Wieder brennt es auf Sizilien. Auf der italienischen Insel mussten auch Touristen vom Strand in Sicherheit gebracht werden.
Palermo – Wieder Feuer-Alarm im Süden Italiens. „Palermo und Sizilien brennen“, schreibt die Repubblica in einem aktuellen Beitrag. Menschen werden in Sicherheit gebracht. Dennoch wird auch in Todesfall vermeldet.
Betroffen von dem Feueralarm ist demnach die gesamte tyrrhenische Küste Siziliens. Laut Ansa erstreckt sich die „lange Feuerfront“ von Gratteri bis nach Cefalè. Die Autobahn Palermo ist zwischen den Orten Cefalù und Castelbuono gesperrt. Gespeist werden die Flammen demnach vom Schirokko, einem heißen Wind, der von der Sahara in Richtung Mittelmeer weht.
Feuer in Italien: Sizilien brennt – Touristen flüchten an den Strand
Brenzlig ist die Lage aktuell offenbar besonders in der Region um die bei Touristen beliebten Küstenstadt Cefalù. Der Brand habe den Stadtteil Rapputi erreicht und eine „sehr komplizierte Situation“ geschaffen, sagte der Vizebürgermeister von Cefalù, Rosario Lapunzina.
Alte temperature e vento di scirocco, intensa notte di lavoro per i #vigilidelfuoco di #Palermo: tutte le squadre del Comando impegnate per #incendi vegetazione, 40 interventi fatti. Operazioni in corso ad Altofonte, Gratteri, Gibilrossa, Misilmeri,Torretta e Prizzi #22settembrepic.twitter.com/5U313U6w3B
Im Laufe des Tages hätten sich die Flammen dann weiter in Richtung Küste und auf die Bezirke Settefrati und Mazzaforno zu, bewegt, berichtet die Repubblica. In Mazzaforno wurden daraufhin zwei Hotel-Unterkünfte evakuiert: Das Hapimag-Ressort und der Sporting Club. Knapp 300 Menschen suchten anschließend Zuflucht am Strand. Sie wurden anschließend über das Meer durch Boote der Küstenwache und private Schiffe in Sicherheit gebracht.
Feuer auf Sizilien: Flammen schließen Autos in Autobahn-Tunnel ein
Im Ogliastrillo-Bezirk von Cefalù sind mittlerweile Wasser und Strom ausgefallen, heißt es weiter. Es gibt auch schon einzelne Berichte über Schäden an Häusern. Daniele Tumminello, Bürgermeister von Cefalù, bat die Menschen der Stadt, die Straßen freizuhalten, um die Einsatzkräfte nicht zu behindern.
Wegen des starken Windes musste ein Löschflugzeug seinen Einsatz am Morgen für einige Stunden unterbrechen. Im Einsatz sind zwölf Tankflugzeuge, eine Canadair, zwei Hubschrauber und zwölf Forstarbeiterteams.
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Auch auf der Autobahn Palermo-Messina kam es zu kritischen Situationen. In der Nähe von Pollina waren mehrere Autos und ein Bus in einem Tunnel gefangen, da die Flammen den Ausgang versperrten. Die Fahrzeuge retteten sich rückwärts aus der Situation. (rjs)