VonKilian Bäumlschließen
Ein Öl-Tanker stand am Freitag vor Warnemünde in der Ostsee in Flammen. Rund 120 Einsatzkräfte haben das Feuer mittlerweile gelöscht. Der Vorfall gibt Rätsel auf.
Update vom 11. Oktober, 8.36 Uhr: Entspannung an der Ostseeküste: Nach zahlreichen angespannten Stunden wurde das Feuer auf dem Tankschiff „Annika“ in den frühen Morgenstunden des Samstags erfolgreich bekämpft. Michael Allwardt, der stellvertretende Leiter der Rostocker Feuerwehr, verkündete: „Aktuell erfolgt die letzte Kontrolle, um festzustellen, ob noch Glutnester vorhanden sind“. Grundsätzlich könne man jedoch davon ausgehen, dass die Bedrohung nun vorbei sei.
Das Feuer auf dem Tanker war am Freitagvormittag ausgebrochen, etwa viereinhalb Kilometer vor Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern. In der Nacht zum Samstag wurde das Schiff in den Hafen von Rostock gebracht. Ungefähr 120 Personen waren an den Löscharbeiten beteiligt. Die Brandursache bleibt weiterhin ein Rätsel. Ein Untersuchungsteam soll in Kürze das Schiff betreten. Die Feuerwehr vermutet, dass das Feuer im Maschinenraum ausgebrochen ist. Taucher sind beauftragt, im Laufe des Samstags den Rumpf des Schiffes zu inspizieren.
Glücklicherweise gab es bei dem Vorfall keine schweren Verletzungen. Die sieben Crewmitglieder konnten das Krankenhaus, in das sie zur Untersuchung gebracht wurden, bereits wieder verlassen. Einige von ihnen erlitten leichte Verletzungen, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) berichtete. Erfreulicherweise konnte laut Feuerwehr auch eine Verschmutzung des Ostseewassers verhindert werden. Die drohende Katastrophe wurde erfolgreich abgewendet.
Feuer auf Öl-Tanker in der Ostsee: Großangelegte Rettungsaktion im Gange
Update vom 11. Oktober 2024, 14.38 Uhr: Wie das Deutsche Havariekommando berichtet, prüfen die Einsatzkräfte der Feuerwehr derzeit, ob sich der brennende Öl-Tanker betreten lässt. Derzeit befinden sich mehrere Teams der Feuerwehr aus Kiel und Rostock an Bord der „Arkona“, die längsseits zum Havaristen liege, teilte das Kommando mit.
Das Vorhaben ist jedoch nicht ungefährlich für die Einsatzkräfte, das Seegebiet und der Luftraum im Radius von 3 Seemeilen um das Schiff wurden wegen des Brandes und den Arbeiten vor Ort eigentlich gesperrt. Der Tanker soll laut dem Havariekommando in der Mecklenburger Bucht ungefähr 4,5 Kilometer entfernt der Küste liegen.
Update vom 11. Oktober, 13.09 Uhr: Die Löscharbeit auf der Ostsee wegen des brennenden Öl-Tankers dauern weiterhin an. Die Brandbekämpfung wurde laut Havariekommando von drei Schiffen aus eingeleitet. Mehrere Feuerwehrteams sind per Hubschrauber auf dem Weg zum Tanker. Unterstützung kam von den Feuerwehren aus Kiel, Lübeck und Rostock. Die Polizei hat eine Sperrzone von drei Seemeilen um den Einsatzort eingerichtet.
Am Vormittag brach das Feuer aus noch unbekannten Gründen aus. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sorgte für die Sicherheit der sieben Besatzungsmitglieder und brachte sie an Land. Laut Umweltministerium blieben sie offenbar unverletzt, obwohl ursprünglich Medienberichte über Verletzte vorlagen.
Öl-Tanker auf der Ostsee steht in Brand: Gewässer wurden bisher nicht verschmutzt
Auf Bildern ist zu erkennen, wie große Wassermengen von den Einsatzschiffen auf den Tanker gesprüht werden. Schwarzer Rauch steigt aus dem Heckbereich mit Maschinenraum und Brücke des Schiffes auf. Laut den Seenotrettern ist der Rauch des brennenden Schiffes bis zur Küste sichtbar. Weitere Details sowie die Brandursache sind bislang unbekannt. Der Radiosender Ostseewelle war der erste, der darüber berichtete.
Bislang gab es noch keine Auswirkungen auf die Umwelt. Wie das Schweriner Umweltministerium hat bestätigt, dass bislang keine Verschmutzung der Gewässer aufgetreten ist. Anders als im Sommer bei der Umweltkatastrophe auf der Adria, wo ein Öl-Teppich auf dem Meer lag. Das Tankschiff befindet sich vor Anker und ist mit einem Schlepper verbunden. Sowohl an Land als auch auf See wurde ein Großeinsatz von Rettungs- und Einsatzkräften eingeleitet.
73 Meter langer Öl-Tanker auf der Ostsee brennt – beladen mit 640 Tonnen Öl
Erstmeldung vom 11. Oktober, 11.19 Uhr: Warnemünde – Ein Öltransporter ist vor Warnemünde in der Ostsee in Flammen aufgegangen. Laut einer Mitteilung des gemeinsamen Havariekommandos von Bund und Ländern, die am Freitag in Cuxhaven veröffentlicht wurde, bekämpfen ein Seenotrettungskreuzer und zwei Behördenschiffe den Brand auf dem Öl-Tanker vor Kühlungsborn, der am Vormittag auf der 73 Meter langen „Annika“ ausgebrochen ist.
Öl-Tanker in der Ostsee brennt vor Kühlungsborn – sieben Besatzungsmitglieder evakuiert
Die sieben Besatzungsmitglieder des unter deutscher Flagge segelnden Tankschiffs wurden bereits in Sicherheit gebracht und an Land gebracht. Nach Informationen der Ostsee Zeitung wurden fünf Personen verletzt.
FRACHTER VOR BÖRGERENDE IN FLAMMEN Aktuell brennt vor der Küste von Börgerende ein etwa 100 Meter langer Ölfrachter mit dem Namen "Annika". Es sind mehrere Rettungsboote und ein Hubschrauber im Einsatz. Es gab bereits mehrere Verletzte. Mehr dazu in den Ostseewelle-News. pic.twitter.com/G1xLj39K1O
— Ostseewelle (@ostseewelle_de) October 11, 2024
Vor Kühlungsborn: Öltanker auf der Ostsee brennt – Einsatz läuft
Das Havariekommando gab über den brennenden Öl-Tanker an, dass sich rund 640 Tonnen Öl an Bord der „Annika“ befinden, die in der Mecklenburger Bucht zwischen Warnemünde und Kühlungsborn in der Ostsee vor Anker lag. Ein Schlepper hielt das Schiff zusätzlich in Position. Mehrere Feuerwehrteams waren per Hubschrauber auf dem Weg zum havarierten Schiff. Die Leitung des Einsatzes wurde vom Havariekommando übernommen.
Am Strand von Heiligendamm beobachtete auch der Bürgermeister von Bad Doberan das Geschehen mit „großer Sorge“. „Ich hoffe sehr, dass alles gut geht und die Einsatzkräfte auf See die Lage schnell unter Kontrolle bekommen“, zitiert ihn die OZ. Der Einsatz ist weiter in vollen Gange. Erst im August gab es einen anderen Brand auf der Ostsee auf einem Marine-Schiff. (kiba/dpa)
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