Unwetter in Südeuropa – „Wer Urlaub am Mittelmeer plant, hat Pech“
VonSven Schneider
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Wer derzeit am Mittelmeer Urlaub macht, „hat Pech gehabt“, wenn es ums Wetter geht. Unwetter, Sturmböen, Dauerregen: Südeuropa geht unter.
Hamm - Sommer, Sonne, Kaltgetränke sind eigentlich garantiert während der warmen Jahreszeit im Süden Europas. Wer jedoch in den ersten Juni-Wochen nach Italien, Frankreich, Spanien und großen Teilen der Mittelmeerküste verreist, sollte wohl eine Regenjacke einpacken. In Deutschland hingegen dürfen sich Urlauber auf viel Sonne und kaum Niederschlag freuen, wie wa.de berichtet.
Südeuropa säuft bei Unwetter ab – „Wer Urlaub am Mittelmeer plant, hat Pech“
Bis zum 9. Juni 2023 ist in großen Teilen Deutschlands kaum Regen zu erwarten. Was einerseits dafür sorgen könnte, dass einige bereits den Pool im Garten aufstellen und den Grill beinahe täglich einschalten werden, birgt zugleich eine große Gefahr für Waldbrände aufgrund der großen Trockenheit. Sehr ungewöhnlich: Ausgerechnet in Südeuropa sieht die Wetter-Lage völlig anders aus.
In beliebten Reiseländern wie Spanien, Italien und der Balkanhalbinsel wird bis Mitte Juni extrem viel Regen erwartet. Laut Diplom-Meteorologe Dominik Jung müssen Einheimische und Urlauber mit bis zu 150 Litern Niederschlag pro Quadratmeter rechnen – natürlich über die Tage verteilt. Von Sommer allerdings ist kaum eine Spur.
Beliebte Urlaubsländer versinken im Dauerregen – Sommer in Deutschland
„Wer in den kommenden zehn Tagen Urlaub plant rund ums Mittelmeer, hat wirklich Pech. Der könnte genauso gut Zuhause bleiben“, sagte Dominik Jung bei wetter.net mit Blick auf die ernüchternde Wetter-Prognose. Grund für die ungemütliche Wetterlage am Mittelmeer ist ein Tiefdruckgebiet.
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Und das bringt heftigen Niederschlag, Hagel, Sturmböen und regional Unwetter im Süden Europas mit. „Das volle Programm“, so Dominik Jung. Besserung ist bezüglich des Wetters nicht in Sicht. Laut Dominik Jung sei das Tiefdruckgebiet in den beliebten Urlaubsländern „festgefahren“ für die kommenden sieben bis neun Tage (Stand: 2. Juni).
Und Deutschland? Die Bundesrepublik bekommt davon so gut wie gar nichts zu spüren. Maximal am Alpenrand sind vereinzelt Schauer und Gewitter zu erwarten. Wer also in Nordrhein-Westfalen auf „Balkonien“ Urlaub machen oder einen Trip an die Nord- oder Ostsee plant, sollte dies mit Blick auf die Wetter-Vorhersage zum Juni-Beginn durchaus tun.