Google Maps hat in der Nacht eine Sperrung der Brennerautobahn in Italien gemeldet. Doch die gab es gar nicht. Ein Fehler, der nicht zum ersten Mal passiert.
Bozen – Die Brenner-Autobahn ist eine der Hauptverkehrsrouten über die Alpen. Waren, Güter und Reisende gelangen über den Brenner von Italien über Österreich nach Deutschland oder auch auf umgekehrtem Wege in den Süden. Das macht die Strecke auch zu einem absoluten Nadelöhr – und jede Sperrung könnte große Probleme mit sich bringen. Am Sonntagmorgen war die Brenner-Autobahn nun gleich an mehreren Stellen gesperrt – das meldete zumindest Google Maps.
Der Navigationsdienst, auf den sich viele Reisende und Lieferanten teils blind verlassen, meldete in der Nacht von Samstag auf Sonntag gleich bei mehreren Autobahnen in Italien Sperrungen. Allerdings waren alle diese Strecken eigentlich frei, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet.
Brennerautobahn laut Google Maps komplett gesperrt – wilde Phantommeldung
Laut Google Maps waren sowohl die Brenner-Autobahn A22, als auch die A1 und die A14 in Italien in der Nacht gesperrt. Die Alpen-Achse war demnach sogar südlich von Bozen, südlich von Trient und südlich von Verona blockiert. Weitere Phantomsperrungen gab es zwischen Piacenza und Parma sowie zwischen Imola und Cesena. Doch all diese Sperrungen waren laut Ansa Falschmeldungen. Das Problem: Wer seine Route mit Google Maps plant, der hätte durch die vermeintlichen Sperrungen auf alternative und womöglich weitaus zeitintensivere Strecken umgeleitet werden können.
Nach ein paar Stunden verschwanden die Phantomsperrungen gegen 8 Uhr am Sonntagmorgen dann wieder, wie die Agentur weiter berichtet. Es kam demnach zu keinen Verkehrsbehinderungen.
„Invasion“: Google meldet Sperrung der Brennerautobahn – mit großen Folgen
Ein ähnlicher Fall im vergangenen Mai hatte damals große Folgen. Damals zeigte Google Maps fast einen ganzen Tag lang eine Sperrung der Brennerautobahn zwischen Sterzing und der Grenze an. Auch in diesem Fall gab es allerdings eigentlich keine Behinderungen auf der Straße. Allerdings wurden etliche Verkehrsteilnehmer von Google Maps umgeleitet. Es kam laut Ansa zu einer „Invasion“ der Orte neben der Autobahn und der parallel verlaufenden Staatsstraße. Und auch im Oktober meldete Google eine Phantomsperrung der A22. Diese fiel aber, wie im aktuellen Fall, deutlich kürzer aus und blieb so ohne Folgen.
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Welche Folgen eine tatsächliche Sperrung oder Teilsperrung auf der Brennerautobahn haben kann, zeigte sich erst in der vergangenen Woche: Nach einem Unfall musste die A22 komplett gesperrt werden. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau, der für viele Reisende zur Geduldsprobe wurde.