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Energie sparen beim Heizen 2022: Zehn ganz einfache und schnelle Tipps

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Gas und Strom wird im Winter 2022 teuer. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich vor allem im Altbau Wärme dämmen.
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Heizen wird im Winter 2022 extrem teuer. Sie wollen sparen? Das gelingt, wenn Sie diese 10 schnellen Tipps in ihrer Wohnung beachten.

Bremen – Wer sich gut auf den kommenden Winter vorbereitet, kann Energie sparen – und damit bares Geld. Denn im Winter 2022 werden die Heizkosten extrem steigen.

Eine durchschnittliche 70-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit Gas und Heizöl zu heizen, soll sich jeweils um deutlich mehr als die Hälfte verteuern – plus 67 Prozent bei Erdgas und plus 53 Prozent bei Öl. Das wären beim Gas 550 Euro mehr im Jahr, bei Öl knapp 500 Euro. Auch der Heizspiegel vom 27. September bestätigt, dass sich die Kosten verdoppeln werden.

Mit ein paar einfachen Heiz-Tipps können Sie zuhause einfach die Wärme dämmen oder die Heizleistung erhöhen und damit Geld sparen. Denn einfach nur früh am Abend die Jalousien runterzulassen oder die Läden zuzumachen bringt zwar was für die Wärmedämmung – es geht aber noch viel mehr.

Energie sparen beim Heizen 2022: Zehn einfache und schnelle Tipps

Sie wollen ihre Heizkosten senken, Energie und somit Geld sparen und Wärme dämmen? Dann sollten Sie kommenden Winter in Zugluftstopper und Dichtungsbänder investieren. Denn besonders bei älteren Häusern zieht es oft in der Wohnung. Hier erfahren Sie, was Sie die Anschaffung kostet. Und wie man zusätzlich Kosten sparen kann, wenn man seine Heizung effizienter macht und Heizkörper so nutzt, dass man das Maximum für sein Geld herausholt. Etwa, indem Sie nachts nie die Heizung ausschalten und das Thermostat nicht auf 5 Stellen.

Energiesparen 2022: Es zieht in der Wohnung? Türen und Fenster verdichten hilft

Viele Bewohner eines Altbaus kennen das Problem: Ältere Fenster sind häufig nicht richtig dicht – im Winter zieht eine kalte Luft durch die Wohnung. Dafür reicht schon ein dünner Spalt. Auch an geschlossenen Fenstern zieht es gerne. Die Folge: Sie müssen mehr heizen, und das kostet.

1. Tipp zum Energiesparen: Schnelle Hilfe bieten sogenannte Zugluftstopper, die aussehen, wie lange, wurstförmige Kissen. Wenn man sie vor die Fenster und Türen legt, wird Wärme gedämmt, Geld und Energie gespart. Einige lassen sich auch direkt unten an die Tür ankleben, genau wie selbstklebende Türdichtungen. Beides gibt es schon zwischen acht und 15 Euro – in der Länge einer Tür, also 100 cm lang.

Apropos Türdichtung: Natürlich tritt an Fenstern nicht nur unten Wärme aus, sondern auch an der Seite. Bei Holz- und Alufenstern helfen dann schnell selbstklebende Dichtungsbänder (Tipp 2). Damit können Sie Spalten im Rahmen abdichten. Die Abdichtungen aus Schaumstoff und Gummi gibt es in jedem Baumarkt. Schaumstoff ist günstiger, Gummi hält aber länger! 10 Meter kosten zwischen acht und 25 Euro.

Heizen 2022: Stellen Sie den Regler nicht auf 5 – so stellen sie den Thermostat richtig ein

Der 3. Tipp: Den Thermostat richtig einstellen. Denn mit jedem Grad weniger könne man ungefähr 6 Prozent Heizenergie einsparen. Temperaturen zwischen 18 Grad im Schlafzimmer und 21 Grad im Wohnzimmer würden meist ausreichen, so die Verbraucherzentrale. In ungeheizten Räumen solle die Temperatur nicht unter 16 Grad fallen – sonst drohe Feuchtigkeit und Schimmel. Ohnehin sollten Sie erst bei bestimmten Außentemperaturen die Heizung nutzen.

Wichtig: So stellen Sie das Thermostat richtig ein:

  • Stufe 2 entspricht etwa 16 Grad
  • Stufe 3 etwa 20 Grad
  • Stufe 4 etwa 24 Grad

Extra-Tipp: Damit es schnell warm wird, stellen viele Personen ihr Thermostat auf Stufe 5. Das verbraucht unnötig Energie! Außerdem wird es bei 28 Grad schnell zu heiß in der Wohnung. Man lüftet wieder. Und die Wärme und Ihr Geld ziehen zum Fenster raus.

Wie kann man 2022 günstig heizen? Heizung effizienter machen – so geht‘s

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die gesamte Heizungsanlage zu kontrollieren, weil sich dadurch viel Energie sparen lässt.

Tipp 4: Der Heizkessel sollte frei von Schmutz sein. Denn beeinträchtigt die Verbrennung. Es hilft, die Heizung warten zu lassen.

Tipp 5: Offen liegende Heizungsrohre im Keller verschwenden Energie und Geld – weil viel Wärme im Keller abgegeben wird, und gar nicht erst in die Wohnung gelangt. Das hilft: Die Rohre einfach selbst dämmen, mit Dämmschalen aus dem Baumarkt.

Tipp 6: Der Einbau einer modernen Heizungspumpe gehört zu den Energiesparmaßnahmen, die sich am schnellsten bezahlt machen. In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus rechnet sich der Austausch nach etwa drei Jahren, rechnet co2online.de vor. Mit dem Einbau einer modernen Hocheffizienzpumpe kann man laut Verbraucherzentrale bis zu 120 Euro im Jahr sparen.

Tipp 7: Heizung entlüften. Wenn die Heizung gluckert, befindet sich Luft darin. Und das bedeutet Energieverschwendung!

Tipp 8: Machen viele: Das Sofa vor die Heizung stellen. Doch das kostet Energie und somit Geld! Heizkörper sollten nicht von Möbeln oder Gardinen verdeckt sein. Der Grund: Die Wärme staut sich an einer Stelle und verteilt sich nicht im Zimmer. Die Folge: Man heizt (noch) mehr.

Heizen und Energiesparen 2022: Nachts die Heizung ausschalten? Nur in diesen Fällen

Klingt eigentlich logisch: Wer nachts die Heizung ausstellt, müsste doch Energie und damit Geld sparen, so die Annahme. Doch das stimmt nicht in jedem Fall! Es kommt immer darauf an, welche Heizung sie haben – und in welchem Gebäude Sie leben. Bei manchen Gebäuden kann es sogar richtig teuer werden, nachts die Heizung auszumachen.

Hier lohnt es sich nicht, die Heizung nachts auszustellen:

  • Wenn Sie mit Wärmepumpen oder Fußbodenheizungen heizen. Der Grund, laut heizungsbauer.de, beide benötigen viel Zeit zum Aufheizen. Sinkt die Temperatur nachts stark ab, benötigen sie am kommenden Tag zu viel Energie um die Wohnung warm zu heizen.
  • Auch, wenn Sie in einem Neubau wohnen oder in einem Haus, das gut gedämmt ist, lohnt es sich nicht, die Heizung nachts auszustellen. Der Grund: Die Temperatur sinkt kaum ab, das Einsparpotential ist gering.

Tipp 9: Hier lohnt es sich, nachts die Heizung auszustellen:

  • Altbauten mit schlechter Wärmedämmung haben kontinuierlich Wärmeverluste. Die kühlen schnell aus, lassen sich sich aber schnell auch wieder aufheizen. Heißt: Sie können Energie und Kosten sparen, wenn Sie die Heizung über Nacht ausschalten.

Ein wichtiger Tipp (Nummer 10) zuletzt: Auch, wenn Ihnen kalte Temperaturen in der Wohnung nichts ausmachen – zu wenig heizen sollten Sie nicht! Denn dann droht Schimmelbildung. Kälter als 16 Grad sollte es in den Zimmern nicht sein. Auch, wenn man dadurch erstmal Geld spart. Denn Schimmel in der Wohnung wird dann wirklich teuer!

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