Corona-Medikament

„Keinen Nutzen mehr für Patienten“: Corona-Medikament verliert Zulassung

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Das Corona-Medikament Lagevrio (Molnupiravir) darf nicht mehr zur Behandlung von Covid 19-Erkrankten eingesetzt werden. Welche Medikamente bleiben noch?

München - Ein Jahr lang konnte das Medikament gegen Corona verordnet werden, doch damit ist nun Schluss. Der Antrag auf Zulassung des Arzneimittels Lagevrio (Molnupiravir) ist abgelehnt. Das Medikament war zuvor laut Bundesministerium für Arzneimittel und Medizinprodukte (bfarm) zum Einsatz bei an Corona erkrankten Personen empfohlen worden. Doch nun erfolgte am 24.02.2023 die Ablehnung des Zulassungsverfahrens von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA).

Corona-Medikament Lagevrio (Molnupiravir) ist nicht mehr zugelassen

Grund für die Ablehnung sei laut bfarm der nicht nachweisbare Nutzen. Für die Auswertungen wurden Daten von Risikopatienten und Personen, die keinen Sauerstoff erhalten haben, überprüft. Dabei stellten sie fest, dass Lagevrio (Molnupiravir) einen schweren Verlauf nicht abmildere und auch keinen Todesfall verhindere. Auch die Krankenhausdauer konnte durch den Medikamentenentsatz nicht verkürzt werden. In China hingegen wurde das Medikament erst vor einigen Monaten erlaubt. Grund waren die rasant angestiegenen Todeszahlen.

Medikament Lagevrio (Molnupiravir)

So können sich Symptome einer Covid 19-Erkrankung bemerkbar machen:

  • Hohes Fieber
  • Husten, Schnupfen, Kratzen im Hals
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • Fehlendem Geruchs- und Geschmackssinns
  • Luftnot, Lungenentzündung mit Kurzatmigkeit
  • Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

Neben Lagevrio (Molnupiravir): WHO zweifelt an weiterem Corona-Medikament

Das Medikament Lagevrio (Molnupiravir) soll nicht das einzige Mittel gegen Covid-19 sein, das wohl keine Wirksamkeit aufweist. Remdesivir war das erste in Europa zugelassene Arzneimittel gegen Covid-19, doch die WHO äußert erste Zweifel an dem Nutzen des Mittels. Bleibt noch Paxlovid vom Hersteller Pfizer. Es ist ein antivirales Mittel, das die Gefahr von tödlichen und sehr schlimmen Verläufen reduzieren soll.

Hierzu schreibt das bfarm, dass das Medikament Paxlovid nach Bedarf von Hausärzten an Covid 19-Erkrankte übergeben werden darf. Über die Verordnung des Arzneimittels kann eine Beratung über die Anwendung in der Apotheke erfolgen. Dabei wird darauf hingewiesen, dass Patienten sich bei unerwünschter Nebenwirkung direkt an das bfarm wenden können. In einem Online-Formular können Beschwerden, die nach der Medikamenteneinnahme aufgetreten sind, eingetragen werden. (mima)

Rubriklistenbild: © Panthermedia via imago

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