VonSandra Sporerschließen
Schnell im Urlaub ein Selfie machen? In manchen Ferienorten ist das verboten und kann im schlimmsten Fall sogar eine hohe Strafe nach sich ziehen.
München – Selfies gehören für viele im Urlaub dazu. Wer im Ausland das Smartphone zückt, sollte jedoch vorsichtig sein. Gerade an beliebten Foto-Locations verhängen die jeweiligen Gemeinden immer öfter Verbote samt empfindlicher Bußgelder. An die sollte man sich auch besser halten, sonst gibt es am Ende noch ein weniger erfreuliches „Urlaubs-Mitbringsel“.
Ferienorte wollen mit Selfie-Verbot Touristen-Ansturm beikommen
Ein Selfie-Verbot klingt erstmal kurios, wenn nicht gar weltfremd. Viele Touristenorte sehen sich jedoch gezwungen, Foto- und Selfiesperren auszusprechen, um den zunehmenden Touristenströmen Herr zu werden. Auch andere Verbote für Touristen werden immer wieder verhängt. So verbannte jüngst die kroatische Stadt Dubrovnik Rollkoffer aus ihrer Altstadt.
Vor allem Italien scheint das inflationäre „Selbstknipsen“ leid zu sein. Das Nachrichtenportal Wired Italia berichtet von einem im April 2023 in Kraft getretenen Fotoverbot in der Stadt Portofino. An deren Orten Piazzetta sul mare und der Mole Umberto primo ist das fotografieren seitdem tagsüber verboten. Wer sich dennoch bei einem Schnappschuss erwischen lässt, muss mit bis zu 275 Euro Strafe rechnen. Die Stadt will damit verhindern, dass die Orte zu überlaufen werden.
Auch die spanische Stadt Pamplona verbietet zu bestimmten Zeiten das Selfie. Nämlich während des berühmten Stierlaufes, der jährlich in der Stadt abgehalten wird. Darauf weisen die Veranstalter auf ihrer Webseite auch ausdrücklich hin. Bei Missachtung können bis zu 3.000 Euro fällig werden.
Selfie-Verbot als Spaßbremse im Urlaub? Auch aus Sicherheitsgründen können Fotos tabu sein
Mimen die Behörden hier die Spaßbremse für Touristen? Laut eigener Angaben geschehe das oftmals zum Schutz der Urlauber. Das Selfie-Verbot während des traditionellen Stierlaufes hänge etwa mit der Sicherheit Zuschauer selbst sowie der Teilnehmer zusammen. Doch nicht nur dort.
So hat beispielsweise die West Japan Railway Company an all ihren Stationen den Einsatz von Selfie-Sticks verboten. „JR West führte Sicherheitsbedenken als Grund für das Verbot an. Viele ältere Bahnhöfe haben Oberleitungen, die beschädigt werden oder sogar einen Stromschlag verursachen könnten, wenn sie mit einem Selfie-Stick aus Metall berührt würden“, schreibt das Portal TechInAsia über das Verbot.
Weitere Selfie-Verbote gibt es an folgenden beliebten Urlaubsorten und Sightseeing-Spots:
- Im Tower von London; genauer gesagt im Raum mit den Kronjuwelen, dem Martin Tower sowie Royal Chapels.
- Am Stand La Garoupe im Süden von Frankreich.
- Rund um den Lake Tahoe in Kalifornien und Nevada.
- Während Pilgerreisen nach Mekka.
Für Italien-Urlauber gelten noch weitere, teils kuriose Gesetze, die Urlauber in spe kennen sollten. Auch wer in die Türkei fliegt, sollte über einige geltende Verbote Bescheid wissen. (sp)
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