellen Verschütteten
Update vom 14. August, 12.55 Uhr: Nach dem schweren Erdrutsch und der Schlammlawine in den nordwestitalienischen Alpen geht die Suche nach möglichen Vermissten punktuell weiter. Das regionale Online-Nachrichtenportal Local Team veröffentlichte am Montagvormittag Drohnenaufnahmen, wie offenbar Mitglieder der Bergwacht nach eventuellen Verschütteten suchen.
Bardonecchia, ricerche dei dispersi lungo il torrente dopo la colata di fango: le immagini dal drone #Bardonecchia #Torino #localteam pic.twitter.com/Re1Qligsz6
— Local Team (@localteamit) August 14, 2023
So sind sie an einem Autowrack an dem Berbach im Susatal zu sehen, der infolge der Schlammlawine stellenweise mit großer Wucht über die Ufer trat. Das Auto, offenbar ein Geländewagen, könnte mitgerissen worden sein. Das Fahrzeug liegt am Bauchbeet kopfüber und ist offenbar von einer dicken Schlammschicht umhüllt. Berichte über mögliche Opfer gab es bis Montagmittag nicht, nachdem am Abend zuvor Teile der Berggemeinde Bardonecchia im Piemont wegen des Unwetters evakuiert werden mussten.
Erdrutsch in Italien: Gewaltige Schlammlawine verwüstet Dorf im Norden
Erstmeldung vom 14. August: München/Bardonecchia - Ein Erdrutsch und eine Schlammlawine infolge schwerer Regenfälle haben in der norditalienischen Gemeinde Bardonecchia westlich von Turin große Schäden angerichtet. Rund 120 Menschen seien evakuiert worden, berichteten die Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos am Montagmorgen (14. August).
Erdrutsch in Italien: Schwere Schäden in Bergdorf bei Turin gemeldet
Zeitweise wurden nach dem schweren Unwetter in Italien am späten Sonntagabend fünf Menschen vermisst - sie konnten allerdings von den Rettungskräften der Feuerwehr und Polizei gefunden werden, wie der Präsident der Region Piemont, Alberto Cirio, unter Berufung auf die Bürgermeisterin des Ortes bestätigte. Wegen des Regens und des Erdrutsches in der Gemeinde schwoll zudem ein Bach an, der über die Ufer trat.
#Bardonecchia @StampaTorino 🙏 pic.twitter.com/fnYCVyc0ti
— michele frola (@michelefrola) August 13, 2023
Die italienische Feuerwehr berichtete am Montagmorgen von schweren Schäden im Zentrum des Ortes unweit der Grenze zu Frankreich. Laut Cirio hat Italiens stellvertretender Ministerpräsident Antonio Tajani bereits Hilfe der Regierung in Aussicht gestellt. Die Rettungskräfte berichteten von sechs geretteten Menschen, die sich während des Unwetters in einem Wohnmobil aufhielten, das von Wasser und Schlamm überschwemmt wurde.
Erdrutsch in Italien: 120 Menschen werden aus Bardonecchia evakuiert
Die rund 120 Evakuierten wurden in einem Camp des italienischen Roten Kreuzes sowie in Hotels in der Gegend untergebracht. Auf Videos in den sozialen Medien ist zu sehen, wie sich gewaltige Schlammmassen durch die Straßen walzen und mit voller Wucht alles auf dem Weg mit sich reißen. Mehrere Fahrzeuge wurden sowohl beschädigt als auch von der Lawine mitgerissen. (pm/dpa)
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