VonMoritz Bletzingerschließen
Der Samstagsunterricht fällt in Crocefieschi (Italien) aus. Ein Erdrutsch hat die Grundschule getroffen und eine Wand eingerissen. Das Gelände ist gesperrt.
Crocefieschi – Ein Bild der Verwüstung am Samstagmorgen. Am Freitagabend (1. März) löste sich ein Felsbrocken von einem Hügel über der Gemeinde Crocefieschi im Hinterland von Genua (Italien). Und der Erdrutscht donnerte auf die Grundschule.
Heftiger Erdrutsch in Italien: 30-Tonnen-Fels schlägt in Grundschule ein
Ein 30 Tonnen schwerer Felsbrocken krachte in das Gebäude, beschädigte Dach sowie Fenster und zerstörte eine Stützmauer. Das Gelände sowie der anliegende Fußballplatz sind gesperrt, Behörden befürchten, es könnte weitere Felsstürze geben. Italien wurde in der vergangenen Woche von starkem Regen heimgesucht, der mehrere Erdrutsche in der Region ausgelöst hat. Vorsorglich evakuierte die Feuerwehr auch die Bewohner eines nahegelegenen Hauses und sperrte drei weitere.
„Wir stehen der Gemeindeverwaltung mit unserem Katastrophenschutz zur Verfügung. Der Erdrutsch ist sicherlich auf die Regenfälle der letzten Tage zurückzuführen, die – wie wir wissen – auch Tage später noch Folgen vor Ort haben können“, erklärten der Präsident von Ligurien, Giovanni Toti und der Stadtrat für Katastrophenschutz, Giacaomo Giamperdo.
Beinahe-Katastrophe in Italien: Geologen untersuchen Gefahr für Grundschule nach Erdrutsch
Großes Glück, dass bei dem Vorfall niemand zu Schaden gekommen ist. Hätte sich der Erdrutsch tagsüber ereignet, wäre die Grundschule voller Kinder und Lehrkräfte gewesen. Dann hätte der Erdrutsch höchstwahrscheinlich zu einer Tragödie geführt.
Sicherheitshalber findet am Samstag (2. März) kein Unterricht in der Schule statt, Experten sollen klären, wie gefährlich das Gebiet jetzt noch ist. „Heute Morgen wird es eine Inspektion mit dem Geologen, um herauszufinden, was getan werden muss“, sagt Bürgermeister Filippo Bassignana dem Portal Telenord. Noch ist nicht klar, ob die Grundschüler am Montag wieder in die Schule können.
„Wir haben die Schule bereits informiert, wir werden schnellstmöglich eine Unterkunft für die Kinder finden. Was passiert ist, ist sehr traurig“, sagte Bassignane dem Sender Primocanale. (moe)

