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Tirol-Drama: Bergsteiger-Hotspot fordert sieben Tote in acht Tagen - darunter vier Deutsche

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Zu insgesamt sieben Bergsteiger-Todesfällen kam es innerhalb einer Woche in Tirol. Auch vier Deutsche befinden sich unter den Opfern.

Tirol/ München - Erneut kam es am Freitag (14. Juli) zu einem tödlichen Bergsteiger-Unfall in den Tiroler Alpen. Eine 62-jährige Frau aus Deutschland verlor bei einem Sturz ihr Leben. Damit ist sie das siebte Todesopfer innerhalb nur einer Woche in der österreichischen Region. Wie die Landespolizeidirektion Tirol mitteilt, war die Frau als Teil einer Dreiergruppe im Gemeindegebiet von Nesselwängle unterwegs, als sie in der zweiten Seillänge stürzte.

Tirol: Sieben Menschen verlieren Leben in den Alpen

Sie war durch ihre 61-jährige Kletterpartnerin gesichert. Weil die Kletterin vor ihr keinen Bohrhaken mehr finden konnte, entschloss sie sich, selbst einen Weg nach oben zum nächsten Standplatz zu suchen. Aus bisher ungeklärter Ursache kam es dann zu einem weiteren Sturz, durch den sie mehrere Meter in das Seil fiel und gegen die Felswand prallte. Dabei zog sie sich tödliche Verletzungen zu.

Sieben Menschen verloren innerhalb von acht Tagen ihr Leben beim Wandern in Tirol.

Erst am Donnerstag (13. Juli) war ein Mann (71) aus Deutschland mit einer 9-köpfigen Wandergruppe im Pinnistal verunglückt. Die Gruppe übernachtete laut eines Berichts der TIroler Polizei auf der Innsbrucker Hütte und setzte dann die Wanderung entlang des Stubaier Höhenweges fort. Der Mann kam beim Abstieg rückwärts vom Weg ab und stürzte etwa 300 Meter in die Tiefe, wobei er sich tödliche Verletzungen zuzog.

Wanderunfälle in Tirol: Sieben Tote in acht Tagen

Insgesamt seien innerhalb einer Woche sieben Bergsteiger tödlich verunglückt, berichtet RTL.de. Ein 32-jähriger Deutscher stürzte am 7. Juli beim Abstieg am Kleinen Möseler (bei Mayrhofen) etwa 120 Meter tief ab, bis er auf einem Gletscher zum Liegen kam. Ein Rettungshubschrauber versuchte noch ihn in die Klinik zu bringen, der Mann verstarb jedoch auf dem Weg.

Am darauffolgenden Sonntag dann verunglückte ein deutscher Kletterer (62) am Zahmen Kaiser, er war zuvor als vermisst gemeldet worden. Drei Österreicher kamen außerdem laut einem Bericht von Kronen.at in Tirol ums Leben. Zwei Salzburger (33,42) verunglückten am Samstag am Großglockner. Am Dienstag dann starb ein 67-Jähriger bei einem Unfall in den Lechtaler Alpen. Er war 150 Meter weit über eine Schotterpiste Richtung Tal gerutscht.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Andreas Friedrichs

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