Ein Toter

Flammen überrennen Sizilien: 300 Touristen flüchten auf den Strand – „sehr komplizierte Situation“

+
An der Nordküste Siziliens sind erneut schwere Brände ausgebrochen.
  • schließen

Wieder brennt es auf Sizilien. Auf der italienischen Insel mussten auch Touristen vom Strand in Sicherheit gebracht werden.

Palermo – Wieder Feuer-Alarm im Süden Italiens. „Palermo und Sizilien brennen“, schreibt die Repubblica in einem aktuellen Beitrag. Menschen werden in Sicherheit gebracht. Dennoch wird auch in Todesfall vermeldet.

Betroffen von dem Feueralarm ist demnach die gesamte tyrrhenische Küste Siziliens. Laut Ansa erstreckt sich die „lange Feuerfront“ von Gratteri bis nach Cefalè. Die Autobahn Palermo ist zwischen den Orten Cefalù und Castelbuono gesperrt. Gespeist werden die Flammen demnach vom Schirokko, einem heißen Wind, der von der Sahara in Richtung Mittelmeer weht.

Feuer in Italien: Sizilien brennt – Touristen flüchten an den Strand

Ausgebrochen sein soll das Feuer dem Bericht nach in den Bergen rund um Gibilmanna. Von hier aus breitete es sich in genau den Gebieten Siziliens aus, die schon in diesem Sommer von heftigen Bränden heimgesucht worden waren.

Brenzlig ist die Lage aktuell offenbar besonders in der Region um die bei Touristen beliebten Küstenstadt Cefalù. Der Brand habe den Stadtteil Rapputi erreicht und eine „sehr komplizierte Situation“ geschaffen, sagte der Vizebürgermeister von Cefalù, Rosario Lapunzina.

Im Laufe des Tages hätten sich die Flammen dann weiter in Richtung Küste und auf die Bezirke Settefrati und Mazzaforno zu, bewegt, berichtet die Repubblica. In Mazzaforno wurden daraufhin zwei Hotel-Unterkünfte evakuiert: Das Hapimag-Ressort und der Sporting Club. Knapp 300 Menschen suchten anschließend Zuflucht am Strand. Sie wurden anschließend über das Meer durch Boote der Küstenwache und private Schiffe in Sicherheit gebracht.

Feuer auf Sizilien: Flammen schließen Autos in Autobahn-Tunnel ein

Im Ogliastrillo-Bezirk von Cefalù sind mittlerweile Wasser und Strom ausgefallen, heißt es weiter. Es gibt auch schon einzelne Berichte über Schäden an Häusern. Daniele Tumminello, Bürgermeister von Cefalù, bat die Menschen der Stadt, die Straßen freizuhalten, um die Einsatzkräfte nicht zu behindern.

Wegen des starken Windes musste ein Löschflugzeug seinen Einsatz am Morgen für einige Stunden unterbrechen. Im Einsatz sind zwölf Tankflugzeuge, eine Canadair, zwei Hubschrauber und zwölf Forstarbeiterteams.

Ranking: Die 15 schönsten und beliebtesten Urlaubsorte Italiens

Siena campo
Platz 15 belegt Siena in der Toskana. Mit der schönen Altstadt und unnachahmlichen Bauwerken zieht die Stadt Urlauber immer wieder in ihren Bann.  © Marco Brivio
Roca Vecchia in Apulien: Die Aufnahme der „Höhle der Poesie“ bei Sonnenuntergang
Roca Vecchial in Apulien: Die Aufnahme der „Höhle der Poesie“ bei Sonnenuntergang steht nur symbolisch für die vielen herrlichen Strände und Landschaften im Südosten Italiens. Rang 14 im IPPEN-Ranking. © IMAGO/Manuel Romano
Sizilien Letojanni
Die Strände Siziliens sind einzigartig und bezaubernd. Bei Check24 belegt die Insel daher den zwölften Platz. In diesem Ranking Platz Nummer 13. Auf dem Foto sieht man den Strand von Letojanni.  © Matthias Tödt
Mailänder Dom
Die norditalienische Metropole Mailand ist bekannt für die wunderschöne Altstadt und etliche teure Modemarken. Hier sieht man den Dom im Zentrum der Stadt. Im Ranking belegt Mailand den elften Platz. Bei Check24 sogar Platz 7.  © Oliver Weiken
Lago Maggiore
Auf Platz 11 ist der prachtvolle Lago Maggiore. Ein Teil des Sees ist in der Schweiz. Bei weg.de ist der Lago Maggiore sogar auf dem siebten Platz der beliebtesten Urlaubsorte in Italien.  © Nando Lardi
Bozen, Italien, Südtirol
Auch Südtirol ist unter Italien-Fans besonders beliebt. Hier erhascht man einen Blick über die Alpen auf die Stadt Bozen.  © Micha Korb
Elba sonnenuntergang
Die kleine Insel Elba ist momentan noch ein Geheimtipp. Hier erlebt man bezaubernde Natur und typische italienische Dörfer. Daher ein verdienter Platz neun.  © Karsten Jeltsch
Cinque Terre Italien
Unter Urlaubern ist außerdem die Cinque Terre besonders beliebt. Die meisten der fünf Dörfer erreicht man nur zu Fuß oder mit einer Bahn.  © Augst / Eibner-Pressefoto
Marina Grande capri
Nicht umsonst ist die kleine Insel Capri im Golf von Neapel ein regelrechter Touristenmagnet. Hier vor Ort kann man nicht nur durch wunderschöne Dörfer schlendern, sondern auch das Meer und die Natur genießen.  © Günter Gräfenhain
Colosseum in Rome
Italiens Hauptstadt Rom hat für alle Gäste etwas zu bieten und belegt daher den sechsten Platz. So zum Beispiel das weltberühmte Kolosseum. Im Ranking von Check24 belegt Rom sogar den zweiten Platz.  © Givaga
Venedig platz acht
Venedig ist mit seinen vielen Kanälen und kleinen Gassen einzigartig. Ein Besuch lohnt sich definitiv, allerdings sollte man am besten im Frühling oder Herbst in die Stadt kommen. Venedig belegt daher den fünften Platz der Top 15 Urlaubsziele in Italien, bei Check24 ist die Stadt an der Adria sogar Erster.  © Frank Bienewald
Florenz-skyline
Das bezaubernde Florenz in der Toskana belegt den vierten Platz. Hier kann man sich durch kleine Gassen treiben lassen und ohne Ende Kultur genießen. © alimdi / Michelle Gilders
Amalfiküste Italien
Die Amalfiküste südlich von der Metropole Neapel belegt den dritten Platz im Ranking um die schönsten Urlaubsorte in Italien.  © Günter Gräfenhain
Costa Smeralda
An der Costa Smeralda auf Sardinien gibt es Strände, die teilweise welchen in der Karibik gleichen. Nicht umsonst belegt sie daher den zweiten Platz. Auch auf dem Reiseportal weg.de zählt die Küste auf Sardinien zu den schönsten Reisezielen in Italien. © Emmanuele Contini
Desenzano del Garda
Den ersten Platz der beliebtesten und schönsten Urlaubsorte in Italien belegt laut weg.de ganz klar der Gardasee. Hier sieht man das wunderschöne Städtchen Desenzano del Garda am Abend.  © Imago / Augst / Eibner-Pressefoto

Auch auf der Autobahn Palermo-Messina kam es zu kritischen Situationen. In der Nähe von Pollina waren mehrere Autos und ein Bus in einem Tunnel gefangen, da die Flammen den Ausgang versperrten. Die Fahrzeuge retteten sich rückwärts aus der Situation. (rjs)

Kommentare