Vermeintlicher Amtsgericht-Brief

Perfide neue Betrugsmasche im Umlauf: Betrüger kontaktieren Sie ab sofort per Post

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Immer wieder werden Menschen Opfer von Betrügern. Bei einer besonders perfiden Betrugsmasche kontaktieren die Betrüger ihre Opfer unter falschem Absender.

Bremen – Haben Sie in den vergangenen Wochen Post vom Amtsgericht München erhalten, ohne sich etwas zuschulden kommen zu lassen? Der Brief könnte von Betrügern an Sie verschickt worden sein – und sollte genaustens geprüft werden.

Betrug per Post: Vorsicht vor Briefen vom Amtsgericht München

Viele Betrugsmaschen sind mittlerweile mehr als bekannt. Geläufig ist unter anderem der sogenannte Enkeltrick, bei dem sich die Betrüger meist als Enkel von älteren Menschen ausgeben, um an deren Geld zu gelangen. Zunehmend wird der Betrug immer häufiger online begangen, wie bei einer Betrugsmasche mit nicht existierenden Steuerrestbeträgen. Die betrügerische Post vom Amtsgericht München wird online per E-Mail oder als Rechnung per Post zugestellt.

„Derzeit werden vermehrt gefälschte Dokumente mit Bezug zu dem Amtsgericht München in Umlauf gebracht. Dies erfolgt in betrügerischer Absicht“, warnt das Amtsgericht München selbst. In der Betrugsvariante wird demnach der Briefkopf „Amtsgericht Zentrale Zahlstelle, 80315 München“ verwendet. Ebenfalls aufgetaucht seien Zahlungsaufforderungen des Amtsgerichts München mit Androhung einer Kontopfändung. Diese werden als „Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids“, „Gerichtsbeschluss“ oder „Inkasso-Schuldner-Akte Schließungsnachweis“ betitelt.

Aktuell geben Betrüger sich als Amtsgericht München aus. Bei einer Zahlungsaufforderung vom Amtsgericht sollten Empfänger unbedingt dessen Echtheit überprüfen lassen.

Amtsgericht München gibt Übersicht über betrügerische Schreiben

Das Amtsgericht München gibt einige weitere Beispiele betrügerischer Schreiben, die an Verbraucher in ganz Deutschland geschickt werden könnten. Dabei geht es um angebliche Verstöße aufgrund von Kinderpornografie – mit diesem Brief kann sogar ein Haftbefehl übersandt werden. Beigefügt wird die Androhung rechtlicher Schritte sowie die Forderung, eine Antwort an eine E-Mail-Adresse der Polizei zu senden.

Klicken die Empfänger auf einen beigefügten Link in der E-Mail, könnte Schadsoftware auf den eigenen Computer geladen werden. Absender soll in vielen Fällen eine Kanzlei mit dem Namen „Müller und Nowak“ sein, durch die das Amtsgericht München aber nicht vertreten wird. Kostenaufforderungen werden ausschließlich von der Landesjustizkasse Bamberg verschickt, wie das Amtsgericht schreibt. Bei Unsicherheiten sollten Verbraucher sich mit dem Amtsgericht München in Verbindung setzen und die Echtheit des erhaltenen Schreibens abklären.

Es geht zudem eine neue Betrugsmasche um, mit der sich Betrüger via WhatsApp Zugriff auf Bankdaten erschleichen. (rd)

Rubriklistenbild: © Amtsgericht München

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